
Aktuelle E-Commerce-News zu Amazon, Rum X, Ceconomy, Wero, Trade Republic, Geschäftsklima, Revolut, Google Pay und weiteren Themen des Tages im Überblick.
Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
die Redaktion von Etailment.de.
Erfolgsfaktor Payment: Mehr Kosteneffizienz und Unabhängigkeit mit der richtigen Zahlungslösung
Der deutsche Handel steht unter Druck: Steigende Energiekosten, Inflation, Personalmangel und volatile Lieferketten belasten die Margen. Zuverlässige und planbare Kostenstrukturen sind wichtiger denn je. Gleichzeitig wachsen die Abhängigkeiten von internationalen Konzernen – auch bei kritischen Infrastrukturen wie Zahlungssystemen. Umso relevanter ist es für den Handel, sich nun mit der eigenen Bezahlinfrastruktur und den damit verbundenen Kosten und Abhängigkeiten zu beschäftigen.
HANDEL NATIONAL
Prime-Video-Werbung: Amazon scheitert vor Gericht
Amazon darf Werbung bei Prime Video nicht einseitig einführen, entschied das Landgericht München I laut Verbraucherzentrale Bundesverband. Der Konzern habe im Februar 2024 Bestandskunden per E-Mail irregeführt: Zwar würden Filme und Serien künftig Werbeunterbrechungen enthalten, der Preis bleibe jedoch stabil – aber: werbefreie Unterhaltung koste 2,99 Euro extra. Das Gericht wertete dies als unzulässige Vertragsänderung, da Prime Video zuvor ohne Werbung gelaufen sei und Amazon keine Berechtigung zur einseitigen Änderung besitze. Amazon müsse die Kunden nun per Berichtigungsschreiben informieren. Parallel laufe eine Sammelklage auf Schadensersatz.
Zwei Freunde auf dem Weg zum weltweiten Erfolg: Wie das Unternehmen Blockhütte zum ‚Rising Star‘ wurde und welche Rolle Amazon Ads dabei spielt
„Wir waren im selben Kindergarten“, erzählt Nils Hack, Mitbegründer von Blockhütte. Was mit zwei besten Freunden, einer gemeinsamen Vision für nachhaltige Lunchboxen und einer Investition von 3.000 € begann, hat sich zu einem Unternehmen mit einem Umsatz von 6 Millionen € entwickelt. Ihre Geschichte ist nur eine von vielen faszinierenden Erfolgsgeschichten, die in der innovativen Doku-Serie „Rising Stars by Amazon Ads“ vorgestellt werden, die die wahren Geschichten hinter aufstrebenden Marken aus Europa erzählt.
Mittelstand erzielt 306 Mrd. Euro online
Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland erwirtschafteten 2024 insgesamt 306 Mrd. Euro mit Online-Verkäufen, wie KfW Research mitteilt. Das bedeute einen Anstieg um elf Prozent – die Gesamtumsätze im Mittelstand seien nominal nur um zwei Prozent gestiegen. Nach dem pandemiebedingten Höchststand von 325 Mrd. Euro 2021 und einem Einbruch auf 276 Mrd. Euro 2023 liege der digitale Vertrieb nun wieder über der 300-Milliarden-Schwelle. 22 Prozent aller KMU verkauften über digitale Kanäle.
Maximale Verfügbarkeit: Wie die GRUBE KG ihren Onlinehandel resilient und sicher macht
Die GRUBE KG zeigt, wie digitale Transformation im Mittelstand gelingt: Europas führender Anbieter für Forstbedarf erzielt 80 % seines Umsatzes online und setzt dabei auf hochverfügbare Glasfaser, starke IT-Security und skalierbare Infrastruktur von EWE. So bleiben Shop, Logistik und Mitarbeitende jederzeit erreichbar – und das Wachstum europaweit abgesichert. Mehr
Start-ups: Ein Marktplatz nur für Rum
Rum X vermittelt Rum. Und sonst gar nichts. Das Stuttgarter Start-up verknüpft einen Marktplatz für Rums aller Preisklassen und Herkünfte mit einer Community, die Tausende von Verkostungsnotizen dalässt. Das ermöglicht spitze Beratung durch Schwarmintelligenz. Und einen stark steigenden vermittelten Umsatz, wie Etailment.de in einem Start-up-Porträt schreibt. Anmerkung: Wir hatten Rum X versehentlich nach Hamburg verpflanzt. Das ist korrigiert.
Ceconomy erzielt 5,7 Mrd. Euro online
Ceconomy (Mediamarkt, Mediaworld, Saturn) hat im Geschäftsjahr 2024/25 einen Gesamtumsatz von 23,1 Mrd. Euro erzielt, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Das Online-Geschäft sei um 13,3 Prozent auf 5,7 Mrd. Euro gewachsen – der Online-Anteil am Gesamtumsatz habe damit 26 Prozent erreicht. Die Profitabilität sei deutlich gestiegen, das bereinigte EBIT liege bei 378 Mio. Euro. Der Marktplatz, präsent in acht Ländern, habe ein Handelsvolumen von 527 Mio. Euro erreicht – ein Plus von 90 Prozent zum Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2026 erfolge die Übernahme durch JD.com.
Deutsche Bank bringt Wero zu 19 Mio. Kunden
Die Deutsche Bank hat Wero für ihre 19 Mio. Kunden in Deutschland gestartet, berichtet Welt.de. Nutzer der Deutschen Bank und Postbank könnten nun europaweit in Sekundenschnelle Geld versenden und in teilnehmenden Online-Shops bezahlen. Die Paypal-Alternative sei damit bei Deutschlands größtem Geldhaus angekommen, nachdem sich Anfang Dezember bereits die Smartphone-Bank N26 angeschlossen habe.
Wertvollstes deutsches Start-up: Trade Republic
Trade Republic ist mit 12,5 Mrd. Euro das wertvollste deutsche Start-up, meldet Golem.de. Die Berliner Neobank habe damit die Rüstungsfirma Helsing überholt und seine Bewertung seit 2022 mehr als verdoppelt. Mit Vollbanklizenz, niedrigen Gebühren für Aktienhandel, hohen Tagesgeldzinsen und kostenlosen ETF-Sparplänen setze das rein App-basierte Unternehmen etablierte Banken unter Druck. Die Sparkassen wollten ab 2026 mit einfacherem Wertpapierangebot reagieren. Allerdings stehe Trade Republic immer wieder wegen Servicemängeln in der Kritik – zuletzt wegen langer Wartezeiten bei Depotübertragungen.
Handel blickt pessimistisch ins neue Jahr
Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Dezember auf 87,6 Punkte gesunken, nach 88,0 Punkten im November. Die Stimmung unter deutschen Unternehmen habe sich damit erneut eingetrübt. Besonders düster falle die Lage im Handel aus: Die Einzelhändler zeigten sich unzufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft und korrigierten ihre Urteile zur aktuellen Lage nach unten. Auch der Ausblick auf das erste Halbjahr 2026 bleibe pessimistisch – das Jahr ende ohne Aufbruchstimmung.
Revolut wird in Großbritannien Mobilfunkanbieter
Der britische Fintech-Konzern Revolut startet im Januar 2026 ein eigenes Mobilfunknetz namens „Revolut Mobile“, berichtet Techradar.com. Auf der Basis von Vodafones Infrastruktur biete das Angebot unbegrenzt mobile Daten (5G, 100 Mbps), Telefonie und SMS plus eine kostenlose Nord-VPN-Lizenz für 14,99 Pfund im Monat. Geschäftskunden könnten bis zu drei Rufnummern parallel verwalten, zudem seien leicht merkbare „VIP-Nummern“ erhältlich. Bereits im Jahr 2024 brachte die Neobank weltweit funktionierende eSIMs auf den Markt.
Google Pay bringt digitale UPI-Kreditkarte nach Indien
Google startet in Indien seine erste UPI-verknüpfte Kreditkarte „Flex by Google Pay“, berichtet Techcrunch.com. Weniger als 50 Mio. der 1,4 Mrd. Inder besäßen eine Kreditkarte, während das staatliche Zahlungssystem UPI bereits Hunderte Millionen Menschen erreiche. Die digitale Karte verbinde nun erstmals Kreditfunktionen mit UPI und belohne Transaktionen mit Rupien-Punkten.
Arbeitskosten in EU um 3,7 Prozent gestiegen
Die Arbeitskosten je Stunde stiegen im dritten Quartal in der EU um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, meldet Eurostat. Die Eurozone verzeichne 3,3 Prozent Zuwachs. Bulgarien führe die Länderliste mit 12,4 Prozent an – gefolgt von Litauen, Kroatien und Ungarn. Frankreich bleibe mit 1,3 Prozent am unteren Ende. Deutschland liege bei 3,6 Prozent, Österreich bei 2,1 Prozent.
Fast Fashion und Junkfood: Influencer verschleiern Werbung
Eine Studie der Europäischen Konsumentenorganisation BEUC enthüllt massive Transparenzmängel im Influencer-Marketing, berichtet Handelszeitung.ch. Die Untersuchung von 650 Social-Media-Inhalten in zwölf europäischen Ländern zeige, dass gesponserte Posts für Fast Fashion und ungesunde Lebensmittel häufig als persönliche Empfehlungen getarnt seien. Klare Kennzeichnungen bezahlter Partnerschaften fehlten oft oder blieben mehrdeutig. Influencer würden gezielt mit Emotionen spielen, um Intimität vorzutäuschen, was besonders bei Jugendlichen die Kritikfähigkeit senke und den Konsum fördere.
Jeder zehnte US-Beschäftigte arbeitet täglich mit KI
Fast jeder vierte US-Beschäftigte nutzt mittlerweile mehrmals pro Woche KI-Tools am Arbeitsplatz, berichtet Businessinsider.de. Binnen eines Jahres habe sich die wöchentliche Nutzung von zwölf auf 23 Prozent nahezu verdoppelt, die tägliche Verwendung sei von vier auf zehn Prozent gestiegen. Am häufigsten würden die Systeme zum Bündeln von Informationen und Generieren von Ideen eingesetzt, gefolgt von Lernzwecken und der Automatisierung banaler Aufgaben. Chatbots wie ChatGPT oder Claude dominierten dabei mit 61 Prozent Nutzungsanteil.
KI-Agenten stellen den E-Commerce auf den Kopf
Laut Adam Hiatt von Spreedly könnten KI-Agenten den E-Commerce auf den Kopf stellen, berichtet Pymnts.com. Da Kunden nicht mehr Online-Shops aufsuchen müssten, sondern personalisierte Angebote geliefert bekämen, ändere sich der Fokus: Die Kundenintention werde zum wichtigsten Gut, denn die Basis für automatisierte Kaufvorschläge seien Präferenzen, Loyalitäten und Einschränkungen des Kunden. Allerdings hake es noch bei der Skalierung: Nicht nur Protokolle oder Transparenz stellten Probleme dar. Zentral sei die Identitätsfrage: Wie verifiziert man legitime Agenten, die autonom kaufen, verhandeln und auf sensible Daten zugreifen dürften?