
Aktuelle E-Commerce-News: Ebay, Trade Republic, Amazon, Tiktok, Microsofts KI, Metas Metaverse, OpenAIs Chats, Whatsapp und weitere Themen im Überblick.
Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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Erfolgsfaktor Payment: Mehr Kosteneffizienz und Unabhängigkeit mit der richtigen Zahlungslösung
Der deutsche Handel steht unter Druck: Steigende Energiekosten, Inflation, Personalmangel und volatile Lieferketten belasten die Margen. Zuverlässige und planbare Kostenstrukturen sind wichtiger denn je. Gleichzeitig wachsen die Abhängigkeiten von internationalen Konzernen – auch bei kritischen Infrastrukturen wie Zahlungssystemen. Umso relevanter ist es für den Handel, sich nun mit der eigenen Bezahlinfrastruktur und den damit verbundenen Kosten und Abhängigkeiten zu beschäftigen.
HANDEL NATIONAL
Ebay verlängert Lieferzeiten – Händler rechtlich machtlos
Ebay verändert einseitig die von Händlern angegebenen Lieferzeiten – teilweise von wenigen Tagen auf fast zwei Wochen, berichtet Onlinehaendler-News.de. Die Konversionsraten würden dadurch messbar einbrechen. Der Marktplatz begründe dies mit dynamischen Anpassungen an Transportzeiten, regionale Feiertage und saisonale Peaks. Rechtlich stünden Händler weitgehend hilflos da: Ebays AGB schlössen Haftung aus, algorithmische Fehler gälten lediglich als leichte Fahrlässigkeit. Auch ein sogenannter „Eingriff in den Gewerbebetrieb“ oder wettbewerbsrechtliche Ansprüche seien kaum durchsetzbar.
Zwei Freunde auf dem Weg zum weltweiten Erfolg: Wie das Unternehmen Blockhütte zum ‚Rising Star‘ wurde und welche Rolle Amazon Ads dabei spielt
„Wir waren im selben Kindergarten“, erzählt Nils Hack, Mitbegründer von Blockhütte. Was mit zwei besten Freunden, einer gemeinsamen Vision für nachhaltige Lunchboxen und einer Investition von 3.000 € begann, hat sich zu einem Unternehmen mit einem Umsatz von 6 Millionen € entwickelt. Ihre Geschichte ist nur eine von vielen faszinierenden Erfolgsgeschichten, die in der innovativen Doku-Serie „Rising Stars by Amazon Ads“ vorgestellt werden, die die wahren Geschichten hinter aufstrebenden Marken aus Europa erzählt.
Trade Republic verspricht nach Beschwerden besseren Support
Trade Republic verspricht Verbesserungen im Kundenservice, nachdem die Beschwerden massiv zugenommen haben, berichtet T3N.de. Der Verbraucherzentrale Bundesverband habe bis Ende Oktober 350 Beschwerden registriert – 75 Prozent mehr als im Vorjahr. Kein anderer Neobroker und keine Digitalbank schneide schlechter ab. Nutzer kritisierten bereits im April App-Ausfälle während der Trump-bedingten Börsenturbulenz, im Sommer verzögerte Dividendenauszahlungen. Kurz darauf habe Trade Republic den eigenen Support eingestellt und externe Dienstleister beauftragt. Aktuell führe nur ein Chatbot zur KI oder zu menschlichen Mitarbeitern – eine Telefon-Hotline aber fehle.
Ifo-Index 2025: Wirtschaft tritt auf der Stelle
Das Geschäftsklima in Deutschland stagnierte 2025 nahezu vollständig, wie das Ifo-Institut meldet. Der Index habe von Januar bis November lediglich um 2,8 Punkte zugelegt, wobei sich die Geschäftslage kaum verändert habe. Die Unternehmen blickten nüchtern und besorgt auf die wirtschaftliche Entwicklung, erklärt Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe. Von einer Erholung könne keine Rede sein.
Europa: Einzelhandel tritt auf der Stelle
Der Einzelhandelsumsatz in Eurozone und EU stagnierte im Oktober 2025, meldet Eurostat. Während Lebensmittel und Treibstoffe leicht zulegten, gingen Non-Food-Produkte zurück. Im Jahresvergleich wachse der Handel weiterhin moderat um 1,5 Prozent in der Eurozone und 1,6 Prozent in der EU. Luxemburg verzeichnete monatlich mit 3,6 Prozent den stärksten Anstieg, Belgien mit minus 1,3 Prozent den deutlichsten Rückgang. Über das gesamte Jahr führe Zypern mit fast zehn Prozent Plus.
Tiktok UK: 50 Prozent mehr Umsatz an den Aktionstagen
Tiktok Shop UK verzeichnete am Black Friday den umsatzstärksten Tag seiner Geschichte, berichtet Channelx.world. Über das gesamte BFCM-Wochenende seien die Umsätze um 50 Prozent gestiegen; allein am Freitag habe die Plattform 27 Artikel pro Sekunde verkauft. Die Zahl der Käufer sei um 28 Prozent gewachsen; Live Shopping legte um 68 Prozent zu. Auch britische Traditionsmarken wie M&S und etablierte TV-Shopping-Anbieter wie QVC verzeichneten starke Zuwächse auf der Plattform – ein Zeichen dafür, dass Tiktok längst nicht mehr nur junge Kunden erreicht.
Amazon USA will eigene Post aufbauen
Amazon erwägt laut Techcrunch.com den Aufbau eines eigenen landesweiten Zustellnetzes und die Beendigung der Partnerschaft mit der amerikanischen Post USPS. Der aktuelle Vertrag laufe im Oktober 2026 aus, die Verhandlungen über eine Verlängerung seien allerdings ins Stocken geraten – belastet durch Trumps Privatisierungspläne für den staatlichen Postdienst. Die USPS bezog 2025 rund 7,5 Prozent ihrer Einnahmen aus dem Amazon-Geschäft. Der Konzern betreibe bereits ein großes Transportnetzwerk, das auch Flugzeuge, Elektrotransporter und autonome Drohnen umfasse.
Microsoft streitet um KI-Quoten
Microsoft habe die Verkaufsquoten für KI-Produkte gesenkt, berichtet ITMagazine.ch unter Berufung auf The Information. Besonders die Azure-Sparte habe ihre Wachstumsziele verfehlt – eine Korrektur nach unten sei für den Konzern ungewöhnlich. Der Konzern dementiere allerdings vehement und werfe The Information vor, Wachstum mit Verkaufsquoten zu verwechseln. Zwar sei der Cloud-Umsatz im ersten Quartal um 26 Prozent auf 49 Mrd. Dollar gestiegen, doch die Information, wie viel davon tatsächlich aus KI-Diensten stamme, bleibe Microsoft schuldig.
Das Metaverse fällt 30 Prozent kleiner aus
Meta plant laut Reuters.com Kürzungen von bis zu 30 Prozent im Metaverse-Budget. Die Reality-Labs-Sparte habe seit 2020 über 60 Mrd. Dollar verbrannt, ohne die Vision vernetzter virtueller Welten über die Gaming-Szene hinaus etablieren zu können. Die Einschnitte würden ab Januar vermutlich Entlassungen nach sich ziehen. Während das Metaverse schrumpfe, kämpfe Meta zeitgleich um Anschluss im KI-Wettlauf – auch das neue Modell Llama-4 habe trotz eines Jahresbudgets von 72 Mrd. Dollar eher enttäuscht.
OpenAI muss 20 Mio. Chats herausgeben
OpenAI muss im Urheberrechtsstreit mit der New York Times 20 Mio. anonymisierte ChatGPT-Chat-Protokolle offenlegen, berichtet Spiegel.de. Die Medienhäuser wollten prüfen, ob der Chatbot geschützte Inhalte wiedergebe – OpenAI hatte die Herausgabe verweigert und argumentiert, 99,99 Prozent der Mitschriften seien irrelevant. Die Klage zählt zu einer Welle von Verfahren gegen Tech-Konzerne, denen vorgeworfen wird, urheberrechtlich geschütztes Material ohne Erlaubnis für KI-Training zu nutzen. OpenAI berufe sich zwar auf die Fair-Use-Regelung, räume aber ein, dass ChatGPT in seltenen Fällen Netzinhalte vollständig auswendig lerne.
Brüssel prüft Wettbewerbsverstoß bei Whatsapp
Die EU-Kommission ermittelt gegen Meta wegen möglicher Wettbewerbsverstöße auf Whatsapp, berichtet Zeit.de. Der Konzern habe im Oktober seine Geschäftsbedingungen so geändert, dass KI-Unternehmen von einer Business-Funktion ausgeschlossen würden – nur Metas eigener Assistent bleibe zugelassen. Andere Firmen dürften KI lediglich für unterstützende Zwecke wie automatisierten Kundenservice nutzen. Meta drohe ein Bußgeld – im April hatte Brüssel bereits 200 Mio. Euro wegen Wettbewerbsverstößen auf Instagram und Facebook verhängt.
Coupangs Datenpanne = neuer Nutzer-Rekord
Die südkoreanische E-Commerce-Plattform Coupang verzeichnete mit 17,98 Mio. täglichen Nutzern einen Allzeitrekord, berichtet Koreatimes.co.kr. Der Anstieg erfolgte unmittelbar nach der Bekanntgabe einer massiven Datenpanne: 33,7 Mio. Kundendaten seien kompromittiert worden, darunter Namen, Telefonnummern und Lieferadressen. Der Anstieg bedeute aber nicht, dass den Nutzern Datensicherheit egal wäre: Die paradoxe Entwicklung sei vielmehr darauf zurückzuführen, dass Kunden ohne direkten Schaden die Plattform weiter nutzten, und dass viele Nutzer einfach ihre Login-Historie prüfen oder Passwörter ändern wollten.
KI prägt das Weihnachtsgeschäft in den USA
Fast die Hälfte der US-Konsumenten nutzt beim Weihnachtseinkauf KI-Tools für Geschenkideen und Preisvergleiche, berichtet Retail-News.de. Besonders die Generation Z treibe den digitalen Wandel: 45 Prozent wünschten sich Kryptowährungen als Geschenk, 44 Prozent zahlten bereits damit. Die junge Zielgruppe setze zudem auf biometrische Authentifizierung (71 Prozent), internationale Käufe (60 Prozent) und Social Shopping (55 Prozent). Allerdings bevorzugten 61 Prozent aller Befragten weiterhin menschliche Beratung; 60 Prozent forderten mehr Transparenz bei der Datennutzung.
Deutschland googelt 2025 Politisches
Deutschland googelte 2025 vor allem Politisches, so der Jahresüberblick der Suchmaschine. Die meistgestellte Frage sei „Wie wähle ich bei der Bundestagswahl?“ gewesen, dicht gefolgt von Recherchen zu Schuldenbremse und Brandmauer. Zwischen Bundestagswahl und Iran-Konflikt habe sich aber auch Labubu schieben können. Bei den Memes führte die Frage nach „6-7“, während der „Action-Figure-Trend“ (KI-Bilderzeugung) viral triumphiert habe. Kurios: Die Deutschen fragten auch auffallend oft, ob Pferde Gurken essen dürften; warum der Teller in der Mikrowelle heiß werde, das Essen aber kalt bleibe und warum Pro7 jetzt Pro8 heiße. (Hinweis: Es ging um eine Wette von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf).