Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von Etailment.de.
Erfolgsfaktor Payment: Mehr Kosteneffizienz und Unabhängigkeit mit der richtigen Zahlungslösung
Der deutsche Handel steht unter Druck: Steigende Energiekosten, Inflation, Personalmangel und volatile Lieferketten belasten die Margen. Zuverlässige und planbare Kostenstrukturen sind wichtiger denn je. Gleichzeitig wachsen die Abhängigkeiten von internationalen Konzernen – auch bei kritischen Infrastrukturen wie Zahlungssystemen. Umso relevanter ist es für den Handel, sich nun mit der eigenen Bezahlinfrastruktur und den damit verbundenen Kosten und Abhängigkeiten zu beschäftigen.
HANDEL NATIONAL
Mehrheit für Zölle statt Verbote chinesischer Shops
Jeder zweite Deutsche hat bereits bei Temu, Shein oder ähnlichen Plattformen gekauft, in Österreich seien es 44 Prozent, zeigt eine Befragung des NIM. Rund 30 Prozent der Kundschaft hätten bereits Fehlkäufe getätigt; besonders Jüngere und Menschen mit niedrigem Einkommen gäben oft mehr aus als geplant – befeuert durch Games und Glücksrad-Rabatte. Ein Verbot der Plattformen lehne die Mehrheit aber ab, zusätzliche Zölle und Abgaben hingegen befürworteten 43 Prozent in Deutschland und 55 Prozent in Österreich.
Zwei Freunde auf dem Weg zum weltweiten Erfolg: Wie das Unternehmen Blockhütte zum ‚Rising Star‘ wurde und welche Rolle Amazon Ads dabei spielt
„Wir waren im selben Kindergarten“, erzählt Nils Hack, Mitbegründer von Blockhütte. Was mit zwei besten Freunden, einer gemeinsamen Vision für nachhaltige Lunchboxen und einer Investition von 3.000 € begann, hat sich zu einem Unternehmen mit einem Umsatz von 6 Millionen € entwickelt. Ihre Geschichte ist nur eine von vielen faszinierenden Erfolgsgeschichten, die in der innovativen Doku-Serie „Rising Stars by Amazon Ads“ vorgestellt werden, die die wahren Geschichten hinter aufstrebenden Marken aus Europa erzählt.
Shein pumpte 353 Mio. Euro in deutsche Wirtschaft
Shein steuerte 2023 rund 353 Mio. Euro zum deutschen Bruttoinlandsprodukt bei und sicherte 1.490 Arbeitsplätze, so laut Retail-News.de eine Studie von Oxford Economics. Knapp 197 Mio. Euro entfielen auf eigene Aktivitäten, weitere 156 Mio. Euro entstünden über Dienstleister, Zulieferer und indirekte Konsumausgaben. Der Fast-Fashion-Konzern wirke vor allem auf Unternehmensdienstleistungen (26 Prozent der Jobs), Logistik (18 Prozent) und Handel (17 Prozent) – zwar ohne nennenswerte physische Präsenz, aber mit lokalen Partnerschaften.
Maximale Verfügbarkeit: Wie die GRUBE KG ihren Onlinehandel resilient und sicher macht
Die GRUBE KG zeigt, wie digitale Transformation im Mittelstand gelingt: Europas führender Anbieter für Forstbedarf erzielt 80 % seines Umsatzes online und setzt dabei auf hochverfügbare Glasfaser, starke IT-Security und skalierbare Infrastruktur von EWE. So bleiben Shop, Logistik und Mitarbeitende jederzeit erreichbar – und das Wachstum europaweit abgesichert.
Visibility Charts E-Commerce: Die sichtbarsten Start-ups im 4. Quartal
Zahnstocher mit Geschmack – das Berliner Start-up Pick’em bewegt sich in einer sehr nischigen Nische, hat es aber durch Erfolge in Großbritannien und den USA sowie durch den Einsatz von prominenten Testimonials an die Spitze der „Visibility Charts E-Commerce“ geschafft. Die Liste der sichtbarsten Start-ups im 4. Quartal 2025, erstellt gemeinsam mit den Datenspezialisten von Warehousing 1, zeigt, welche jungen Unternehmen mit ihren digitalen Strategien besonders erfolgreich sind. Die Liste umfasst 100 Start-ups. Das kostenlose Whitepaper enthält die vollständige Liste mit allen Webadressen sowie Porträts dreier Start-ups aus den Top 5.
Black Friday: Kunden jünger, Betrüger kreativer
Der Black Friday bescherte Online-Händlern ein Bestellvolumen, das 106 Prozent über einem gewöhnlichen Freitag lag, zitiert E-Commerce-Magazin.de eine Auswertung von Crif Deutschland. Die Käufer seien durchschnittlich 1,5 Jahre jünger gewesen als im Jahresschnitt, der Warenkorbwert sei bei stabilen 250 Euro gelegen. Weniger erfreulich: Nahezu jede hundertste Bestellung weise Betrugsmerkmale auf. Die Kreativität der Täter steige – von Weinflaschen, die durch Backsteine ersetzt würden, bis zu umgenähten Designer-Labels auf Billigware. Identitätsdiebstahl bleibe mit 76 Prozent die häufigste Masche.
Großhandel: Süßes teurer, Getreide billiger
Die Großhandelspreise kletterten im November gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent, meldet das Statistische Bundesamt. Hauptverantwortlich für den Anstieg seien Nahrungs- und Genussmittel gewesen, die sich durchschnittlich um 3,2 Prozent verteuert hätten. Besonders ins Gewicht fielen Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze mit einem Preissprung von fast 22 Prozent. Auch Zucker und Süßwaren hätten deutlich zugelegt, die Preise für Getreide und Futtermittel seien um sechs Prozent geschrumpft.
HANDEL INTERNATIONAL
Alibaba stützt Europas China-Handel
Alibaba stützt Europas schwächelnden Handel mit China, wie eine Studie der SDA Bocconi School of Management laut Retail-News.de belegt. Die Bruttowertschöpfung für sechs EU-Länder habe von 2022 bis 2024 insgesamt 38,6 Mrd. Euro betragen. Während die gesamten EU-Exporte nach China um 8,4 Prozent einbrachen, seien Alibaba-Verkäufe ins Reich der Mitte nur um 2,4 Prozent gesunken – von 2023 auf 2024 legten sie sogar um 7,5 Prozent zu. Die Plattform sichere so in Europa 143.184 Jobs. Besonders kleine und mittlere Beauty-, Fashion- und Körperpflegeanbieter profitierten von den verkürzten Markteintrittszeiten der Plattform.
Argentinien öffnet Schleusen für chinesische Pakete
Argentinische Konsumenten flüchten vor der Inflation zu chinesischen E-Commerce-Plattformen, berichtet Chinadaily.com.cn. Im Oktober seien über 4.000 verschiedene Warenarten eingeführt worden – ein Monatsrekord. Online-Lieferungen seien um 237 Prozent gestiegen. Die Regierung habe den Boom befeuert: Importzölle unter 400 Dollar seien im November entfallen, Zollregeln seien vereinfacht und das Importlizenz-System abgeschafft worden. Lokale Händler würden über schwindende Kundschaft klagen – chinesische Plattformen zahlten keine Einfuhrsteuern, unterhielten keine Läden und profitierten von subventioniertem Versand.
Schwächelnder Arbeitsmarkt drosselt amerikanischen Konsum
Obwohl die Konsumausgaben auch im nächsten Jahr das Rückgrat der US-amerikanischen Wirtschaft verkörperten, würden sie auf rund 1,5 Prozent sinken, zeigt ein Bericht von Moody’s Ratings laut Retaildive.com. Der schwächelnde Arbeitsmarkt mit abkühlenden Lohnzuwächsen bremse die Kaufkraft der Haushalte; Einzelhandel und langlebige Konsumgüter seien am verwundbarsten. Unternehmen mit gestaffelten Preisstrukturen, die auf Qualität und Bequemlichkeit setzten, dürften besser durch das neue Jahr navigieren.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Temu öffnet Marktplatz für Shopify-Händler per App
Temu hat eine App für Shopify-Händler gelauncht, die im Shopify App Store verfügbar sei, berichtet das Unternehmen. Damit könnten Händler ihre Produkte direkt aus ihrem Shopify-Account auf Temus Marktplatz listen und in über 30 Märkten verkaufen – darunter Deutschland, Österreich, Schweiz, USA und UK. Die App synchronisiere Produktkataloge automatisch, aktualisiere Lagerbestände in Echtzeit und koordiniere Bestellabwicklung zentral. Shopify-Händler erhielten so direkten Zugang zu Temus „Local Seller Program“, das es lokalen Unternehmen ermögliche, in ihren eigenen Märkten zu verkaufen und zu versenden, ohne eigene Infrastruktur aufzubauen.
Banken: Kunden wollen KI-Tipps, keine KI-Überweisungen
Jeder dritte Bankkunde in Deutschland nutzt bereits KI-Angebote oder will sie ausprobieren, so laut T3N.de eine Studie des Beratungsunternehmens Oliver Wyman. KI-gestützte Tools würden sich zum ersten Anlaufpunkt für Produktsuche und Empfehlungen entwickeln, die Grenze zögen Kunden aber bei autonomen Aktionen: Nur vier Prozent würden einem KI-Agenten erlauben, selbstständig Geld zwischen Konten zu verschieben. Jeder Vierte könne sich das immerhin künftig vorstellen, während 19 Prozent es strikt ablehnten.
58 Prozent verwenden Windows 10 ungeschützt weiter
34 Prozent der Windows 10-Nutzer wollen das Betriebssystem ohne Sicherheitsupdates weiternutzen, zeigt eine Befragung des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Weitere 24 Prozent lehnten die kostenlose Verlängerung ab, weil sie kein Microsoft-Konto anlegen wollten. Millionen Verbraucher seien damit Hackerangriffen und Schadsoftware schutzlos ausgesetzt. Die Verbraucherzentrale fordere zur Orientierung verbindliche EU-Regeln für Support-Zeiträume – der Cyber Resilience Act könne solche Mindeststandards festlegen.
Smart-Home-Nutzung steigt auf 48 Prozent
Fast jeder zweite deutsche Haushalt nutzt einer Bitkom-Umfrage zufolge mittlerweile Smart-Home-Technologie. Die Quote sei von 43 Prozent im Jahr 2022 langsam auf nun 48 Prozent gestiegen. Spitzenreiter blieben intelligente Beleuchtungssysteme mit 38 Prozent, gefolgt von smarten Heizkörperthermostaten und Steckdosen mit je 35 Prozent. Wer einmal damit anfange, rüste meist großflächig auf: 59 Prozent der Smart-Home-Nutzer hätten mindestens sechs vernetzte Geräte im Einsatz – von Staubsauger-Robotern bis hin zu intelligenten Rauchmeldern.