
Aktuelle E-Commerce-News: Flink + Amazon, Bestpreissiegel, Miete24 + Grenke, Meesho, Thailand, BNPL, John Lewis, China und weitere Themen im Überblick.
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HANDEL NATIONAL
Flink wirbt um Amazon und Prosus als Investoren
Der Berliner Lieferdienst Flink sucht neue Investoren für eine Finanzierungsrunde unter 100 Mio. Euro, berichtet Golem.de unter Berufung auf das Handelsblatt. Zu den potenziellen Geldgebern zählten Amazon und der Technologieinvestor Prosus. Flink-Chef Julian Dames erkläre, sein Unternehmen sei seit August profitabel und wolle nach mehr als zwei Jahren Restrukturierung wieder expandieren. Der Umsatz habe 2024 rund 600 Mio. Euro betragen, für dieses Jahr strebe man zweistelliges Wachstum an.
Billiger.de verteilt 140 Bestpreissiegel
Billiger.de hat 140 Bestpreissiegel an Online-Shops und Marktplätze in 14 Kategorien vergeben, meldet das Preisvergleichsportal. Die Auszeichnung basiere auf dauerhaft niedrigen Preisen bei gefragten Produkten, einem breiten Sortiment und positiven Kundenbewertungen über ein Jahr hinweg. Überraschungen seien nicht ausgeschlossen: So sei Computer-Händler Alternate im Bereich „Baby & Spielwaren“ ausgezeichnet worden und in der Kategorie „Lebensmittel & Getränke“ finde man auch Büroshop24 und Saturn.
Miete24 und Grenke digitalisieren Leasing-Abwicklung
Miete24 und Leasing-Spezialist Grenke haben laut Pressemitteilung mit dem „Partnerhub“ eine gemeinsame Plattform gestartet, die Leasinggeschäfte vollständig digitalisiert. Partner könnten über die neue Lösung Angebote binnen Minuten kalkulieren und den gesamten Prozess – von der Anfrage bis zur Finanzierungsentscheidung – online abwickeln, ohne Vorkenntnisse mitzubringen. Die Plattform lasse sich per API nahtlos in bestehende ERP-Systeme oder Online-Shops integrieren.
Indische E-Commerce-Plattform Meesho geht an die Börse
Die indische E-Commerce-Plattform Meesho plant einen Börsengang mit frischen Aktien im Wert von 484 Mio. Dollar, wie Indiatimes.com berichtet. Bestehende Investoren wie Elevation Capital würden zusätzlich Anteile veräußern, das Gesamtvolumen liege bei umgerechnet 660 bis 752 Mio. Dollar. Im Segment „Home und Kitchen“ halte das Unternehmen einen Marktanteil von 23 bis 25 Prozent. Der IPO falle in einen boomenden Markt: Indien steuere auf ein Rekordjahr zu.
Thailands E-Commerce wächst auf 28,6 Mrd. Euro
Thailands E-Commerce-Markt expandierte 2024 um 14 Prozent auf 28,6 Mrd. Euro, berichtet Nationthailand.com. Trotz schwacher Kaufkraft stürzten sich Konsumenten auf das Online-Shopping – befeuert von Shopee, Lazada und dem Newcomer Tiktok. Die beiden Platzhirsche Shopee und Lazada teilten sich über 80 Prozent des Markts. Tiktok Shop habe in seinem ersten Jahr bereits 314 Mio. Euro umgesetzt; ein einzelner Influencer-Livestream habe rekordverdächtige 1,2 Mio. Zuschauer mobilisieren können. E-Commerce mache mittlerweile rund ein Viertel des gesamten thailändischen Einzelhandels aus.
Buy Now Pay Later wächst auf 86 Mrd. Dollar
Der globale E-Commerce-BNPL-Markt erreichte 2024 ein Volumen von 5,2 Mrd. Dollar und soll bis 2034 auf 86,2 Mrd. Dollar wachsen, wie Market.us berichtet. Mobilgeräte und Laptops machten knapp 30 Prozent aller Ratenkäufe aus. Automatische Abbuchungen seien mit 73 Prozent die bevorzugte Methode. Millennials stellten mit 31 Prozent die aktivste Nutzergruppe dar. Händler steigerten ihre Konversionen durch BNPL-Integration um 20 bis 30 Prozent.
John Lewis startet Marktplatz für Premium-Mode
Der britische Einzelhändler John Lewis startet eine Marktplatz-Plattform für Premium-Modemarken, berichtet Retail-News.de. Die auf Mirakl-Technologie basierende Lösung ermögliche Marken über den Direktversand einen schnelleren Zugang zum britischen Markt, ohne dass John Lewis selbst Ware lagern müsse. Kunden erhielten dadurch ein erweitertes Sortiment hochwertiger Kollektionen über Website und App.
China Wachstum sinkt auf „nur“ 4,8 Prozent
Chinas Wirtschaft wuchs im dritten Quartal nur noch um 4,8 Prozent – das schwächste Tempo seit einem Jahr, berichtet BBC.com. Grund seien die anhaltende Immobilienkrise und eskalierende Handelsspannungen mit den USA. Während Exporte um 8,4 Prozent zulegten und Branchen wie die Robotik florierten, fielen Immobilieninvestitionen um 13,9 Prozent. Der Sektor mache ein Drittel der Wirtschaft aus und bleibe deren größte Bremse.
Listfast.ai: Vom Foto zum fertigen Ebay-Angebot
Das britische Start-up Listfast.ai automatisiert die Erstellung von Ebay-Angeboten mithilfe künstlicher Intelligenz, berichtet Channelx.world. Die Plattform generiere aus hochgeladenen Produktfotos SEO-optimierte Titel und Beschreibungen, füge Bildern automatisch einen weißen Hintergrund zu und schlage passende Ebay-Kategorien vor. Über die Inventory-API ließen sich Listings per Klick veröffentlichen. Frühe Anwender – darunter Reseller und Kleinunternehmen – berichten von 70 Prozent schnelleren Abläufen gegenüber manuellen Uploads.
Marketing 2030: Marken brauchen eigene digitale Agenten
Persönliche KI-Assistenten werden bis 2030 zu Gatekeepern zwischen Menschen und Marken, so der neue Trendreport von Syzygy und Diffferent. Marken müssten ihre Inhalte durch Generative Engine Optimization (GEO) so aufbereiten, dass KI-Systeme sie als vertrauenswürdig einstuften. Zudem bräuchten Unternehmen eigene „Branded AI Agenten“, die mit den persönlichen Assistenten der Kunden interagierten und eine sogenannte „Agentic Experience“ schafften. Trotz Hyperpersonalisierung müsse der Markenkern aber über alle Kanäle konsistent bleiben. Hinweis: Wir haben die Schreibweise von Diffferent korrigiert.
Kaufkraft-Gefälle: Dublin 13-mal stärker als Mayotte
Dublin und die irische Region South-West verzeichneten 2023 mit Kaufkraftstandards von 139.500 bzw. 137.300 die höchste Wirtschaftsleistung pro Kopf aller EU-Regionen, wie Eurostat mitteilt. Wolfsburg und Paris folgten mit 136.500 bzw. 126.900. Am unteren Ende rangiere die französische Überseeregion Mayotte mit 10.500, knapp vor den bulgarischen Regionen Haskovo und Silistra. Kaufkraftstandards (PPS oder Purchasing Power Standard) nivellieren Preisunterschiede zwischen Ländern und zeigen, was sich Menschen real leisten können.