3D-Illustration zu Kleinanzeigen, Klarna-Zahlung, KI-Readiness und internationalem Onlinehandel
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Kleinanzeigen, DIY-Online-Händler, Sparsamkeit, Uber + Expedia, Spanien, Klarna, Temu, Purple, Shein, KI-Readiness, OpenAI-Phone

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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– ein Muss, wenn Google in den nächsten Monaten das Universal Commerce Protocol integriert. -> Mehr lesen

HANDEL NATIONAL

Kleinanzeigen sortiert Pro-Tarife nach Branchen
Kleinanzeigen.de stellt seine Pro-Pakete für gewerbliche Nutzer ab Mai auf eine branchenspezifische Struktur um, berichtet Ifun.de. Die Tarife würden künftig in fünf Kategorien aufgeteilt: Warenangebote, Fahrzeuge, Fahrzeugzubehör, Dienstleistungen und Stellenanzeigen. Die Stufen Basic, Power und Premium blieben erhalten, passten sich aber stärker an die jeweilige Branche an. Bestandskunden behielten ihre Konditionen bis Ende des Jahres. Ende Mai starte zudem ein günstiger Einstiegstarif für Händler mit niedrigpreisigen Artikeln, der bis zu zehn Anzeigen umfasse.

Hammer, Schrauben, Algorithmus: Die größten DIY-Online-Händler
Bauhaus, Passandu und Baustoffshop.de
führen das diesjährige Servicevalue-Ranking bei den Online-Heimwerkern an, berichtet das Handelsblatt. Rund 20 Prozent des DIY-Umsatzes liefen inzwischen online; die erste Produktrecherche finde generationenübergreifend fast immer im Netz statt. Die Branche setze mittlerweile stark auf interaktive Raumplaner und Konfiguratoren sowie KI-Beratung. Mittelfristig rückten autonome Einkaufs-Agenten und VR-Anwendungen näher.

Während das Büro schrumpft, wächst die Werkstatt
Künstliche Intelligenz verschiebt den Arbeitsmarkt zugunsten handwerklicher Berufe, zitiert Lebensmittelzeitung.net eine Randstad-Studie. In Deutschland sei die Nachfrage nach Robotik-Technikern seit 2022 um 127 Prozent gestiegen, bei Klimatechnikern um 51 Prozent und bei Elektrikern um 19 Prozent. Diese Fachkräfte errichteten die physische Grundlage der KI-Systeme. Bürojobs seien im selben Zeitraum um 19 Prozent zurückgegangen, technische und handwerkliche Berufe allgemein nur um 3,5 Prozent.

Forsa: 58 Prozent ziehen den Gürtel enger
58 Prozent der Befragten schränken sich wegen anhaltender Preissteigerungen im Alltag ein, meldet Regionalheute.de unter Berufung auf eine Forsa-Umfrage. Nur 41 Prozent gäben an, ihr Verhalten habe sich kaum geändert. Besonders häufig sparten Menschen unter 30 Jahren sowie Haushalte mit weniger als 2.500 Euro netto. Den Rotstift setzten die Betroffenen zuerst beim Essengehen an (76 Prozent), gefolgt von Neuanschaffungen und Lebensmitteln (je 69 Prozent), Kraftstoff, Energie, Urlaub und Freizeit.


HANDEL INTERNATIONAL


Uber öffnet die Hotelrezeption mit Expedia
Uber wird zur Reiseplattform und lässt US-Kunden ab sofort über 700.000 Hotels direkt in der App buchen, meldet Techcrunch.com. Möglich mache das eine Partnerschaft mit Expedia, wo Uber-Chef Dara Khosrowshahi zwölf Jahre lang an der Spitze stand. Ferienunterkünfte von Vrbo sollen später folgen. Abonnenten von Uber One bekämen 20 Prozent Rabatt auf eine rotierende Auswahl von 10.000 Hotels. „Uber ist mittlerweile eine App für alles: Man kann damit überall hinfahren, alles besorgen und jetzt auch reisen“, sagte Khosrowshahi.

Spaniens Online-Käufer: Preis schlägt Markentreue
Acht von zehn Spaniern bestellen mindestens einmal pro Monat im Netz, ein Viertel öfter als wöchentlich, zitert Natlawreview.com den Report „TGM E-commerce Insights 2026“. Der Preis sei für 68 Prozent der Männer und 73 Prozent der Frauen das entscheidende Kriterium bei der Markenwahl, während die Treue zu einzelnen Anbietern bröckele. Reibungslose Bedienung, kostenloser Versand, schnelle Lieferung und unkomplizierte Retouren gälten als Pflicht. Spanische Kundinnen und Kunden bevorzugten selbstgesteuertes Einkaufen; Live-Chat und Telefon-Support verlören an Gewicht. Kartenzahlungen und Paypal seien die dominierenden Zahlungsarten; BNPL, Überweisungen und Wallets spielten praktisch keine Rolle.

Klarna rechnet mit doppelt so vielen Kreditausfällen
Bei Klarna haben sich die Rückstellungen für Kreditausfälle binnen eines Jahres mehr als verdoppelt, berichtet Boerse-Express.com. Die Ausfallquote sei auf 0,65 Prozent des Bruttowarenvolumens geklettert, nach 0,53 Prozent im Vorjahr. Auch bei den 30- und 60-Tage-Zahlungsrückständen lägen die Werte 2025 durchgehend über dem Vorjahresniveau. So sei zwar der Umsatz um 25 Prozent auf 3,5 Mrd. Dollar gestiegen, doch statt eines Gewinns von 21 Mio. Dollar, wie im Jahr 2024, stehe nun unter dem Strich ein Verlust von 273 Mio. Dollar.

Temu verdoppelt Prüfbudget und integriert Qima ins Seller Center
Temu integriert die Prüfdienste des Zertifizierers Qima direkt in sein Seller Center, wie Temu mitteilt. Damit erhielten Händler Zugriff auf unabhängige Produkttests, Fabrikinspektionen und Schulungen. Geprüft werde zunächst in vier Kategorien: Elektronik, Schmuck, Lebensmittelkontaktmaterialien und leichte Industriegüter. Temu habe 2025 rund 100 Mio. Dollar weltweit in Sicherheit und Qualitätskontrolle gesteckt und wolle diese Summe 2026 verdoppeln. Bisher arbeite das Unternehmen mit über 60 Prüfinstituten zusammen.

30 Mio. Dollar Verlust: Bei Purple knirscht das Online-Geschäft
Beim US-Matratzenhersteller Purple Innovation schwächelt das Online-Geschäft, wie Hometextilestoday.com berichtet. Der Nettoumsatz sei im ersten Quartal 2026 auf 95,7 Mio. Dollar gefallen, etwa acht Prozent unter Vorjahr. Der Nettoverlust habe sich auf 30,5 Mio. Dollar fast verdoppelt. Verantwortlich seien vor allem ein schwaches E-Commerce-Geschäft und rückläufige Wholesale-Erlöse. Allgemein sehe man die Online-Trends im Quartalsverlauf jedoch wieder anziehen.

THG Fulfil übernimmt Logistik für Sheins UK-Verkäufer
Shein baut die Angebote seines Marktplatzes für mehr als 2.500 britische Verkäufer aus, berichtet Channelx.world. Eine neue Partnerschaft mit „THG Fulfil“ leite Bestellungen direkt in das Logistiknetz des Dienstleisters, inklusive Retourenabwicklung und späterer Annahmezeiten für die Lieferung am Folgetag. Die Händler behielten dabei die Kontrolle über Inhalte und Markenauftritt und profitierten außerdem von Sheins globalen Marketingkampagnen.


KI kann die meisten Produktseiten nicht verstehen
Der überwiegende Teil aller Online-Shops ist nicht darauf vorbereitet, von KI-Agenten gefunden und empfohlen zu werden, zitiert Channelx.world eine Analyse von Mirakl. Untersucht worden seien 427 Produktseiten in 35 Ländern. Der durchschnittliche Readiness-Wert liege bei 48 von 100 Punkten, deutlich unter der Schwelle von 61, ab der Produkte für KI-Empfehlungen überhaupt erst sichtbar würden. 43 Prozent der Seiten verzichteten komplett auf Bewertungen, Ratings oder Q&A, also genau jene Signale, auf die Sprachmodelle bei Empfehlungen besonders stark zurückgriffen. 86 Prozent lieferten Produktbilder, die KI-Systeme nicht zuverlässig auslesen könnten, und nur neun Prozent stellten strukturierte Daten zu Preis, Größe und Verfügbarkeit bereit.

Smartphone ohne Apps: OpenAI baut angeblich KI-Handy
OpenAI arbeite gemeinsam mit Mediatek und Qualcomm an einem eigenen Smartphone, berichtet ITMagazine.ch unter Berufung auf den Analysten Ming-Chi Kuo. Die klassische App-Oberfläche solle verschwinden, an ihre Stelle trete eine einheitliche KI-Bedienung aus lokalen und Cloud-Modellen. Nutzer sollten Aufgaben erledigen können, ohne zwischen Apps zu wechseln. Dafür benötige das Gerät dauerhaften Zugriff auf Nutzerdaten und -status. OpenAI kontrolliere damit Hardware, Betriebssystem und KI – ein geschlossenes Ökosystem. Eine offizielle Bestätigung stehe aus.
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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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