3D-Illustration zu eBay, PayPal, DHL, Mister Spex und Datensicherheit im E-Commerce
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Ebay + Paypal, Kleinanzeige.de, DHL + JD.com, Mister Spex, DMA + Google, Ebay, Mirakl, Portugal, SEO ist tot, Datenlecks, Online-Werbung

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Ab März: Versandetiketten auf Ebay nur noch ohne Paypal
Ebay streicht Paypal als Zahlungsoption für Deutsche Post- und DHL-Versandetiketten – ab dem 16. März 2026 geht dort nichts mehr, wie die Plattform ihre Verkäufer informiert. Als Ersatz empfehle Ebay die Bezahlung per Guthaben, das sich direkt aus Verkaufserlösen speise. Reiche das Guthaben nicht aus, springe die hinterlegte Zahlungsquelle automatisch ein. Das Guthaben lasse sich außerdem für andere Gebühren verwenden oder auf ein Bankkonto auszahlen.

Kleinanzeigen.de ist jetzt auch in ChatGPT integriert
Kleinanzeigen.de ist ab sofort direkt in ChatGPT verfügbar, berichtet Retail-News.de. Statt durch Filtermasken zu navigieren, könnten Nutzer ihre Suche im freien Dialog formulieren – also etwa nach einem Regal fragen, das gut zum vorhandenen Dielenboden passe. Die KI analysiere die Beschreibung, erkenne semantische Zusammenhänge und gleiche sie mit rund 58 Mio. aktiven Inseraten ab. Persönliche Kontodaten würden dabei nicht übermittelt; die Kommunikation zwischen Käufern und Anbietern bleibe vollständig auf der Plattform.

DHL und JD.com öffnen deutschen Marken die Tür nach China
DHL und der chinesische Techkonzern JD.com wollen deutschen Marken den Weg in den chinesischen Online-Handel ebnen, berichtet Wiwo.de. Beide Unternehmen hätten eine Absichtserklärung unterzeichnet. Über JD.coms Plattform Jingdong könnten Hersteller ihre Produkte künftig direkt an mehr als 700 Mio. chinesische Kunden verkaufen – ohne eigene Niederlassung in der Volksrepublik. Außerdem sollen deutsche Marken über Joybuy auch auf dem europäischen Markt mehr Kunden erreichen.

Store Nummer 66: Mister Spex expandiert zum Ku'damm
Omnichannel-Optiker Mister Spex eröffnet heute seinen 66. Store am Berliner Kurfürstendamm, so das Unternehmen. Es sei, zehn Jahre nach dem ersten Berliner Store, bereits der siebte Standort in der Hauptstadt. Die Expansion folge einer gezielten Logik: Das Unternehmen weite sich nur dort aus, wo Bekanntheit und Nachfrage bereits etabliert seien. Neben klassischer Brillenberatung setzten die Stores auf präventive Augenvorsorge, darunter einen Augengesundheits-Check, der Wartezeiten beim Facharzt umgehen solle.

Jeder fünfte Mittelständler spürt den Wettbewerb aus Fernost
Fast jeder fünfte deutsche Mittelständler spürt wachsenden Druck durch chinesische Wettbewerber, zeigt laut Stern.de eine KfW-Sonderbefragung. Die Konkurrenz aus Fernost schlage dabei längst nicht mehr nur über den Preis zu, sondern mittlerweile auch über verbesserte Produktqualität. Besonders hart treffe es die Industrie: 34 Prozent beklagten den Preisdruck, 28 Prozent den Qualitätsdruck. Zugleich importiere rund jedes fünfte kleine und mittlere Unternehmen selbst aus China – aus Kostengründen.


HANDEL INTERNATIONAL


DMA wirkt: Google verteilt Suchfläche in der EU neu
Google verteilt seine Suchfläche in der EU neu, berichtet Händlerbund.de. Demnach sollten Drittanbieter aus den Bereichen Hotels, Flüge und lokale Services künftig prominente Plätze in den Ergebnissen erhalten, direkt neben oder unter Googles eigenen Modulen. Die Umstellung beginne mit Unterkunftssuchen, weitere Kategorien folgten schrittweise. Hintergrund sei der Digital Markets Act, dessen Verstöße Bußgelder von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes nach sich zögen – für Google, nach 9,71 Mrd. Euro Kartellstrafen seit 2017, kein theoretisches Risiko mehr. Für Händler im Reise- und Lokalbereich bedeute das mehr potenzielle Reichweite, aber auch höhere technische Anforderungen an Datenfeeds und Echtzeit-Informationen.

Ebay entlässt trotz Rekordzahlen 800 Menschen
Ebay baut trotz glänzender Geschäftszahlen 800 Stellen ab, berichtet Handelsblatt.com. Sechs Prozent der Belegschaft verlören weltweit ihren Job, auch das Deutschlandgeschäft sei davon betroffen. Der Zeitpunkt wirke wie ein schlechter Witz: Erst vor einer Woche habe der Marktplatz für 2025 einen Umsatz von 11,1 Mrd. Dollar gemeldet – ein Plus von acht Prozent. Das Warenvolumen sei auf 79,6 Mrd. Dollar gestiegen, der Ausblick überträfe Analystenerwartungen. Der Stellenabbau folge damit nicht auf schlechte Zeiten, sondern solle die „Organisationsstruktur auf künftige Prioritäten“ ausrichten – was immer das bedeuten mag.

Mirakl ist profitabel und bereit für Agenten
Mirakl steigerte den Jahresumsatz 2025 auf 218 Mio. Dollar – ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so das Unternehmen. Gleichzeitig sei erstmals ganzjährige Profitabilität erreicht worden. Der über die Plattform abgewickelte Warenwert kletterte auf 14,6 Mrd. Dollar (plus 31 Prozent). Mit „Mirakl Nexus“ habe das Unternehmen eine KI-Infrastruktur für autonomen Handel gestartet, die über eine Partnerschaft mit Stripe auch an Plattformen wie OpenAI angebunden werden soll – der nächste Schritt weg vom Marktplatz-Anbieter, hin zur Schaltzentrale des KI-gesteuerten Handels.

Portugal kauft immer öfter online – meistens per Smartphone
Fast 40 Prozent der portugiesischen Verbraucher kaufen mittlerweile mindestens einmal pro Woche online ein, berichtet Ecommercenews.eu. Vor einem Jahr habe dieser Anteil noch bei 24 Prozent gelegen. Zwei Drittel aller Käufe liefen inzwischen über das Smartphone – ein Plus von acht Prozentpunkten gegenüber 2025. Als häufigste Gründe für den Online-Kauf würden die Befragten Bequemlichkeit, Preisvergleich und Aktionsangebote angeben. Für 61 Prozent sei das Herkunftsland des Shops dabei schlicht egal.


SEO ist tot. Lang lebe SEO!
SEO ist tot. Aber nur als reiner Traffic-Kanal, schreibt Thomas Bausenwein vom Etailment-Expertenrat auf Etailment.de. Wer SEO stattdessen als Effizienzarchitektur begreife, baue sich in Zeiten zweistellig steigender Klickpreise eine Margenreserve auf, die kein Gebotsalgorithmus replizieren könne.

Datenlecks gehen zurück – das Risiko wächst trotzdem
Datenbank-Lecks nehmen ab, die Beute wächst trotzdem: Laut einer NordPass-Untersuchung sank die Zahl öffentlich bekannter Datenlecks 2025 um 36,9 Prozent auf 3.031 Vorfälle. Dennoch seien allein dabei über 500 Mio. E-Mail-Adressen abgeflossen, und der E-Commerce gehöre zu den meistbetroffenen Branchen. Der Grund für den statistischen Rückgang: Angreifer nutzten zunehmend Infostealer-Schadsoftware, die Zugangsdaten direkt vom Gerät abgreife, ohne zentrale Datenbanken zu berühren. Parallel stiegen, von dieser Dynamik unberührt, altmodische Ransomware-Leaks um 45 Prozent auf 9.251 Fälle.

Online-Werbung löst Display-Werbung ab
Deutschlands digitaler Werbemarkt soll 2026 auf 8,2 Mrd. Euro anwachsen, meldet der Bundesverband Digitale Wirtschaft. Nach einem Umsatz von 7,5 Mrd. Euro im Jahr 2025 – einem Plus von 9,6 Prozent, trotz geopolitischer Verwerfungen – wäre das ein weiteres Wachstum von 8,7 Prozent. Erstmals würde Online-Video mit knapp 4,2 Mrd. Euro zur umsatzstärksten Gattung aufsteigen und Display-Werbung (4,0 Mrd. Euro) ablösen. Programmatische Werbebuchung solle dabei 80 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen.
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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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