Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von Etailment.de.
Erfolgsfaktor Payment: Mehr Kosteneffizienz und Unabhängigkeit mit der richtigen Zahlungslösung
Der deutsche Handel steht unter Druck: Steigende Energiekosten, Inflation, Personalmangel und volatile Lieferketten belasten die Margen. Zuverlässige und planbare Kostenstrukturen sind wichtiger denn je. Gleichzeitig wachsen die Abhängigkeiten von internationalen Konzernen – auch bei kritischen Infrastrukturen wie Zahlungssystemen. Umso relevanter ist es für den Handel, sich nun mit der eigenen Bezahlinfrastruktur und den damit verbundenen Kosten und Abhängigkeiten zu beschäftigen.
HANDEL NATIONAL
OLG Stuttgart: Wann der Bestellbutton zahlt
Das OLG Stuttgart hat in einem Urteil gegen die Drogeriekette Müller präzisiert, wann Buttons die Formulierung „Zahlungspflichtig bestellen“ tragen müssen, berichtet Onlinehaendler-News.de. Die Richter entschieden, dass eine Beschriftung wie „Jetzt reservieren“ zulässig sei, solange beim Klick keine Zahlungspflicht entstehe. Bei Click-and-Collect-Angeboten komme der Vertrag erst in der Filiale zustande, weswegen kein Online-Vertragsschluss entstünde und somit keine Widerrufspflicht bestehe. Allerdings bemängelten die Richter die widersprüchlichen AGB des Händlers – dort habe sich nicht erschließen lassen, ob der Kunde online bereits ein bindendes Angebot abgebe oder nicht. Solche intransparenten Regelungen seien unzulässig.
Zwei Freunde auf dem Weg zum weltweiten Erfolg: Wie das Unternehmen Blockhütte zum ‚Rising Star‘ wurde und welche Rolle Amazon Ads dabei spielt
„Wir waren im selben Kindergarten“, erzählt Nils Hack, Mitbegründer von Blockhütte. Was mit zwei besten Freunden, einer gemeinsamen Vision für nachhaltige Lunchboxen und einer Investition von 3.000 € begann, hat sich zu einem Unternehmen mit einem Umsatz von 6 Millionen € entwickelt. Ihre Geschichte ist nur eine von vielen faszinierenden Erfolgsgeschichten, die in der innovativen Doku-Serie „Rising Stars by Amazon Ads“ vorgestellt werden, die die wahren Geschichten hinter aufstrebenden Marken aus Europa erzählt.
Telekom und Schwarz-Gruppe schmieden KI-Allianz
Die Deutsche Telekom und die Schwarz-Gruppe führen intensive Gespräche über den gemeinsamen Bau eines Großrechenzentrums, berichtet Manager-Magazin.de. Beide Konzerne wollten sich für eine von der EU geförderte KI-Gigafactory bewerben. Die EU fördere vier bis fünf solcher Rechenzentren mit bis zu 35 Prozent der veranschlagten Investitionen von drei bis fünf Mrd. Euro. Auch der kanadische Finanzinvestor Brookfield könne das milliardenschwere Projekt unterstützen. Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten, eine formelle Einigung stehe aber noch aus.
Verbraucherstimmung fällt weiter
Die Konsumstimmung in Deutschland erreichte im Dezember das niedrigste Niveau seit Jahresbeginn, so das HDE-Konsumbarometer. Die Vorweihnachtszeit habe keinen Stimmungsaufschwung gebracht, vielmehr verschiebe sich das Verhalten der Verbraucher vom Konsum hin zum Sparen. Die Konjunkturerwartungen fielen auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2024, ein signifikantes Wachstum zum Jahreswechsel erwarte niemand. Einzig die persönlichen Einkommenserwartungen stiegen – möglicherweise aufgrund angekündigter Regierungsentlastungen. Das Jahr 2025 ende damit als verlorenes Jahr für die Konsumstimmung, das Weihnachtsgeschäft dürfte verhalten ausfallen.
HANDEL INTERNATIONAL
Großbritannien spart sich durch den Black Friday
Die Briten hielten sich am Black Friday sowohl online als auch stationär zurück: Die Besucherzahlen auf den Einkaufsstraßen sanken um zwei Prozent gegenüber dem Vortag und um 7,2 Prozent im Jahresvergleich, berichtet Theguardian.com. Auch der Online-Handel zeigte sich verhalten, die Umsätze fielen schon am Donnerstag stark. Die Zurückhaltung spiegle die Belastung durch Lebenshaltungskosten wider. Die Unternehmensberatung KPMG prognostiziere wegen schwacher Konsumausgaben und steigender Arbeitslosigkeit nur ein Prozent Wachstum für 2026.
Italiener wählen Temu zum besten Online-Händler
Temu hat laut Pressemitteilung den von Money.it ins Leben gerufenen „People’s Money Award“ als bestes E-Commerce-Unternehmen gewonnen. Die Auszeichnung beruhe auf einer öffentlichen Abstimmung in Italien, wo Temu seit 2023 aktiv sei. Eine von Temu beauftragte Ipsos-Umfrage habe ergeben, dass Kunden am Marktplatz vor allem die niedrigen Preise und das breite Sortiment schätzten. Die durchschnittliche Ersparnis liege bei 24 Prozent, so das Unternehmen.
Koreanische Plattformen testen nach Coupang-Leck ihre Daten
Koreanische Online-Plattformen führen Notfallüberprüfungen ihres Datenschutzstatus durch, nachdem E-Commerce-Riese Coupang ein Leck von 33,7 Mio. Kundendaten eingeräumt hat – nahezu der gesamte Kundenstamm, berichtet Koreatimes.co.kr. Kompromittiert seien Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Lieferdetails. Nach südkoreanischem Datenschutzrecht drohten nun Strafen von bis zu drei Prozent des Jahresumsatzes. Experten vermuten trotz erheblicher Investitionen in Datensicherheit (52,5 Mio. Euro allein dieses Jahr) eine fundamentale Systemlücke.
Japan verschärft Kontrollen gegen versteckte Abos
Japans Verbraucherbehörde intensiviert ihren Kampf gegen versteckte Abonnements im Online-Handel, berichtet Sumikai.com. Die Zahl der Beratungsanfragen sei von 58.000 im Jahr 2021 auf 89.000 im Jahr 2024 gestiegen. Besonders Kosmetika und Gesundheitsprodukte würden oft als einmalige Käufe beworben, entpuppten sich aber als langfristige Verträge. 2024 leiteten die Behörden 28 Verwaltungsverfahren ein – viermal mehr als im Vorjahr; im November sei gegen Bizm sogar eine sechsmonatige Geschäftsaussetzung verhängt worden, weil Hinweise auf ein Abonnement nur versteckt in den Nutzungsbedingungen erschienen seien.
Schweizer Einzelhandel wächst real um 2,7 Prozent
Der Schweizer Einzelhandel steigerte seine Umsätze im Oktober real um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie Handelszeitung.ch unter Berufung auf das Bundesamt für Statistik meldet. Nominal hätten die Verkäufe um 2,1 Prozent zugelegt – ein deutlicheres Wachstum als im September mit 1,8 Prozent. Während Bekleidung und Schuhe mit plus 2,3 Prozent am stärksten zulegten, seien die Umsätze mit Treibstoffen jedoch um 4,9 Prozent eingebrochen.
Weihnachten in Österreich: Fernost-Plattformen chancenlos
Das Weihnachtsgeschäft in Österreich startete vielversprechend, berichtet Handelsverband.at nach dem ersten Adventwochenende. Die Konsumenten planten durchschnittlich 389 Euro für Geschenke ein – praktisch Vorjahresniveau, aber deutlich unter den 432 Euro von 2021. Gutscheine bauten ihre Spitzenposition aus: 45 Prozent wollten sie verschenken, gefolgt von Geldgeschenken und gemeinsamer Zeit. Der stationäre Handel profitiere besonders: 46 Prozent kauften ausschließlich oder überwiegend in Geschäften – Fernost-Plattformen spielten mit sieben Prozent nur eine Nebenrolle.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Nach Mega-Ausfall: Amazon und Google verbünden sich
Amazon und Google haben einen gemeinsamen Multicloud-Netzwerkdienst gestartet, wie Reuters berichtet. Die Kooperation ermögliche Kunden, in Minuten statt Wochen private Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen den beiden Cloud-Plattformen einzurichten. Der Vorstoß komme gut einen Monat nach einem AWS-Ausfall, der Tausende Websites lahmgelegt und US-Unternehmen laut Parametrix 500 bis 650 Mio. Dollar gekostet habe. Salesforce nutze den Service bereits. AWS erwirtschaftete im dritten Quartal 33 Mrd. Dollar Umsatz – mehr als doppelt so viel wie Google Cloud mit 15,16 Mrd. Dollar.
Influencer-Branche verlässt die Experimentierphase
Das Influencer-Marketing in Europa habe seine experimentelle Phase hinter sich gelassen und werde zum fundamentalen Strategieinstrument, berichtet Fashionunited.de. Marken investierten bereits durchschnittlich 175.000 Euro, jeder zehnte Werbetreibende mehr als eine Mio. Euro. 74 Prozent der Fachleute erwarteten im kommenden Jahr Budgetsteigerungen, über die Hälfte rechne mit Zuwächsen von mehr als zehn Prozent. Die Investitionen konzentrierten sich auf langfristige Partnerschaften, nutzergenerierte Inhalte und bezahlte Reichweitenverstärkung, während das klassische Affiliate-Marketing an Relevanz verliere. Drei Viertel der Marken planten, künftig mit mehr Influencern zusammenzuarbeiten.
Briten wollen KI-Tracking, aber keine Roboter-Hotline
Britische Konsumenten begrüßen künstliche Intelligenz im E-Commerce, allerdings mit klaren Grenzen, berichtet Channelx.world. 60 Prozent wünschten sich KI-gestütztes Echtzeit-Liefertracking, 57 Prozent intelligentere Auftragsverteilung vom nächstgelegenen Lager. Gleichzeitig lehnte aber die Hälfte Kundendienst per KI ab – bei Problemen wolle man lieber menschlichen Kontakt. Besonders bemerkenswert: 81 Prozent sähen den Ersatz menschlicher Jobs durch Algorithmen mit Unbehagen; 94 Prozent forderten absolute Transparenz darüber, wie Händler ihre Daten verarbeiteten.