Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von Etailment.de.
Der Einzelhandel steht niemals still: heute Social Commerce, morgen KI-Personalisierung
Käufer erwarten, dass an jedem Kontaktpunkt alles schnell und reibungslos funktioniert. Hinter den Kulissen ist dies jedoch komplex – daher verzichten führende Marken auf schwerfällige Software-Pakete und setzen stattdessen auf einen Composable-Ansatz, der schneller und flexibler ist und auf Veränderungen ausgelegt ist. Der Guide von Contentful zeigt, wie Sie konsistent bleiben, personalisieren, Omnichannel-Lösungen umsetzen und innerhalb weniger Wochen liefern können.
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HANDEL NATIONAL
DHL bündelt US-Importe unter einer Zollanmeldung
DHL lanciert den „Consolidated Clearance Service“, der für Importe in die USA mehrere Warensendungen unter einer Zollanmeldung bündelt, berichtet Retail-News.de. Die Lösung spare Zeit und Kosten, erleichtere die Umstellung von der vereinfachten De-Minimis-Abfertigung auf formelle Verfahren und biete gerade bei Spitzenzeiten wie Black Friday mehr Planungssicherheit. Hintergrund sei der wachsende Regulierungsdruck durch strengere US-Zollregeln.
Etsy schließt Rechtslücke bei digitalen Produkten
Etsy ermöglicht erstmals den rechtssicheren Verkauf digitaler Produkte durch eine neue Checkbox-Funktion, berichtet Onlinehaendler-News.de. Bisher hätten Händler digitale Dateien manuell versenden müssen, um Abmahnrisiken zu vermeiden. Die neue Checkbox-Lösung fordere Käufer auf, explizit auf ihr Widerrufsrecht zu verzichten – eine gesetzliche Voraussetzung, da bei digitalen Inhalten die Prüfung bereits Konsum bedeute. Die Bestellbestätigung enthalte zudem einen Hinweis auf den Ausschluss von Rückgabe und Umtausch. Die Texte seien transparent formuliert und entsprächen den rechtlichen Anforderungen, sodass Etsy-Händler digitale Produkte nun ohne umständlichen Workflow und Abmahngefahr anbieten könnten.
Unternehmen blicken zuversichtlicher nach vorn
Die Stimmung deutscher Unternehmen hat sich im Oktober verbessert – der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte auf 88,4 Punkte nach 87,7 im Vormonat. Auch im Handel habe sich das Klima aufgehellt. Verantwortlich dafür seien optimistischere Erwartungen für die kommenden Monate und die Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung im kommenden Jahr. Die aktuelle Lage werde allerdings schlechter bewertet als im Vormonat.
HANDEL INTERNATIONAL
Indien: E-Commerce legt im Festival-Monat um 27 Prozent zu
Der indische E-Commerce verzeichnete während der Festlichkeiten rund um Diwali ein Umsatzplus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet Indiatimes.com. Treiber seien landesweite Steuersenkungen und robuste Nachfrage aus kleineren Städten gewesen. Amazon India habe mit 2,76 Mrd. Besuchen einen neuen Rekord aufgestellt, wobei über 70 Prozent der Kunden aus der Provinz stammten. Der Quick Commerce steuere zwölf Prozent zum Festival-Umsatz bei – so habe z.B. der Online-Lebensmittelhändler Bigbasket ein Jahresplus von 500 Prozent gemeldet. Auch D2C-Marken wie Snitch hätten um bis zu 40 Prozent zulegen können.
Amazon plant Milliardeninvestition in den Niederlanden
Amazon investiert in den kommenden drei Jahren 1,4 Mrd. Euro in sein niederländisches Geschäft, wie Reuters.com berichtet. Die Summe markiere die bislang größte Investition in den Standort, in dem der Konzern seit 2020 aktiv sei und aktuell rund 1.000 Menschen beschäftige. Das Geld fließe unter anderem in die Entwicklung künstlicher Intelligenz für die Händler auf der Plattform, erkläre Landeschefin Eva Faict. Im niederländischen Online-Handel liege Amazon weiterhin hinter Marktführer Bol.com zurück.
Spezialisierte Marktplätze erobern den Online-Handel
Spezialisierte Marktplätze gewinnen im Online-Handel massiv an Bedeutung, berichtet Retaildive.com. Laut Boston Consulting Group entfiele mittlerweile 67 Prozent des globalen E-Commerce-Umsatzes auf Marktplätze – vor zehn Jahren seien es erst 40 Prozent gewesen. 70 Prozent der Verbraucher würden bei vergleichbaren Preisen Spezialisten gegenüber Vollsortimentern bevorzugen. Die Erlöse dieser Plattformen lägen durchschnittlich bei acht bis 15 Prozent pro Transaktion, in der Mode bei bis zu 30 Prozent. Entscheidend werde künftig nicht mehr die Katalogbreite, sondern Kuration und Expertise.
Klarna steigt ins Abo-Geschäft ein: Cashback statt Ratenkauf
Klarna startet in Deutschland kostenpflichtige Abonnements für 17,99 oder 44,99 Euro monatlich, berichtet Capital.de. Die Mitgliedschaften böten Cashback, Reiseversicherungen und Zugriff auf Zeitschriften wie Vogue oder Apps wie Headspace. Das teurere Max-Abo gewähre zusätzlich unbegrenzten Lounge-Zugang an Flughäfen. Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg kritisiere, dass es Klarna wohl darum gehe, noch mehr Daten ihrer Kunden zu sammeln.
Temu und Shein verdrängen australische Händler
Australische Einzelhändler kämpfen gegen den Kollaps, weil Kunden vermehrt zu Temu und Shein abwandern, berichtet Theaustralian.com.au. Die chinesischen Plattformen böten Billigware mit rasanter Lieferung, gegen die lokale Geschäfte selbst im Großhandel nicht ankämen. So verzeichne beispielsweise der Kostümhändler Ezra Mercury beim Halloween-Geschäft einen Umsatzrückgang von 48 Prozent binnen Jahresfrist – seine jährlichen Verluste seien von 6.000 auf 15.000 Dollar gestiegen. Ohne staatliche Eingriffe drohten leere Einkaufszentren mit Folgen für Immobilienwerte und für Rentenfonds.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Die Hälfte der Verbraucher hat keine Lieblingsmarke
45,7 Prozent der Verbraucher fühlen sich keiner Marke verbunden, so die aktuelle Deloitte-Studie „Brand Connection“ laut Fashionunited.de. Zwar sei das Vertrauen in heimische Unternehmen und Nischenmarken innerhalb von fünf Jahren um jeweils knapp 29 Prozentpunkte gestiegen, doch könne Markenloyalität dennoch nicht mehr als selbstverständlich gelten. Dafür seien Alltagsrelevanz, Qualität und Authentizität die entscheidenden Merkmale, im digitalen Bereich noch ergänzt um den einfachen Zugang als wichtigstem Faktor. Social Commerce habe besonders in Frankreich und Italien Bedeutung erlangt, doch spielten Influencer in Europa allgemein eine unwichtigere Rolle als in den USA oder China.
Amazon plant Milliardeninvestition in die Weiterbildung
Amazon investiert 2,5 Mrd. Euro in das globale Qualifizierungsprogramm „Future Ready 2030“, wie das Unternehmen meldet. Damit wolle man bis 2030 insgesamt 50 Mio. Menschen – Mitarbeitende, Studierende und Jobsuchende – auf den Arbeitsmarkt der Zukunft vorbereiten. Das bisherige Upskilling-Programm habe seit 2019 bereits über 700.000 Amazon-Beschäftigte weltweit erreicht und damit das ursprüngliche Ziel von 100.000 Teilnehmern deutlich übertroffen. Absolventen technischer Lehrgänge würden laut Amazon bis zu 58 Prozent mehr verdienen als der Durchschnitt in Einstiegspositionen.
Erstes KI-Betriebssystem kommt aus Saudi-Arabien
Das saudi-arabische Start-up Humain kündigt noch für diese Woche „Humain 1“ an, das bisher erste KI-Betriebssystem, berichtet Heise.de. Statt Apps und Icons könnten Nutzer ihren Rechner damit komplett per Spracheingabe steuern. Bewusst wolle man sich als Alternative zu Windows und Mac-OS positionieren. Intern verzichte das erst im Mai gegründete und vom Königreich direkt finanzierte Unternehmen auf klassische Personal- oder Finanzabteilungen, weil die eigenen KI-Agenten – die künftig auch als Abomodelle angeboten werden sollen – diese Aufgaben erfüllen könnten.
NACHHALTIGKEIT
Ebay wird Pre-Loved-Partner von Vogue und GQ
Ebay wird offizieller Pre-Loved-Partner von Condé Nast in den USA, Großbritannien und Deutschland, wie das Unternehmen mitteilt. Die mehrjährige Kooperation vereine das Modeportfolio von Titeln wie Vogue, GQ und Vanity Fair mit Ebays drei Jahrzehnte währendem Engagement für die Second-Hand-Mode. Nach gemeinsamen Projekten bei der Met Gala und den Vogue-World-Events rücke die Partnerschaft gebrauchte Luxusmode nun stärker ins Zentrum der internationalen Modewelt. Künftig wolle man die Zusammenarbeit über Mode hinaus ausweiten und gemeinsam bewussten Konsum sowie vertrauenswürdigen Wiederverkauf vorantreiben.