Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
Bike24 radelt mit 18 Prozent Plus ins neue Jahr
Bike24 verzeichnet im ersten Quartal 2025 ein Umsatzplus von 17,8 Prozent auf 58 Mio. Euro, berichtet Retail-News.de. Der Online-Fahrradhändler aus Dresden habe trotz schwacher Saisonstartphase ein positives Ebitda von 0,6 Mio. Euro erwirtschaftet – eine Verbesserung um 2,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Besonders dynamisch hätten sich Polen und Finnland mit Wachstumsraten von 30 bzw. 26 Prozent entwickelt.
Ebay-Händler müssen W-IdNr. bestätigen
Ebay fordert alle gewerblichen Verkäufer zur Bestätigung ihrer neuen Wirtschafts-Identifikationsnummer auf, berichtet Onlinehaendler-News.de. Die seit November 2024 automatisch vergebene W-IdNr. basiere auf der bestehenden Umsatzsteuer-ID, teils mit angehängtem Suffix „-00001“. Bei steuerlichen Einheiten ohne eigene Betriebsstätten bleibe die Nummer unverändert. Der Marktplatz habe die Nummern bereits vorausgefüllt, sodass Händler sie nur noch bestätigen müssten.
Homeoffice: Deutschland knapp hinter Kanada und Großbritannien
Deutsche arbeiten mit 1,6 Tagen pro Woche überdurchschnittlich oft im Homeoffice, meldet das Ifo-Institut nach einer Auswertung in 40 Ländern. Laut der Studie liege dieser Wert deutlich über dem globalen Schnitt von 1,2 Tagen. Nur in Finnland (1,7), Großbritannien (1,8) und Kanada (1,9) verbrächten Hochschulabsolventen mehr Arbeitszeit in den eigenen vier Wänden. Beschäftigte mit Nachwuchs pendelten häufiger zwischen Homeoffice und Firmensitz, während Kinderlose eher vollständig an einem Ort arbeiteten. Weltweit sei die Homeoffice-Quote seit 2023 stabil geblieben.
HANDEL INTERNATIONAL
USA: Temu liefert nicht mehr aus China
Der chinesische Online-Händler Temu hat den Warenversand aus China in die USA eingestellt, berichtet HNA.de. Verbraucher könnten über die App nur noch lokale Angebote sehen und bestellen. Während Temu aktiv US-Verkäufer anwerbe, um Preisanpassungen zu vermeiden, habe Konkurrent Shein mit Preiserhöhungen reagiert. Die Entscheidung sei eine Reaktion auf Donald Trumps verschärfte Zölle und das Ende der De-minimis-Regel für Pakete mit einem Wert von unter 800 Dollar.
Amazons Gewinnprognose enttäuscht trotz Rekordquartal
Amazon senkt wegen der US-Zollpolitik seine Gewinnprognose, berichtet Heise.de. Der Umsatz im letzten Quartal sei um neun Prozent auf 155,7 Mrd. Dollar gestiegen, während der Gewinn auf 17,13 Mrd. Dollar geklettert sei. Die Cloudsparte AWS habe mit 17 Prozent Wachstum die hochgesteckten Erwartungen knapp verfehlt. Konzernchef Jassy wittere bei manchen Produkten bereits Hamsterkäufe aus Furcht vor Preisanstiegen. Experten warnten wegen mangelnder Importe aus China auch vor Lieferengpässen im Sommer.
USA-Reiseflaute drückt Airbnb-Prognose
Airbnb-Aktien stürzten nach enttäuschender Quartalsprognose um mehr als sechs Prozent ab, berichtet Fastcompany.com. Während global die Buchungen um acht Prozent stiegen, brach der Nettogewinn um beachtliche 41,7 Prozent auf 154 Mio. Dollar ein. Der Vermietungsriese erwarte für das zweite Quartal einen Umsatz von 2,99 bis 3,05 Mrd. Dollar, was deutlich unter den Analystenschätzungen liege. Schuld sei die schwächelnde US-Nachfrage, bedingt durch die politische Lage.
Tiktok zu 530 Mio. Euro Strafe verurteilt
Tiktok muss eine Rekordstrafe von 530 Mio. Euro wegen Datenschutzverstößen zahlen, berichtet Spiegel.de. Die irische Datenschutzkommission habe die Sanktion verhängt, weil die Videoplattform entgegen eigener Angaben EU-Nutzerdaten nach China transferiert habe. Tiktok müsse nun seine Datenverarbeitung binnen sechs Monaten DSGVO-konform umgestalten, wolle jedoch Einspruch einlegen.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Produktentdeckung oder Wegwerfkultur: ChatGPT Shopping
ChatGPT erweitert sein Angebot um eine Shopping-Funktion, die bei Einkaufsanfragen Produktkarussells präsentiert. Die in GPT-4o und 4o-mini integrierte Neuerung könnte laut Fashionunited.de besonders für weniger bekannte Mode-Marken eine Chance zur verbesserten Sichtbarkeit darstellen. Die nahtlose Verknüpfung von Vorschlag und Kaufmöglichkeit wecke jedoch Bedenken, da sie überlegte Kaufentscheidungen untergraben und Impulskäufe fördern könne, was letztlich Wegwerfmentalität und Fast-Fashion-Kreisläufe befeuere.
Firefox ohne Google-Deal vor dem Aus
Firefox könnte ohne den lukrativen Google-Suchdeal vor dem Aus stehen, warnt Mozilla-Finanzchef Eric Muhlheim laut Theverge.com in seiner Aussage im Kartellverfahren gegen Google. Die Suchmaschinen-Vereinbarung mache rund 85 Prozent der Firefox-Einnahmen aus, welche wiederum 90 Prozent des Mozilla-Umsatzes darstellten. Ein abruptes Ende dieser Zahlungen würde eine gefährliche „Abwärtsspirale“ mit massiven Kürzungen auslösen und die einzige nicht von Big Tech kontrollierte Browser-Engine gefährden.
Student programmiert in einer Woche „Preisrunter.at“
Ein 20-jähriger Informatikstudent hat eine neue Preisvergleichsplattform für Lebensmittel entwickelt, berichtet ORF.at. David Wurm habe den funktionsfähigen Prototyp für „Preisrunter.at“ innerhalb einer Woche programmiert. Die Plattform vergleiche Produkte aller großen Supermarkt- und Drogerieketten und verfüge über eine KI-gestützte Aktionsvorhersage sowie eine Alarmfunktion bei versteckten Preiserhöhungen. Seit der Kooperation mit der Arbeiterkammer nutzten bis zu 70.000 Menschen den Service, der künftig auch kleinere Händler ohne Online-Präsenz einbinden möchte.
Die Wikipedia setzt auf KI
Die Wikimedia Foundation hat einen strategischen Plan für KI-Unterstützung ihrer freiwilligen Mitarbeiter vorgestellt, berichtet Golem.de. Von 2025 bis 2028 solle die künstliche Intelligenz in vier Kernbereichen zum Einsatz kommen: bei der Moderation zum Erkennen von Falschinformationen, zur Entlastung der Editoren bei Routineaufgaben, für Übersetzungshilfen zugunsten kleinerer Sprachversionen sowie beim Mentoring neuer Mitarbeiter. Obwohl die Stiftung Open-Source-Lösungen bevorzuge, fehle es an Ressourcen für eigene Basismodelle. Welche KI-Systeme konkret zum Einsatz kämen, sei noch offen.