SEA - Amazon klotzt mit Werbung bei Google

SEA - Amazon klotzt mit Werbung bei Google

Gute Suchmaschinenwerbung ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Onlinehändlern. Und hier ist Amazon das Nonplusultra. Es wird geklotzt, nicht gekleckert. Aber auch die Konkurrenz stockt hier ihre Budgets massiv auf, wie eine große Nielsen-Übersicht der Brutto-Werbeumsätze zeigt.

Steffen GerthSteffen GerthRedakteur Der Handel und etailment
2 Min.· Aktualisiert am
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Schnell mal eine Mini-Marktforschung gemacht und wahllos folgende Begriffe gegoogelt: Kopfhörer, Kugelschreiber, Herren-Unterhose und Kondome. In jedem Fall ist Amazon unter den ersten drei, vier Internetadressen, wo der Kunde diese Produkte kaufen kann. Man könnte stundenlang weiter machen und alle möglichen Begriffe eingeben, das Ergebnis wird immer ähnlich sein: Amazon grüßt stets an vorderer Stelle mit der Aufforderung: "Kauf bei mir!" Das hat einen Grund: Es gibt keinen zweiten Onlinehändler in Deutschland, der mehr in Suchmaschinenwerbung (Search Engine Advertising, SEA) investiert als Amazon. Rund 117 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2018 sind etwa 60 Prozent der gesamten Werbeausgaben des Unternehmens, wie die Werbemarktforscher von Nielsen ermittelt haben.

Werbeinvestitionen in Search Advertising

Auch bei den Gesamtwerbeinvestitionen (ohne Social Media) ist Amazon der Budget-König der Branche.

Erfolg hat nur, der die Suchenden finden lässt



Klotzen im Suchmaschinenwerbung ist einer der Gründe für den Amazon-Erfolg, hier wird traditionell geklotzt, und aufgrund des gewaltigen Sortiments ist auch die Key-Word-Palette entsprechend groß - der suchende Online-Konsument kommt faktisch nicht an Amazon vorbei.

Das wissen auch die Konkurrenten, und sie haben entsprechend ihre Budgets für Suchmaschinenwerbung enorm aufgestockt, etwa Media-Saturn, Ikea - und besonders Bett1. Mehr als viermal so viel wie im Vorjahreszeitraum buttert gar das Männerschöneranziehportal Outfittery in diese Werbeform. Denn alle wissen: Erfolg im Netz hat nur derjenige, der vom suchenden Kunden auch so schnell wie möglich gefunden wird. Und deswegen bekomm auch derjenige, der einen Pfannkuchenwender sucht, ihn zuerst bei Amazon angeboten.

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Steffen Gerth
Geschrieben vonSteffen Gerth

Redakteur Der Handel und etailment

Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

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