3D-Illustration mit Miniatur-Shop, Paketen und Chart-Panel symbolisiert vielseitige E-Commerce-News
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Idealo zieht als App in ChatGPT ein
Idealo ist ab sofort als App in ChatGPT verfügbar und liefert Produktdaten samt aktueller Preise direkt in den Chat, berichtet Businessinsider.de. Nutzer könnten im Dialog Produkte vergleichen, Vor- und Nachteile abwägen und passende Angebote finden, ohne zwischen Webseiten zu springen. Idealo-Chef Jörn Rehse betone, Händler erreichten so gezielt Käufer im Moment der Kaufentscheidung. Co-CEO Jovan Protić formuliere den Anspruch offensiv: Idealo werde ein KI-Unternehmen – dies sei der erste Schritt.

DSGVO-Bußgeld von Notebooksbilliger.de schrumpft um 91 Prozent
Das OLG Celle hat das DSGVO-Bußgeld gegen Notebooksbilliger.de von 10,4 Mio. auf 900.000 Euro gesenkt, wie Heise.de berichtet. Die niedersächsische Datenschutzbehörde hatte die Strafe Ende 2020 wegen großflächiger Videoüberwachung von Beschäftigten verhängt – 81 Kameras in Arbeits- und Pausenbereichen, Aufnahmen bis zu 60 Tage gespeichert. Nach fünf Jahren Rechtsstreit durch mehrere Instanzen bleibe damit nur ein Bruchteil der ursprünglichen Summe übrig. Niedersachsens Datenschutzbeauftragter Lehmkemper kritisiere, deutsche Gerichte wendeten den EU-Bußgeldrahmen zu zurückhaltend an.

Nomagic-Roboter packen für Zalando 100.000 Artikel am Tag
Zalando stationiert nach einer erfolgreichen Testphase bis zu 50 KI-gesteuerte Roboter des Anbieters Nomagic in seinen europäischen Logistikzentren, berichtet das Unternehmen. Die Maschinen hätten im Pilotbetrieb 100.000 Artikel pro Tag gegriffen, gescannt und einsortiert. Ein besonderes Kunststück sei der „Shoebox Picker“, der Schuhkartons mit zwei Greifern gleichzeitig fixiere und so das alte Problem verrutschender Deckel löse. Standorte wie Lahr, Mönchengladbach und Verona seien bereits bestückt, Gießen folge im Jahresverlauf. Bis September schließe Zalando laut Wiwo.de sein Logistikzentrum in Erfurt, was 2.700 Arbeitsplätze kosten werde.


HANDEL INTERNATIONAL


Docmorris meldet das Erreichen seiner Ziele
Docmorris hat seine Umsatz- und Ergebnisziele für 2025 erreicht und eine strategische Partnerschaft mit Google geschlossen, berichtet die Schweizer Online-Apotheke. Der Außenumsatz sei um gut elf Prozent auf knapp 1,2 Mrd. Schweizer Franken gestiegen, der Verkauf rezeptpflichtiger Medikamente habe um 33 Prozent angezogen. Die Google-Kooperation solle den Umbau zur KI-gestützten Gesundheitsplattform beschleunigen. Das bereinigte Ebitda habe sich trotz hoher Marketingausgaben leicht verbessert, sodass das Breakeven in diesem Jahr angepeilt werde.

Alibabas Cloud glänzt, der Rest enttäuscht
Alibaba hat im dritten Fiskalquartal die Erwartungen der Analysten deutlich verfehlt, berichtet Benzinga.com. Der Umsatz sei zwar um zwei Prozent auf 40,73 Mrd. Dollar gestiegen, der bereinigte Nettogewinn aber um 67 Prozent auf 2,39 Mrd. Dollar eingebrochen. Grund für die schrumpfenden Margen: milliardenschwere Investitionen in den Schnelllieferdienst „Taobao Instant Commerce“ und den KI-Ausbau. Die Cloud-Sparte habe mit 36 Prozent Wachstum dafür den hellsten Lichtblick geliefert, getrieben von der wachsenden KI-Produktpalette. Darauf wette auch CEO Eddie Wu, wobei ihn ein Kassenpolster von 80 Mrd. Dollar stütze.

Amazon zieht offenbar den Prime Day auf Juni vor
Amazon plant, den Prime Day in diesem Jahr von Juli auf Juni vorzuziehen, berichtet Mashable.com unter Berufung auf Bloomberg. Seit 2015 fand das Schnäppchen-Event fast durchgängig im Juli statt, im vergangenen Jahr erstmals über vier statt zwei Tage, was die Kaufdringlichkeit spürbar gedämpft habe. Amazon wolle womöglich das frühe Back-to-School-Geschäft abgreifen und einen zeitlichen Abstand zu den mittlerweile üblichen Gegenaktionen von Walmart, Target und Best Buy schaffen.

KI statt Model: Debenhams baut Studio-Abteilungen ab
Die Debenhams Group bucht laut internen Quellen keine Models mehr für Kampagnen und Produktfotografie, berichtet Drapersonline.com. Stattdessen würden Kleidungsstücke an Mannequins fotografiert und per Software auf KI-generierte Figuren übertragen. In fünf Studio-Abteilungen – von Fotografie über Retusche bis Casting – habe es bereits Entlassungen gegeben. Ein Unternehmenssprecher wies dies gegenüber Drapers zurück: Über 99,9 Prozent der Bilder zeigten weiterhin echte Menschen. Man erforsche lediglich die Möglichkeiten der KI-Darstellungen.

Sarenza eröffnet seine erste Filiale
Der französische Online-Händler Sarenza eröffnet am 8. April sein erstes stationäres Geschäft im Einkaufszentrum L’Atoll im französischen Angers, berichtet Fashionunited.de. Unter dem Namen „Sarenza Studio“ biete die Filiale Damenmode, Schuhe und Accessoires, von Eigenmarken wie Georgia Rose bis zu Gastlabels wie Lacoste und Vanessa Bruno. Ein zweiter Standort solle im Mai folgen. Hinter dem Schritt auf die Ladenfläche stehe die Beaumanoir-Gruppe, die Sarenza 2022 von Monoprix übernommen habe und ihr erprobtes Mehrmarkenmodell nun auch auf den Schuhspezialisten ausweite.

Amazons Alexa+ lernt britisches Englisch
Amazon bringt seinen KI-gestützten Sprachassistenten Alexa+ nach Großbritannien und damit ins erste Land außerhalb der USA, berichtet Techcrunch.com. Wer einen neuen Echo kaufe, erhalte Zugang zum Early-Access-Programm; nach der Testphase bleibe Alexa+ für Prime-Mitglieder kostenlos, alle anderen müssten monatlich 19,99 Pfund zahlen. Ein Team aus Ingenieuren und Linguisten in Cambridge habe den Assistenten auf britische Redewendungen und Akzente trainiert.


Digitalisierung: Großes Budget, halbgare Strategie, enttäuschte Hoffnungen
Zwei Drittel der Unternehmen stocken ihr Digitalisierungsbudget um durchschnittlich 30 Prozent auf, knapp ein Drittel davon fließt in KI-Projekte, berichtet die Managementberatung Horváth in ihrer „Digital Value Studie“. Nur jedes zweite Unternehmen verfüge über eine ganzheitliche Digitalstrategie, lediglich ein Drittel prüfe Umsetzungsrisiken vorab. In Deutschland liege die Verantwortung mit 70 Prozent bei den CIOs statt auf Vorstandsebene – ein technischer Tunnelblick, der den geschäftlichen Mehrwert aus dem Blickfeld rücke. Die Ernüchterung folge auf dem Fuß: 66 Prozent der Befragten hielten die verfügbaren KI-Angebote für unreif.

Europas Cloud-Chefs gegen „Souveränitäts-Washing“
25 europäische Cloud-CEOs werfen den US-Hyperscalern in einem offenen Brief „Souveränitäts-Washing“ vor, berichtet Heise.de. AWS, Microsoft und Google hielten rund 70 Prozent des europäischen Marktes, schmückten sich gerne mit dem Etikett „souverän“, müssten aber amerikanischen Behörden weiterhin Datenzugriff erlauben. Die im Branchenverband CISPE organisierten Unternehmen forderten für den geplanten „Cloud and AI Development Act“ unter anderem: Eine belastbare Souveränitätsdefinition, reservierte Beschaffungsanteile nach dem Motto „Buy European“ und die Stärkung von Open Source.

Jeder dritte EU-Bürger büffelt inzwischen online
Gut ein Drittel aller EU-Internetnutzer hat 2025 im Internet gebüffelt, meldet Eurostat. 17,3 Prozent hätten gezielt Online-Kurse absolviert, während 30,5 Prozent auf frei verfügbare Lernmaterialien zurückgegriffen hätten. Der Anteil sei von 21,4 Prozent im Jahr 2019 auf 34,8 Prozent gestiegen – ein Zuwachs, der das Klassenzimmer immer weiter ins WLAN verlege. Die Niederlande führten mit 60,2 Prozent an Wissbegierigen, dicht gefolgt von Irland und Finnland.
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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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