Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
Alibaba kauft „Wer liefert was“.
Nach viermonatiger Prüfung hat das Bundeswirtschaftsministerium grünes Licht gegeben: Alibaba darf die Mehrheit an Visable, der Mutter der B2B-Plattform „Wer liefert was“, übernehmen. Wie Visable-CEO Peter F. Schmid in einem Interview mit der Wirtschaftswoche erläutert, soll mit dem Einstieg des chinesischen Konzerns „Wer liefert was“ von einer Plattform, auf der Verkäufer und Einkäufer Geschäfte anbahnen, zu einer internationalen Handelsplattform ausgebaut werden. Über den Kaufpreis machte Schmid keine Angaben.
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Streichpreise und Verbraucherschutz: Was Händler am Black Friday beachten müssen
Prozente und Streichpreise gehören zu den wirkungsvollsten Werbemaßnahmen, ganze Einkaufsevents wie Black Friday und Cyber Monday leben von sogenannten Eigenpreisgegenüberstellungen. Nicht wenige Händler erhöhen deshalb zunächst die Preise, um anschließend mit satten Rabatten zu werben. Doch hier ist Vorsicht geboten. Denn die Preisangabenverordnung enthält klare Vorschriften zum Verbraucherschutz bei der Werbung mit Streichpreisen. In einem Gastbeitrag für Etailment gibt Rechtsanwältin Kathrin Schürmann einen Überblick darüber, was Händler beachten müssen.
Nach dem Black Friday steigen die Preise
Das Vergleichsportal Guenstiger.de macht in einer Pressemitteilung darauf aufmerksam, dass im vergangenen Jahr die Preise rund um den Black Friday zwar um zehn Prozent niedriger waren als im Vormonat, im Dezember aber um 13 Prozent höher. Verglichen wurde die Preisentwicklung von über 220 Produkten aus zehn verschiedenen Kategorien. Die höchsten Rabatte von 15 Prozent gab es 2022 bei Computern und Spielwaren, Smartphones wurden nur zwei Prozent billiger angeboten. Wer den Aktionstag verpasst hat, sollte dennoch im Dezember einkaufen, denn im vergangenen Jahr stiegen die Preise nach Weihnachten noch einmal an und lagen im Januar im Schnitt sogar 15 Prozent über dem Niveau des Black Friday.
Wolt liefert für Sanvivo aus
Der finnische Lieferdienst Wolt, der in 32 deutschen Städten unter anderem Essen, Kosmetik, Blumen oder Starbucks-Kaffee nach Hause bringt, erweitert sein Sortiment nun um Medikamente. Dazu kooperiert das Unternehmen laut einer Pressemitteilung mit Sanvivo, um das Angebot von 950 lokalen Apotheken direkt in der Wolt-App anbieten zu können. Zunächst können sich Kunden in Hamburg, München, Berlin und Düsseldorf den Weg zur Apotheke sparen, weitere Standorte sollen in den nächsten Monaten folgen.
Hermes rüstet für Weihnachten auf
Auch Hermes Germany hat sich laut Pressemitteilung auf die paketreiche Weihnachtssaison vorbereitet. Die Sortierkapazitäten werden um 30 Prozent erhöht, 2.500 zusätzliche Arbeitskräfte in die Logistikzentren geholt, und 1.500 mehr Zusteller als im Normalbetrieb mit 2.500 zusätzlichen Fahrzeugen auf die Straßen geschickt. Um die Weihnachtsgeschenke rechtzeitig unter die Christbäume zu schicken, sollte man sie bis zum 19.12. vor 12:00 Uhr bei einem der 16.500 Hermes PaketShops abgeben.
Deutsche wollen an Weihnachtsgeschenken sparen
27 Prozent der Deutschen wollen ihre Ausgaben für Weihnachtsgeschenke offenbar deutlich reduzieren, 40 Prozent planen leichte Einsparungen. Das durchschnittliche Budget sinkt auf 250 Euro, den niedrigsten Wert seit 2014. Wie eine Umfrage der Beratungsgesellschaft EY unter 1.000 Verbrauchern ergab, kann dagegen der Online-Handel aufatmen: Sein Marktanteil steigt von 44 auf 47 Prozent, der geplante Etat der Bürger von 111 auf 117 Euro.
Valantic offizieller Shopify-Berater
Die auf digitale Prozesslösungen spezialisierte Münchner Unternehmensberatung Valantic ist laut einer Pressemitteilung ab sofort als offizieller Shopify-Partner zertifiziert. Damit sind die Leistungen von Valantic auch im Partnerprogramm Shopify Plus verfügbar, einem Netzwerk von Spezialisten, die Online-Händler beim Auf- und Ausbau ihrer Strategien unterstützen.
HANDEL INTERNATIONAL
Ikea magert seinen Family-Tarif in den USA ab
Ein Jahr nach der Einführung seines kostenlosen Treueprogramms „Family“ streicht Ikea in den USA die fünf Prozent Rabatt auf Möbel und Dekorationen wieder. Das in den USA besonders beliebte Sofa „Morabo“, das derzeit 799 Dollar kostet, können treue „Familienmitglieder“ ab Februar nicht mehr fast 40 Dollar billiger kaufen. Andere Vergünstigungen wie ein kostenloses Heißgetränk bei jedem Ladenbesuch, ein 90-tägiger Preisschutz auf Einkäufe oder ein Geburtstagsgeschenk bleiben laut Fast Company unverändert.
Der Vorteil einer Standortpartnerschaft? Eine Fläche, doppelter Nutzen.
Das Thema E-Mobilität ist das Thema der Stunde: In Deutschland sollen bis 2030 mindestens 15 MillionenE-Fahrzeuge auf die Straßen gebracht werden. Dieses Ziel kann nur mit einer stark ausgebauten Ladeinfrastruktur erreicht werden. An verkehrsgünstigen Orten wird deshalb in den nächsten Jahren verstärkt in Ladeinfrastruktur investiert werden. Mehr lesen
Tiktok sucht in Indonesien neue Partner
Nachdem der Verkauf von Waren über soziale Medien verboten wurde, hat Tiktok Shop sein Angebot in Indonesien eingestellt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, befindet sich das Unternehmen derzeit in Gesprächen mit lokalen E-Commerce-Plattformen wie Blibli, Bukalapak und Tokopedia. Zwar haben sich die Händler auf Tiktok bereits angepasst und in ihren Videos Links zu den entsprechenden Storefronts bei Shopee oder Lazada eingebaut, doch konnte dies den Umsatzeinbruch nicht aufhalten.
Amazon schloss lieferzuverlässige Drittanbieter aus
Laut der Klageschrift der US-Wettbewerbsbehörde FTC hat Amazon sein „Seller Fulfilled Prime“-Programm eingestellt, obwohl die Lieferanforderungen zu 95 Prozent erfüllt wurden. Wie Retail Dive berichtet, hatte das Unternehmen das Programm 2015 eingeführt, um es Händlern zu ermöglichen, über Prime zu verkaufen, ohne das Fullfillment von Amazon zu nutzen. Obwohl diese Anbieter teilweise schneller lieferten als Amazon selbst, wurde das Angebot 2019 abrupt eingestellt. Die FTC unterstellt in ihrer Klage, dass dies geschah, um das eigene Fulfillmentangebot „FFB“ durchzusetzen. „Seller Fulfilled Prime“ wurde im Oktober dieses Jahres wieder eingeführt.
Alibaba meldet auch Umsatzplus am Singles Day
Nachdem Konkurrent JD.com Rekordumsätze vermeldete, reagiert auch Alibaba auf den Singles Day und meldet ein Plus. Beide Unternehmen schweigen sich jedoch seit dem Rekordjahr 2021 über konkrete Zahlen aus, so FashionUnited. Der chinesische Datendienst Syntun schätzt, dass der Bruttowarenumsatz von Alibaba zwischen dem 11. Oktober und dem Ende des 11. November um 2,1 Prozent gestiegen ist. Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Bein hätten 75 Prozent der Käufer im Vorfeld des Singles Day angegeben, nicht mehr als 2022 ausgeben zu wollen.
TRENDS & TECH
Meta verkauft über Amazon
Nachdem seit dem 1. November auch in Deutschland ein werbefreies Abomodell für Facebook und Instagram verfügbar ist, dürften die Meta-Angebote bald auch hierzulande mit dem Amazon-Konto verknüpfbar sein, vermutet Amazon-Watchblog.de. In den USA ist diese Funktion bereits testweise verfügbar und Nutzer können über die Meta-Angebote einkaufen, ohne die Apps oder Webseiten verlassen zu müssen – im Hintergrund wird einfach auf die bei Amazon hinterlegten Bezahlmethoden und Adressen zugegriffen. Trotz datenschutzrechtlicher Bedenken, die sich aus der Vermischung der Profile ergeben, könnte Meta so auf einen Schlag zu einem Giganten im Social Commerce werden.
Fragmentierung bremst Wachstum – Retail Media-Markt braucht Einheitlichkeit
Das steile Wachstum des Retail Media ist zugleich seine größte Herausforderung: im fragmentierten Markt fehlen Standards und Transparenz. Das Commerce Media-Unternehmen Criteo gibt einen Überblick über Auswirkungen, nächste Schritte und technologische Lösungen für einen einheitlichen Markt und gemeinsames ungebremstes Wachstum. Mehr lesen
Makaira startet eigenen App-Store
Die E-Commerce-Marketing-Suite Makaira verfügt ab sofort über einen eigenen App-Store, der die Integration ihrer Composable-Commerce-Elemente für die Nutzer vereinfacht. Derzeit sind Apps für die Integration von Makaira in gängige Shopsysteme, Marketing-Tools wie Hubspot, Blogging-Funktionen oder AI-Anwendungen verfügbar. Für die Zukunft seien auch Lösungen von Drittanbietern als Shop-Angebote geplant, heißt es in der Pressemitteilung. Makaira ist Teil der Ecommerce-One-Unternehmensgruppe.
Benutzer wollen über den Einsatz von KI informiert sein
80 Prozent der Deutschen können nicht erkennen, ob sie beim Online-Shopping von einem Menschen oder einer KI beraten werden – zwei Drittel wollen darüber informiert werden. Eine Umfrage von Zendesk und Pollfish unter 3.200 Personen ergab laut Pressemitteilung zudem, dass für die Verbraucher der größte Vorteil einer KI-Beratung in der Schnelligkeit der Auskunft liegt. 20 Prozent glauben sogar, dass die künstliche Intelligenz in der Lage ist, ihre Gefühle zu verstehen und entsprechend zu reagieren.
NACHHALTIGKEIT
Galaxus wehrt sich gegen Greenpeace-Vorwürfe
Greenpeace hat eine Reihe von Artikeln mit Trackern versehen und an Galaxus retourniert, um den Weg der Ware zu verfolgen. Dabei kam die Umweltorganisation zum Schluss, dass 10 Prozent der Retouren bei Galaxus in Drittfirmen „vernichtet“ würden. Wie Konsider.ch mitteilt, wehrt sich die Schweizer Plattform gegen diese Vorwürfe – es handle sich nicht um Vernichtung, sondern um Recycling. Im Durchschnitt würden 1,75 Prozent aller Bestellungen retourniert, 70 Prozent davon in ungeöffneten Originalverpackungen, die sofort wieder in den Verkauf gelangen. Ein Drittel der Artikel mit geöffneten Verpackungen würden neu verpackt, mit dem Zertifikat „gebraucht und geprüft“ versehen und ebenfalls wieder verkauft. Nur jede zwanzigste Retoure müsse dem Recycling zugeführt werden.