
Aktuelle E-Commerce-News zu Dark Patterns, Myflexbox, Lieferando, Costco, Apple, GSO, Klarna, Food-Blogger und weiteren Themen des Tages im Überblick.
Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
die Redaktion von Etailment.de.
Erfolgsfaktor Payment: Mehr Kosteneffizienz und Unabhängigkeit mit der richtigen Zahlungslösung
Der deutsche Handel steht unter Druck: Steigende Energiekosten, Inflation, Personalmangel und volatile Lieferketten belasten die Margen. Zuverlässige und planbare Kostenstrukturen sind wichtiger denn je. Gleichzeitig wachsen die Abhängigkeiten von internationalen Konzernen – auch bei kritischen Infrastrukturen wie Zahlungssystemen. Umso relevanter ist es für den Handel, sich nun mit der eigenen Bezahlinfrastruktur und den damit verbundenen Kosten und Abhängigkeiten zu beschäftigen.
HANDEL NATIONAL
Dark Patterns nerven Weihnachtskäufer
Fast neun von zehn deutschen Online-Shoppern erlebten beim Weihnachtseinkauf manipulative Verkaufstricks, so eine Umfrage des Europäischen Verbraucherzentrums. Am häufigsten begegneten ihnen künstliche Zeitnot durch Countdowns (54 Prozent) und Knappheitsbehauptungen wie „Nur noch wenige verfügbar!“ (46 Prozent). Aufdringliche Pop-Ups und personalisierte Kaufanreize verärgerten weitere 36 beziehungsweise 34 Prozent der Befragten. Die Folge: Jeder fünfte Käufer habe bereits Bestellungen abgebrochen oder meide die betroffenen Shops künftig bewusst.
Zwei Freunde auf dem Weg zum weltweiten Erfolg: Wie das Unternehmen Blockhütte zum ‚Rising Star‘ wurde und welche Rolle Amazon Ads dabei spielt
„Wir waren im selben Kindergarten“, erzählt Nils Hack, Mitbegründer von Blockhütte. Was mit zwei besten Freunden, einer gemeinsamen Vision für nachhaltige Lunchboxen und einer Investition von 3.000 € begann, hat sich zu einem Unternehmen mit einem Umsatz von 6 Millionen € entwickelt. Ihre Geschichte ist nur eine von vielen faszinierenden Erfolgsgeschichten, die in der innovativen Doku-Serie „Rising Stars by Amazon Ads“ vorgestellt werden, die die wahren Geschichten hinter aufstrebenden Marken aus Europa erzählt.
BEVH begrüßt Pauschalzoll für Kleinpakete
Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel begrüßt laut Medienmitteilung den ab Juli 2026 geltenden Pauschalzoll von drei Euro auf Pakete unter 150 Euro. Birgit Janik, Leiterin Steuern beim BEVH, sieht darin zusammen mit der kommenden „Handling Fee“ einen wichtigen Schritt zu fairem Wettbewerb. Kritisch merkt sie an, dass die Abgabe nicht nach Produktqualität unterscheide: Ein nachhaltig produziertes Shirt für 149 Euro verteuere sich ebenso wie Billigmode. Zudem gelte die Regelung nur für Händler, die beim System zur einheitlichen Anmeldung und Abfuhr der Umsatzsteuer registriert seien und damit bereits Regelkonformität zeigten.
Maximale Verfügbarkeit: Wie die GRUBE KG ihren Onlinehandel resilient und sicher macht
Die GRUBE KG zeigt, wie digitale Transformation im Mittelstand gelingt: Europas führender Anbieter für Forstbedarf erzielt 80 % seines Umsatzes online und setzt dabei auf hochverfügbare Glasfaser, starke IT-Security und skalierbare Infrastruktur von EWE. So bleiben Shop, Logistik und Mitarbeitende jederzeit erreichbar – und das Wachstum europaweit abgesichert. Mehr
Myflexbox stellt erste Stationen bei Redevco auf
Myflexbox hat laut Pressemitteilung eine Kooperation mit dem Immobilienspezialisten Redevco begonnen und vier solarbetriebene Paketstationen in Hürth, Ravensburg, Wiesbaden und Henstedt-Ulzburg installiert. Die Locker stünden in Fachmarktzentren, die Redevco für einen Union-Investment-Fonds verwalte. In Henstedt-Ulzburg etwa finde sich die Station zwischen Discountern, Restaurants, Bowlinghalle und Drogeriemarkt – klassisches One-Stop-Shopping-Terrain, wo Kunden Einkäufe und Paketabholung verbinden könnten.
Kimchi schlägt Currywurst
Im vergangenen Jahr sei die koreanische Küche bei den Deutschen um 194 Prozent beliebter geworden, obwohl die Currywurst mit Pommes mit 121 Prozent ein überraschendes Comeback hingelegt habe, meldet der „Lieferando Report 2025“. Beim Wettbewerb um die meisten Order gehe die Goldmedaille nach Berlin – mit 3658 Bestellungen von einem einzigen Account. Der Einfluss sozialer Medien spiegele sich besonders bei Smash-Burgern (+270 Prozent) und Matcha-Getränken (+60 Prozent) wider. Weniger lustig: Jede fünfte Person zwischen 18 und 39 Jahren habe schon einmal aus Liebeskummer Essen geordert.
Costco wächst online doppelt schnell
Costcos E-Commerce-Umsatz wuchs im vergangenen Quartal um mehr als 20 Prozent, meldet Digitalcommerce360.com. Allein am Black Friday seien über 250 Mio. Dollar online umgesetzt worden. Das Online-Wachstum übersteige damit deutlich den Gesamtumsatzzuwachs von 8,2 Prozent auf 65,98 Mrd. Dollar, heißt es. Nicht nur Black Friday und nicht nur E-Commerce wären für Rekorde gut: An Halloween habe der Großhandelskonzern 358.000 ganze Pizzen und an Thanksgiving 3,5 Mio. Kuchen verkauft.
44 Prozent der Briten nutzen Locker für Weihnachtseinkäufe
44 Prozent der Briten planen, Paketschließfächer zur Abholung von Weihnachtseinkäufen zu nutzen, zeigt laut Channelx.world eine Umfrage von Inpost. Die Nutzung sei binnen drei Monaten von 34 auf 44 Prozent gestiegen, bei Retouren sogar von 23 auf 39 Prozent. Besonders Jüngere zwischen 18 und 34 Jahren sowie Studenten würden die Automaten bevorzugen. Als Gründe nennen die Befragten flexible Abholzeiten, einfache Rücksendungen und Schutz vor Paketdiebstahl.
App-Entwickler und Verbrauchergruppen koalieren gegen Apple
Zwanzig App-Entwickler und Verbrauchergruppen fordern die EU-Kommission auf, gegen Apples Gebührenpraktiken vorzugehen, berichtet Reuters.com. Trotz einer 500-Mio.-Euro-Strafe wegen Verstoßes gegen den Digital Markets Act verlange Apple weiterhin 13 bis 20 Prozent für App-Store-Käufe und bestrafe externe Transaktionen mit fünf bis 15 Prozent. Die „Coalition for Apps Fairness“, zu der Deezer und Proton gehören, kritisiere die Ungleichbehandlung: Während ein US-Gerichtsurteil amerikanische Entwickler von solchen Gebühren entlaste, blieben europäische Konkurrenten benachteiligt.
KI-Agenten und die Folgen: Was tun, wenn die KI anklopft?
KI-Agenten versprechen, für Online-Kunden die Suche, die Auswahl und das Bezahlen zu übernehmen. Händler laufen Gefahr, kaum noch sichtbar zu sein. Auf die SEO folgt daher die GSO – die Generative Search Optimization. Etailment.de gibt einen Überblick über Chancen und Herausforderungen.
Klarna baut Infrastruktur für Shopping-KI
Klarna hat ein Protokoll veröffentlicht, das über 100 Mio. Produkte und 400 Mio. Preise für AI-Agenten strukturiert zugänglich macht, meldet das Unternehmen. Der offene Standard ermögliche Shopping-Assistenten, Sortimente zu durchsuchen und Preise zu vergleichen, ohne dass Händler ihre Daten umformatieren müssten. Das System funktioniere mit gängigen Feed-Formaten wie Google Merchant oder Shopify. Händler könnten sich einmal anbinden und würden dann für alle kompatiblen AI-Systeme sichtbar.
Food-Blogger verlieren 80 Prozent ihres Traffics
Googles KI-Modus zerstört das Geschäftsmodell von Food-Bloggern, berichtet Theguardian.com. Die Suchmaschine kombiniere deren Rezepte zu neuen Versionen und präsentiere sie direkt in den Ergebnissen. Bekannte Rezepte-Schreiber wie z. B. Carrie Forrest hätten in zwei Jahren so 80 Prozent ihres Traffics verloren. Rezepte seien nicht urheberrechtlich geschützt, daher verdiene man nur durch Werbung. Eine Raptive-Umfrage zeige zwar sinkendes Vertrauen in KI-Inhalte, doch Nutzer klickten trotzdem kaum auf Originalquellen.
Das Internet ist 19 Prozent gewachsen
Der globale Internetverkehr wuchs 2025 um 19 Prozent, meldet Heise.de unter Berufung auf Cloudflares „Year in Review“. Bereits 52 Prozent des menschlichen Web-Traffics laufe mit „Post-Quantum-Verschlüsselung“ – ein Schutz gegen künftige Angriffe durch Quantencomputer, die heute gesammelte Daten später entschlüsseln könnten. Der Googlebot habe sich als größter seiner Art etabliert: Mit 4,5 Prozent aller HTML-Anfragen überflügle er sämtliche KI-Bots kombiniert. Google nutze den Bot nicht nur zur Suchindizierung, sondern auch fürs KI-Training – das entsprechende Crawling sei um das 15-Fache gestiegen.
CEOs sehen KI als Chance für neue Jobs
Zwei Drittel der CEOs großer Unternehmen erwarten wegen Künstlicher Intelligenz für 2026 mehr Einstellungen von Berufseinsteigern, berichtet T3N.de. 58 Prozent planten zusätzlich neue Führungspositionen, 68 Prozent würden ihre KI-Investitionen erhöhen. Der Ausbau konzentriere sich auf Bereiche wie Ingenieurwesen und eben KI selbst, bestehende Stellen würden neu zugeschnitten. Die Hälfte der Arbeitgeber würden KI-bedingten Stellenabbau inzwischen bereuen – selbst leistungsfähigste Modelle erfüllten nur drei Prozent der geforderten Aufgaben zufriedenstellend.
Jeder dritte EU-Bürger nutzt generative KI
Knapp jeder dritte EU-Bürger zwischen 16 und 74 Jahren nutzte 2025 generative KI-Tools, meldet Eurostat. Die meisten setzten sie privat ein, nur 15 Prozent verwendeten die Technologie beruflich und neun Prozent für Bildungszwecke. An der Spitze liege Dänemark mit 48 Prozent KI-Nutzern, gefolgt von Estland und Malta. Das Schlusslicht bilde Rumänien mit nicht einmal 18 Prozent, dicht gefolgt von Italien und Bulgarien. Die Kluft zwischen Nord- und Südeuropa zeige sich damit auch bei der KI-Adaption deutlich.