3D-Illustration zu E-Commerce-Themen: Handel, Zahlung, digitaler Euro und Logistik
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Bugatti, Zoll, Ceconomy, Mastercard, digitaler Euro, Amazon, Walmart, Linkedin, Fatface + Zalando, KI-Servicebots, KI-Agenten

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Bugatti öffnet Online-Pforten in Italien
Die Herforder Bugatti GmbH hat einen eigenen Online-Shop für den italienischen Markt gestartet, berichtet Fashionunited.de. Italien sei nach Österreich und den Niederlanden der dritte Auslandsmarkt mit dediziertem Ländershop und Italien der zweitwichtigste Exportmarkt des Herrenmodeherstellers. Den deutschen Online-Shop betreibe das Unternehmen bereits seit 14 Jahren.

Zoll klopft an: 50 Strafverfahren bei Paketdiensten
Bei einer bundesweiten Schwerpunktprüfung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit am 6. Mai stellten Zollbeamte zahlreiche Verstöße in der Paketbranche fest, meldet Haendlerbund.de. Rund 2.900 Einsatzkräfte hätten 7.000 Beschäftigte befragt und über 500 Geschäftsunterlagen gesichtet. Daraus seien mehr als 50 Strafverfahren und etwa 330 Ordnungswidrigkeiten hervorgegangen, weitere 1.700 Hinweise würden noch geprüft. Im Fokus stünden Mindestlohn, Sozialversicherungspflicht und Aufenthaltsrecht.

Ceconomy verdient 28,5 Prozent online
Der Ingolstädter Elektronikhändler Mediamarkt-Saturn hat im ersten Halbjahr 2025/26 den Umsatz um vier Prozent auf 13,1 Mrd. Euro gesteigert, meldet Augsburger-Allgemeine.de. Der Marktplatz wachse kräftig: Über 2.600 Verkäufer böten rund vier Mio. Produkte an, mit dem jüngsten Start in der Schweiz sei man nun in den Ländern präsent, die 98 Prozent des Konzernumsatzes ausmachten. Der Online-Anteil liege bei 28,5 Prozent. Der Gewinn aus dem Kerngeschäft vor Steuern sei auf 347 Mio. Euro geklettert.

Mastercard lässt KI-Agenten Tickets kaufen
Mastercard hat in Deutschland die erste authentifizierte agentische Zahlung durchgeführt, meldet Boersen-Zeitung.de. Ein KI-Agent des Partners PayOS habe über die Plattform Priceless.com Termine vorgeschlagen und eine Eventbuchung samt Bezahlung eigenständig abgewickelt. Sogenannte agentische Token verschlüsselten dabei Zahlungsdaten und verifizierten die Identität, bestätigt über „Mastercard Payment Passkeys“. Zusatzdaten ließen die beteiligten Banken agentische Zahlungen von klassischen E-Commerce-Transaktionen unterscheiden.

Digitaler Euro: Datenschützer wollen Flohmarkt-Anonymität
Die französische und die deutsche Datenschutzbehörde, CNIL und BfDI, fordern einen anonymen Offline-Modus für den digitalen Euro, meldet Heise.de. Nur so lasse sich die Dominanz von Visa und Mastercard brechen, die über 60 Prozent der Kartenzahlungen in der Eurozone abwickelten. Beim Offline-Modus flössen Token direkt zwischen Geräten – so privat wie ein Zehn-Euro-Schein auf dem Flohmarkt. Die EZB plane Beta-Tests ab Anfang 2027, eine Einführung könne ab 2029 folgen.


HANDEL INTERNATIONAL


Bei Amazons Marktplatz-Betreuern wird weiter entlassen
Amazon hat in dieser Woche erneut Stellen gestrichen, diesmal in der Organisation „Selling Partner Services“, berichtet Businessinsider.com. Die betroffene Einheit betreut Millionen von Drittanbietern auf dem Marktplatz. Ein Sprecher des Konzerns habe von einer „kleinen Zahl“ betroffener Beschäftigter gesprochen, ohne konkrete Angaben zu machen. Damit setze Amazon seine Entlassungswelle fort, die im Oktober und Januar schon 30.000 Stellen gekostet habe und im März auch die Robotik-Sparte traf.

Walmart räumt im Tech-Team auf: 1.000 Stellen wackeln
Walmart streicht oder verlagert rund 1.000 Stellen in seinen globalen Technologie- und Produktteams, berichtet Retaildive.com unter Berufung auf ein internes Memo. Betroffene Beschäftigte sollten nach Bentonville oder Nordkalifornien umziehen, heiße es darin. Hintergrund sei eine konzernweite Globalisierungsstrategie, die Doppelarbeit reduzieren und Verantwortlichkeiten schärfen solle. Mit KI habe der Schritt laut Quelle nichts zu tun. Vor einem Jahr traf ein vergleichbarer Umbau bereits 1.500 Stellen.

Linkedin wächst zweistellig und kündigt fünf Prozent
Linkedin organisiert rund fünf Prozent seiner 17.500 Beschäftigten weg, was etwa 875 Stellen entspricht, berichtet Heise.de. Die Microsoft-Tochter habe die Kündigungswelle grundsätzlich bestätigt, der genannten Prozentzahl aber widersprochen, ohne aber eine eigene zu nennen. Hintergrund sei nicht die KI, sondern eine klassische Umstrukturierung zugunsten wachsender Geschäftsbereiche. Im dritten Microsoft-Finanzquartal 2026 habe Linkedin den Umsatz um zwölf Prozent gesteigert – das fünfte Quartal in Folge mit beschleunigtem Wachstum.

Fatface zieht im Zalando-Schlepptau durch zwanzig Länder
Die britische Lifestyle-Marke Fatface startet über Zalando in 20 weiteren europäischen Märkten, darunter Frankreich, Spanien, Italien, die Niederlande sowie Polen, Rumänien und Ungarn, berichtet Fashionnetwork.com. Angeboten würden Damen- und Herrenmode, Accessoires, Schuhe sowie die Premium-Linie „Copper & Black“. Der Schritt baue auf dem Deutschland-Start der Marke auf Zalando im August 2025 auf, wo sich der Umsatz seither verdoppelt habe.

Aus zwei mach eins: Amazons neuer KI-Shopper hört zu
Amazon verschmilzt seinen Produkt-Bot Rufus mit dem Sprachassistenten Alexa+ zu „Alexa for Shopping“, wie Channelx.world berichtet. Der Dienst starte zunächst für US-Kunden in der Shopping-App, auf der Website und auf Echo-Show-Geräten. Im Hintergrund arbeiteten Anthropics Claude und Amazons hauseigenes Nova-Modell. Der Assistent vergleiche Produkte, verfolge Preise, schlage beim Wunschpreis zu und könne dafür auch in fremden Online-Shops einkaufen.


Drei von vier Firmen ziehen KI-Servicebots zurück
Drei von vier Unternehmen haben mindestens einen ihrer KI-Kommunikationsagenten wieder abgeschaltet oder zurückgezogen, berichtet Techradar.com. 62 Prozent betrieben solche Agenten bereits produktiv – die verbreitete Annahme, die meisten Firmen steckten noch in der Pilotphase, treffe also nicht zu. Entwicklerteams verbrächten allerdings den Großteil ihrer Zeit damit, Leitplanken einzuziehen, statt das Kundenerlebnis zu verbessern. 76 Prozent der Befragten investierten mehr Aufwand in Vertrauen, Sicherheit und Compliance als in die KI-Entwicklung selbst.

KI-Agenten verändern die Zahlungsinfrastruktur
Agentische KI-Systeme sollen vom Empfehlungsgeber zum eigenständigen Käufer aufrücken und werden das Schwergewicht des Online-Handels von der Kasse zur Zahlungsinfrastruktur verlagern, prognostiziert Pymnts.com. 48 Prozent der Verbraucher zeigten sich „zumindest etwas“ offen dafür, Lebensmittelkäufe oder Abo-Verwaltung an KI-Agenten zu delegieren, 44 Prozent auch den Geschenkekauf. Klassische Metriken wie Warenkorb-Abbruchraten verlören an Gewicht, Kartennetzwerke und Fintechs positionierten sich künftig als Regelhüter für maschinelle Transaktionen.
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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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