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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.
David WöllensteinRedakteurHANDEL NATIONAL
KI-Agenten sollen bis 2030 für 17 Mrd. Euro einkaufen
Autonome KI-Agenten könnten bis 2030 in Deutschland E-Commerce-Umsätze von bis zu 17 Mrd. Euro erzielen, so eine Studie von Strategy& laut Mobiflip.de. Europaweit beziffern die Autoren das Potenzial dieses Agentic Commerce auf 109 Mrd. Euro, was rund 15 Prozent des gesamten Online-Handels entspräche. Auch die operativen Kosten im Kundenservice könnten sich bis 2029 um bis zu 30 Prozent senken lassen. Die neue Technologie verbreite sich viermal schneller als seinerzeit der klassische E-Commerce.
Deutschlandtrend: Deepfakes ängstigen mehr als Jobverlust
45 Prozent der Deutschen glauben, Künstliche Intelligenz werde das Leben in den nächsten fünf Jahren verschlechtern; 38 Prozent erwarten eine Verbesserung, zitiert Textilwirtschaft.de den aktuellen ARD-Deutschlandtrend. Einzig die 18- bis 34-Jährigen blickten mehrheitlich optimistisch auf KI. Als größte Gefahr stuften die Befragten Deepfakes ein: 91 Prozent sähen hier ein großes oder sehr großes Risiko. Ähnlich hoch falle die Sorge vor nicht unterscheidbaren Fake-News aus. Der befürchtete Jobverlust rangiere dagegen deutlich niedriger: Ein Drittel halte ihn für ein weniger großes Risiko.
HANDEL INTERNATIONAL
Amazon verlangt 3,5 Prozent Treibstoffzuschlag von FBA-Händlern
Amazon erhebt, vorerst nur in Nordamerika, ab dem 17. April einen Treibstoffzuschlag von 3,5 Prozent auf alle Fulfilled-by-Amazon-Sendungen, berichtet T3N.de. Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran habe die Ölpreise weltweit nach oben getrieben, so die Begründung. Einen vergleichbaren Aufschlag gab es zuletzt 2022 während des Ukraine-Kriegs. Ein Amazon-Sprecher habe erklärt, dass der Zuschlag „auf absehbare Zeit“ bestehen bleibe. Auch wenn es keine offiziellen Zahlen gäbe, würde der Großteil der Drittanbieter mit FBA arbeiten.
China hat neue Leitlinien für den heimischen E-Commerce veröffentlicht, berichtet Retail-Insight-Network.com. Das Handelsministerium fordere darin eine Balance zwischen Wachstum und Regulierung. Geplant seien Pilotzonen für den grenzüberschreitenden Handel, um neue Vorschriften und Standards zu entwickeln, sowie die Unterstützung chinesischer Plattformen bei der Auslandsexpansion. Die Richtlinien folgen auf den ersten Besuch von EU-Parlamentariern seit acht Jahren und auf den wachsenden Druck aus Brüssel wegen unsicherer Produkte und eingeschränktem Marktzugang. Letzteres werde aber kaum adressiert: Es sei lediglich von einer vagen „Expressspur für ausländische Waren“ die Rede.
Der niederländische Postkarten-Versender Kaartje2go hat bei der 25. Ausgabe der „Dutch Shopping Awards“ den Hauptpreis als bester Online-Shop des Jahres gewonnen, berichtet Ecommercenews.eu. Die Jury habe zudem Decathlon für Nachhaltigkeit, Zalando für Innovation und KI sowie Super Ninja als besten Amazon-Marktplatz-Seller ausgezeichnet. Bei den Publikumspreisen, die je zur Hälfte auf Kundenstimmen und Expertenbewertungen basieren, hätten sich in 29 Kategorien unter anderem Albert Heijn, About You und Easytoys durchgesetzt. Die Rangliste der am schnellsten wachsenden Online-Shops führe Mother’s Earth an.
EuGH stärkt Shops bei Gebühren für Kleinbestellungen
Bearbeitungsgebühren bei Unterschreiten eines Mindestbestellwerts gehören nicht zwingend zum Endpreis, urteilte der EuGH laut Haendlerbund.de. Im konkreten Fall habe ein Staubsaugerzubehör-Shop eine Pauschale von 3,95 bis neun Euro erhoben, wenn der Bestellwert unter 29 Euro lag. Das Gericht stufe solche Gebühren als situationsabhängige Zusatzkosten ein, nicht als festen Preisbestandteil. Voraussetzung sei, dass die Pauschale vermeidbar, transparent und angemessen bleibe. Eine Einrechnung in den Produktpreis würde die Vergleichbarkeit sogar verzerren, meinten die Richter.
Europas Autoteile-Shops verlieren 6,4 Prozent Kundschaft
Die Besuchsfrequenz europäischer Autoteile-Online-Shops ist 2025 um 6,4 Prozent gesunken, zitiert Auto.news den Report „AA-Stars 2026“ von Speed4Trade. Die Talfahrt habe sich im zweiten Halbjahr mit minus 8,9 Prozent sogar beschleunigt. 18 von 22 untersuchten Ländern seien betroffen, Deutschland liege mit minus 7,8 Prozent unter dem Schnitt. Gegen den Abschwung stemme sich Schweden mit einem Plus von 7,6 Prozent. Eine Trendwende zeichne sich kurzfristig nicht ab.
De'Longhi kämpft gegen täuschend echten Online-Betrug
Ein täuschend echter Fake-Shop unter der Adresse Delonghischweiz.com verkauft angeblich Kaffeemaschinen von De'Longhi zu Schleuderpreisen, berichtet SRF.ch. Ein Käufer aus Luzern habe eine Maschine für 116 Franken gekauft, die regulär 400 bis 500 Franken kosten würde, und bislang nur eine Bestätigungs-Mail mit dubiosem Absender bekommen. De'Longhi bestätigte gegenüber dem SRF, dass sich bereits mehrere Geschädigte gemeldet hätten. Das Rechtsteam arbeite an der Sperrung, die sich allerdings Wochen hinziehen könne, da solche Seiten häufig aus China betrieben würden.
Shopify stellt kostenlose B2B-Funktionen für alle Händler bereit
Shopify stellt seine B2B-Funktionen ab sofort in allen Tarifen kostenlos bereit, berichtet Retail-News.de. Die Großhandels-Werkzeuge seien bislang nur größeren Händlern zugänglich gewesen, nun könnten alle Nutzer individuelle Preisgestaltung, automatisierte Bestellprozesse und zentrale Kundenverwaltung über eine einzige Plattform steuern. Händler könnten klein starten und bei wachsendem Bedarf nahtlos skalieren, ohne ihre digitale Infrastruktur umbauen zu müssen.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Wie der B2B-Handel vom Autonomous Commerce profitiert
Online-Händler sollten schon jetzt die Grundlagen schaffen, damit KI-Agenten im B2B-Handel Beschaffung, Preisverhandlungen und Bestellprozesse autonom übernehmen können – wie, das erklärt Etailment-Experte Markus Rohmeyer.
Jede vierte Kündigung in den USA ging im März auf Künstliche Intelligenz zurück, berichtet T3N.de. Noch im November 2025 habe der KI-Anteil unter einem Prozent gelegen. Allein im Tech-Sektor seien 2026 bisher über 52.000 Stellen weggefallen, angetrieben vor allem durch den Großabbau bei Dell. Insgesamt lagen die Entlassungszahlen im März allerdings 78 Prozent unter dem Vorjahreswert, die Arbeitslosenanträge näherten sich einem Zweijahrestief.
Datenschutz wird zum Wettbewerbsvorteil
Datenschutz entwickelt sich für Unternehmen vom reinen Pflichtprogramm zum strategischen Vorteil, zitiert Heise.de eine Untersuchung der Stiftung Datenschutz. Knapp die Hälfte der befragten Führungskräfte sehe den europäischen Datenschutzstandard als echten Standortfaktor, auch im Vergleich zu den USA. Der Weg dorthin bleibe allerdings holprig: Jedes zweite Unternehmen erkenne weiterhin Nachholbedarf bei der DSGVO-Umsetzung. Als größte Bremse hätten die Befragten fehlendes Wissen in der Belegschaft genannt. Auch 90 Prozent der Bürger bewerteten den Schutz ihrer Daten im Netz als wichtig oder sehr wichtig.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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