Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von Etailment.de.
AI meets Loyalty: Das Ende klassischer Loyalty-Programme – oder der Anfang von etwas Neuem?
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HANDEL NATIONAL
95 Prozent der Online-Shops von Betrug betroffen
95 Prozent der deutschen Online-Händler sind schon Opfer von Betrug gewesen, berichtet Onlinehaendler-News.de. Drei Viertel der Händler hätten schon Fälle von Identitätsdiebstahl erlebt, doch üblich sind auch falsche Angaben, Missbrauch von Zahlungsdaten, Bestellbetrug oder die Übernahme von Kundenkonten. Über ein Viertel der Betroffenen habe jährliche Verluste von über 100.000 Euro hinnehmen müssen. Besonders vor umsatzstarken Aktionstagen wie dem Black Friday steige das Risiko sprunghaft.
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Flink sucht 87 Mio. Euro für weiteres Wachstum
Der Berliner Schnelllieferdienst Flink benötigt bis zu 87,5 Mio. Euro für den weiteren Betrieb, berichtet Wiwo.de. Die Gesellschafter sollen noch vor Weihnachten über ein Wandeldarlehen abstimmen, das Geld solle bis Ende Juni fließen. Ein Flink-Sprecher habe die Maßnahme relativiert: Es handele sich lediglich um eine vorsorgliche Maßnahme, keine laufende Finanzierungsrunde. Nach dem Rückzug der Konkurrenten Gorillas und Getir sei Flink als alleiniger Anbieter übrig geblieben und expandiere weiter. Das Start-up habe zuletzt schwarze Zahlen geschrieben und im Vorjahr 600 Mio. Euro umgesetzt.
Bayern hat die höchste Kaufkraft
Deutsche Mittelstädte bleiben die attraktivsten Einzelhandelsstandorte, wie die NIQ-Studie „Einzelhandelszentralität 2025“ zeigt. Zweibrücken führe mit einem Zentralitätswert von 226,0 das Ranking an und ziehe mehr als doppelt so viel Kaufkraft an, wie die Stadt selbst generiere. Die durchschnittliche Einzelhandelskaufkraft liege bei 6.226 Euro pro Kopf, wobei sieben der zehn kaufkräftigsten Kreise in Bayern lägen. Der Landkreis Starnberg verzeichne mit 7.952 Euro die höchste Kaufkraft, Gelsenkirchen mit 5.254 Euro die niedrigste.
Exportstimmung bleibt im Graubereich
Die Exporterwartungen der deutschen Wirtschaft sind im November auf minus 3,4 Punkte gefallen, wie das Ifo-Institut meldet. Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, konstatiere eine bestenfalls durchwachsene Stimmung ohne erkennbare Erholungssignale. Besonders ernüchternd: Nach zwei optimistischen Monaten rechne die Automobilwirtschaft wieder mit schrumpfenden Auslandsgeschäften – ebenso wie die Nahrungs- und Metallhersteller. Lichtblicke zeigten sich lediglich bei elektrischen Ausrüstungen und in der Lederindustrie.
BLACK FRIDAY
Nur jeder Achte will sicher an Black Friday einkaufen
Nur 13 Prozent der Deutschen planen sicher einen Einkauf am Black Friday, wie Retail-News.de eine Studie des Sinus-Instituts zitiert. Weitere 34 Prozent hielten dies für immerhin wahrscheinlich, während 38 Prozent eher oder komplett ablehnend reagierten. Besonders skeptisch seien die Konsumenten gegenüber den Rabatten selbst: 64 Prozent empfänden sie als Scheinangebote, nur 45 Prozent gaben an, jemals echte Schnäppchen gemacht zu haben. Außerdem sei über die Hälfte der Verbraucher von der aggressiven Werbung genervt.
Ihr Leitfaden für Amazon Ads während der Haupt-Shopping-Saison
Die Feiertags-Shopping-Saison rückt näher und Amazon Ads bietet Lösungen an, die dazu beitragen können, dass deutsche Unternehmen aller Größen zu diesen Haupt-Shopping-Zeiten Kunden erreichen. Shopping-Events in der Feiertagssaison wie Black Friday und Cyber Monday eröffnen Werbetreibenden wertvolle Chancen, Kunden zu erreichen, die aktiv einkaufen und bereit sind, neue Marken zu entdecken. Mehr
Cyberkriminelle setzen bevorzugt auf Amazon-Imitate
Phishing-Angriffe auf Black-Friday-Käufer sind in den USA seit Anfang November um 620 Prozent gestiegen, meldet der Cybersecurity-Anbieter Darktrace. Besonders Angriffe, die bekannte Händler wie Walmart oder Best Buy imitierten, hätten sich in der vergangenen Woche um 54 Prozent erhöht. Amazon stehe mit 80 Prozent aller Phishing-Versuche bei globalen Marken an der Spitze – weit vor Apple, Netflix oder Paypal. Während der Black-Friday-Woche vom 22. bis 29. November rechne Darktrace mit einem weiteren Anstieg um 20 bis 30 Prozent.
HANDEL INTERNATIONAL
Frankreich will Shein für drei Monate sperren
Die französische Regierung fordert wegen des Verkaufs kindähnlicher Sexpuppen und verbotener Waffen eine dreimonatige Sperrung von Shein, berichtet Reuters.com. Das Unternehmen habe seinen Marktplatz bereits am 5. November deaktiviert, die eigene Kleiderkollektion bleibe aber weiterhin abrufbar. Auch andere Online-Plattformen geraten ins Visier: So habe die Verbraucherschutzbehörde DGCCRF festgestellt, dass die Problem-Puppen auch bei Aliexpress und Joom angeboten würden, während es Wish, Temu und Amazon weiterhin versäumten, minderjährige Käufer angemessen zu schützen.
Pinterest: Vom Moodboard zur Shopping-Suchmaschine
Pinterest-CEO Bill Ready hat die Plattform von der Tiktok-Konkurrenz zur visuellen Suchmaschine umgebaut, berichtet Businessinsider.com. Mit 80 Mrd. monatlichen Suchanfragen und 600 Mio. Nutzern – über die Hälfte davon Gen Z – sei die Suche nun das Kerngeschäft. Nutzer könnten Produkte direkt aus Inspirationsbildern kaufen, KI-Tools personalisierten die Ergebnisse nach Körpertyp und Hautton. Zwei Drittel des Geschäfts entfielen bereits auf kaufnahe Werbung. Die Strategie zahle sich bei den Nutzern aus, allerdings fiel der Aktienkurs nach schwachen Quartalszahlen um über 20 Prozent.
Klarna startet eigenen Stablecoin nach Strategiewende
Klarna bringt 2026 einen eigenen Stablecoin namens „KlarnaUSD“ auf den Markt, berichtet das Manager-Magazin. CEO Sebastian Siemiatkowski, bislang Kryptoskeptiker, begründe die Kehrtwende mit dem starken Marktwachstum – Krypto sei inzwischen schnell, kostengünstig und skalierbar. Der vollständig an den Dollar gekoppelte Coin solle zunächst für Händlerauszahlungen, Rückerstattungen und grenzüberschreitende Abwicklungen dienen. Der Strategiewechsel falle in die Zeit nach dem Börsengang, in der das schwedische Fintech sein Bankkonto ausbaue.
Alibaba setzt trotz halbierten Gewinns voll auf KI
Alibaba steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um fünf Prozent auf umgerechnet 29,7 Mrd. Euro, berichtet Scmp.com. Allerdings sei der Nettogewinn um 52 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro gesunken, was das Unternehmen nicht davon abhalte, massiv in KI-Infrastruktur zu investieren. Alibaba Cloud sei um 34 Prozent gewachsen, KI-bezogene Produkte hätten das neunte Quartal in Folge dreistellige Wachstumsraten verzeichnet. Der hauseigene Qwen-Chatbot habe als App in der ersten Woche über zehn Mio. Downloads erreicht.
Billa stellt tschechischen Online-Shop ein
Billa stellt ihren Online-Shop in Tschechien zum 31. Januar 2026 ein, wie die Handelskette auf Billa.cz mitteilt. Die Supermarktkette setze künftig vollständig auf Quick Commerce per Express-Lieferdienste, die effizienter mehr Kunden erreichen könnten. Parallel habe das Unternehmen in diesem Jahr über 100 Mio. Euro in 15 neue Filialen und 43 Renovierungen gesteckt. Auch die Digitalisierung laufe weiter: KI optimiere bereits die Warenbestände; digitale Preisschilder und Self-Checkout-Kassen modernisierten die Läden. Auch Billa Österreich habe bereits seine Online-Pforten geschlossen.
Cargurus verlegt Europazentrale nach Dublin
Die US-Autoplattform Cargurus verlegt ihre Europazentrale nach Dublin, berichtet Siliconrepublic.com. Das neue Büro am One Grand Parade solle Top-Talente aus Irland anziehen und die Stadt als Innovationszentrum stärken. Cargurus, 2006 gegründet und mit über 1.200 Mitarbeitern in den USA, Großbritannien und Kanada aktiv, sei bereits seit 2016 in Dublin präsent.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Cyberkriminalität wird zur autonomen Industrie
Cyberkriminalität entwickelt sich 2026 zu einer weitgehend automatisierten Branche, warnt Trend Micro in seinem Sicherheitsbericht. KI-gestützte Angriffskampagnen liefen künftig zunehmend autonom ab – von der Zielidentifizierung bis zur Lösegeldforderung. Besonders problematisch seien adaptive Malware-Varianten, die ihren Code kontinuierlich anpassen, sowie KI-generierte Deepfakes für Social Engineering. Ransomware-Gruppen nutzten bereits automatisierte Verhandlungssysteme, die eigenständig mit Opfern kommunizierten. Als primäre Angriffsziele identifiziert der Bericht Hybrid-Cloud-Infrastrukturen und Software-Lieferketten, insbesondere durch manipulierte Open-Source-Komponenten.