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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.
David WöllensteinRedakteur.
HANDEL NATIONAL
DM baut hochautomatisierte Lageranlage in Wustermark
DM baut sein Logistikzentrum im brandenburgischen Wustermark für mehr als 200 Mio. Euro aus, berichtet IT-Boltwise.de. Der Baubeginn sei für Anfang 2026 geplant, die Inbetriebnahme für 2029. In Partnerschaft mit dem Intralogistik-Spezialisten TGW entstehe eine Anlage mit 190.000 Shuttle-Stellplätzen und 30 Rovoflex-Robotern, die Waren automatisch anfahren, entnehmen und kommissionieren. Die Drogeriekette reagiere damit auf ein wachsendes Sortiment und den steigenden Druck aus dem Online-Handel und wolle künftig ihre über 2.150 deutschen Filialen schneller und emissionsärmer beliefern.
Galaxus baut hochautomatisierte Lageranlage in Neuenburg
Galaxus startet den Bau seiner zweiten hochautomatisierten Lageranlage in Neuenburg am Rhein, so das Unternehmen. In Partnerschaft mit dem Intralogistik-Spezialisten TGW Logistics entstehe ein Shuttle-Lager mit 39 Gassen und über 900.000 Stellplätzen sowie ein Kleinteilelager mit 300.000 Plätzen. Ein automatischer Taschensorter übernimmt die Zusammenführung von Artikeln aus verschiedenen Bereichen zur fertigen Bestellung. Das Lager ON2 solle ab 2027 Schweizer Standorte und ab 2028 auch Endkunden in der Schweiz und der EU versorgen.
Vom Iphone-Foto in Sekunden zum Otto-Checkout
Otto integriert als einer der ersten deutschen Online-Shops „Apple Visual Intelligence“ in sein Angebot, so das Unternehmen. Über einen Screenshot oder ein einfaches Foto solle Apple Visual Intelligence passende Artikel aus dem 18 Mio. Artikel starken Otto-Sortiment vorschlagen – inklusive direktem Checkout. Für den Online-Händler sei die Integration ein logischer Schritt: Schon heute kämen mehr als 85 Prozent des Traffics über Mobilgeräte.
Verbraucher warten auf Entlastungen, die nicht kommen
Die Verbraucherstimmung in Deutschland kühlt sich im März wieder ab, meldet der HDE in seinem aktuellen Konsumbarometer. Die Einkommenserwartungen der Befragten seien auf das Niveau vom Vorjahr zurückgefallen, weswegen weder Konsum noch Rücklagen hoch im Kurs stünden. Eine Erholung des privaten Konsums rücke damit in weite Ferne. Als Ursachen nennt der HDE die ausbleibenden Entlastungen der Bundesregierung sowie ein durch die US-Zollpolitik aufgewühltes Wirtschaftsumfeld.
Online-Marktplätze und Social-Media-Plattformen verstoßen immer noch gegen die Meldepflichten des Digital Services Act, berichtet der Verbraucherzentrale Bundesverband. Bei einer Untersuchung von zehn Plattformen – Aliexpress, Amazon, Facebook, Instagram, Shein, Snapchat, Temu, Tiktok, Youtube und Zalando – seien die Meldewege für illegale Inhalte mehrheitlich von langen Klickpfaden, Dark Patterns und fehlenden Eingangsbestätigungen geprägt. Auf allen fünf Social-Media-Plattformen unterschieden sich die Meldewege für Minderjährige nicht von denen für Erwachsene, was gegen europäische Designrichtlinien verstoße.
HANDEL INTERNATIONAL
Seller Wallet: Amazon vereinfacht grenzüberschreitende Zahlungen
Amazon startet den „Seller Wallet“ in sieben europäischen Märkten (DE, FR, IT, ES, BE, IE, NL), berichtet Ecommercenews.eu. Das Finanzwerkzeug, das in den USA bereits seit 2022 läuft, ermögliche Händlern die Verwaltung von Euro- und Dollar-Einnahmen direkt in Seller Central. Überweisungen ließen sich flexibel einrichten – einmalig oder wiederkehrend –, Wechselkurse würden vorab angezeigt. Lieferanten in verschiedenen Ländern könnten direkt in ihrer jeweiligen Währung bezahlt werden, ohne Umtauschgebühren. Die Transaktionsgebühr für internationale Transfers sinke mit wachsendem Umsatz.
Der europäische E-Commerce-Markt hat 2025 ein Volumen von 4,3 Bio. Dollar erreicht, so eine Analyse der Imarc Group. Bis 2034 soll sich dieser Wert auf 8,6 Bio. Dollar verdoppeln – mit einer jährlichen Wachstumsrate von 7,97 Prozent. Als Motoren gelten der flächendeckende Breitbandausbau, die wachsende Smartphone-Nutzung und der grenzüberschreitende Handel im EU-Binnenmarkt. Westeuropa halte dabei noch den Löwenanteil. Im Ausblick prägten KI-gestützte Personalisierung und Omnichannel-Strategien den E-Commerce stärker als die klassischen Online-Shops.
Null-Provision-Wettlauf: Amazon India zieht mit Flipkart gleich
Amazon India weitet seine Null-Provision-Regel auf Produkte unter 9,30 Euro aus, berichtet Thehindubusinessline.com. Ab 16. März gelte die Regelung in 1.800 Kategorien – die Abdeckung wachse damit von 12 auf 125 Mio. Produkte. Laut Amazon entspreche das Einsparungen von bis zu 70 Prozent der Verkaufskosten, besonders für Kleinbetriebe in kleineren Städten. Der Schritt folge dem Vorstoß des Konkurrenten Flipkart, der bereits im November mit ähnlichen Konditionen aufwartete.
Indrive: Die Fahrdienst-App, bei der man feilschen darf
Wer bei Indrive mitfährt, handelt den Preis selbst aus, berichtet Businessinsider.com über die weltweit zweitmeistgeladene Fahrdienst-App nach Uber. Der 2012 in Russland gegründete Dienst operiere in 48 Ländern und berechne laut eigenen Angaben rund zehn Prozent Provision pro Fahrt; eine Auswertung von Fahrerdaten lege nahe, dass Uber Ende 2024 im Schnitt 42 Prozent einbehalte. 64 Prozent der lateinamerikanischen Nutzer würden häufiger fahren, seit sie feilschen dürften. Die USA verließ das Unternehmen 2024 wegen zu hoher Versicherungskosten.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Homeoffice-Quote bleibt bei 25 Prozent
Knapp ein Viertel aller Beschäftigten in Deutschland arbeitet weiterhin zumindest teilweise von zu Hause, zeigt die aktuelle Ifo-Konjunkturumfrage. Mit 24,3 Prozent im Februar bewege sich die Quote seit 2022 bemerkenswert stabil um die 25-Prozent-Marke, sagt Ifo-Forscher Jean-Victor Alipour. Die Spanne bleibe dabei breit: IT-Dienstleister führten mit 76,4 Prozent, der Einzelhandel liege bei 5,9 Prozent. Einzelne Unternehmen, die Heimarbeit zurückfahren, seien kein Trendzeichen – das Homeoffice sei schlicht etabliert.
Mehr Deutsche scrollen, posten und liken – aber im EU-Vergleich immer noch zögerlich. Laut Statistischem Bundesamt nutzten 2025 bereits 59 Prozent der 16- bis 74-Jährigen aktiv soziale Medien, gegenüber 47 Prozent im Jahr 2021. Den stärksten Zuwachs verzeichneten die 65- bis 74-Jährigen, deren Anteil von 15 auf 25 Prozent stieg. Dennoch bleibe Deutschland mit weitem Abstand unter dem EU-Schnitt von 67 Prozent – unterboten nur noch von Italien mit 56 Prozent.
Microsoft Azure Local läuft komplett ohne Cloud
Microsoft erweitert seine souveränen Cloud-Angebote um drei Neuerungen, berichtet Techradar.com. Kernstück: Azure Local laufe künftig vollständig ohne Cloud-Anbindung – Governance, Richtlinien und Workloads blieben dabei ausschließlich in der vom Kunden betriebenen Umgebung. Bislang habe das System periodischen Cloud-Kontakt benötigt; längere Offline-Phasen hätten die Funktionalität beschnitten. Zielgruppe seien stark regulierte Branchen wie Verteidigung und kritische Infrastruktur. CISPE, der europäische Dachverband für Cloud-Infrastruktur, wolle die Neuerungen im Rahmen seines kommenden „Sovereign Cloud Services Framework“ prüfen.
Topshop schickt KI auf den Catwalk
THG Studios hat in Manchester gemeinsam mit Topshop, Paypal und Google Cloud die weltweit erste KI-gesteuerte, interaktive und „shoppable Catwalk-Produktion“ inszeniert, berichtet Retail-News.de. Beim Event „Runway to the Future“ hätten Gäste über die App „Front Row AI“ Looks per virtueller Anprobe direkt während der Show erworben. Achtzig Prozent der gezeigten Kollektionen von Topshop und Topman seien sofort käuflich gewesen. KI-Avatare hätten die 30 Live-Models auf dem Laufsteg ergänzt, ein KI-Host habe durchs Programm geführt.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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