
Barzahlen.de startet als BarPay-Konkurrent
Der Internet-Bezahldienst BarPay hat mit Barzahlen.de den lang erwarteten Konkurrenten bekommen. Das Portfolio der Onlineshops, mit denen der Dienst an den Start geht, enttäuscht allerdings.

Der Internet-Bezahldienst BarPay hat mit Barzahlen.de den lang erwarteten Konkurrenten bekommen. Das Portfolio der Onlineshops, mit denen der Dienst an den Start geht, enttäuscht allerdings.
Mit Spannung war erwartet worden, mit welchem Onlineshops der Konkurrent von Barpay starteten wird - da die Gründer gerne mit ihrer Nähe zu Rocket Internet und Zalando kokettierten. Allerdings klingt die Liste der Onlineshops, die das neue Zahlverfahren nun einbinden, weitaus weniger glamourös:
Der Elektronik-Discounter Returbo, der Baby-Mode-Anbieter tausendkind sowie der Tabaluga-Fanshop gehören zu den ersten Shops mit Barzahlen.de-Option. Ab Mitte März soll Fashionforhome.de hinzukommen. "In Kürze werden weitere, große Onlinehändler folgen", verspricht Barzahlen-Geschäftsführer Florian Swoboda.
"Das Prinzip von Barzahlen hat uns überzeugt. Vor allem sicherheitsbewusste Kunden, die ihre Finanzdaten online nicht angeben wollen, haben somit eine zuverlässige Möglichkeit, ihre Online-Einkäufe bei dm zu bezahlen", sagt dm-Geschäftsführer Christoph Werner zur Kooperation.
Als weiterer stationärer Partner sollte die Metro-Tochter Real dem neuen Bezahldienst zur Seite stehen. Das SB-Warenhaus wollte die Bezahloption auch für den eigenen Webshop nutzen, wie derhandel.de aus Unternehmenskreisen erfuhr. Doch die neue Geschäftsführung in Mönchengladbach legte sämtliche Neuprojekte auf Eis und unter Prüfvorbehalt.
Hinter Barzahlen stehen Investoren wie Florian Heinemann, Geschäftsführer Project-A Ventures (Otto-Gruppe), Martin Sinner, Geschäftsführer des Preisvergleichsportals idealo.de (Axel Springer). Der Webshop der Bild-Zeitung hat sich dennoch für das Konkurrenzsystem von BarPay entschieden, das durch eine Kooperation mit Lekkerland über rund 18.000 Akzeptanzstellen an Tankstellen und Kiosken verfügt.
In den USA praktiziert Wal-Mart für den eigenen Webshop erfolgreich ein "Pay with Cash"-Angebot, dazu muss man allerdings berücksichtigen, dass Schätzungen zufolge rund 28 Millionen US-Amerikaner keine Bankverbindung besitzen.