Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
IWF senkt Prognose für Deutschland auf 0,2 Prozent
Für das laufende Jahr rechnet der Internationale Währungsfonds in Deutschland nur mit einem Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent, berichtet Businessinsider.de. Das ist das Schlusslicht unter den G7-Staaten. Für 2025 liegt die Schätzung bei 1,3 Prozent, was dann eine Verbesserung auf Platz sechs bedeuten würde. Langfristig befürchtet der IWF strukturelle Probleme für die deutsche Wirtschaft durch den Rückgang der Erwerbsbevölkerung und Investitionshemmnisse. Bleibt zu hoffen, dass der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage mit seiner Wachstumsprognose von 0,7 Prozent Recht behält.
Bezahlkarte für Asylbewerber: Alles klar für Online-Shops
Mit den neuen Bezahlkarten werden Asylbewerber prinzipiell auch online einkaufen können. Trotz aller Diskussionen um Einschränkungen: Händler können die Bestellungen ruhigen Gewissens abwickeln. Etailment.de hat die Details.
Hamburg ist am digitalsten
Hamburg belegt mit 73,5 von 100 möglichen Punkten den ersten Platz im Bitkom Digitalranking. Es folgt Berlin mit 71,5 Punkten vor Bayern mit 66,9 Punkten. Dahinter liegen Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Sachsen, Bremen, Niedersachsen, Brandenburg, Saarland, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern. Das Schlusslicht bilden Sachsen-Anhalt (52,2 Punkte) und Thüringen (49,6 Punkte). Die Studie basiert auf einer Abfrage bei allen Landesregierungen, der Auswertung von Drittstudien und amtlichen Statistiken sowie einer Umfrage unter 5.600 Bürgern.
Gedruckte Prospekte immer noch beliebt
79 Prozent der Verbraucher, genauso viele wie im Vorjahr, nutzen wöchentlich gedruckte Prospekte und Handzettel, um nach Angeboten in Lebensmittelläden (72 Prozent), Drogerien (53 Prozent) und Baumärkten (36 Prozent) zu stöbern, zitiert Lebensmittelzeitung.net eine Studie von IFH Media Analytics. Allerdings nutzen 62 Prozent mittlerweile auch digitale Prospekte und somit sechs Prozent mehr als 2023. Als „Online-Trendkanal“ machen die Marktforscher die Apps der Anbieter aus, auf die immerhin 35 Prozent der 1.260 Befragten regelmäßig zugreifen.
Douglas steigert Umsatz um 11,5 Prozent
Douglas konnte seinen Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um 11,5 Prozent steigern, meldet Zeit.de. Dazu trugen der Onlinehandel und das Filialgeschäft fast zu gleichen Teilen bei. Mit dem Erlös aus dem Börsengang konnte das Unternehmen seinen Verschuldungsgrad im Verhältnis zum operativen Gewinn vom Vierfachen auf das 2,7-fache senken. Für die 1,25 Mrd. Euro an mittel- und langfristigen Krediten sinkt damit das Zinsniveau, was dem Parfümeriekonzern voraussichtlich 100 Mio. Euro Zinsaufwand erspart.
Henkel personalisiert Marketing mit KI
Henkel nutzt über die digitale Handelsplattform Raqn unter anderem Adobe Firefly, um sein digitales Marketing, Omnichannel-Kampagnen und Produkteinführungen zu personalisieren, berichtet Cio.de. Mithilfe der Software lassen sich passende Texte, Bilder und entsprechende Farbpaletten erstellen; für die dazugehörigen kundenspezifischen Informationen wird die Adobe Experience Cloud genutzt. So kann beispielsweise die Haarpflegemarke Schwarzkopf virtuelle Assets verschicken, die genau auf die Haarfarbe und Haarlänge des Kunden zugeschnitten sind.
Lieferketten basieren zu 37 Prozent auf Excel
37 Prozent der deutschen Unternehmen steuern ihre Lieferketten immer noch mit Excel, zitiert MM-Logistik.Vogel.de eine neue IDC-Studie im Auftrag von Kinaxis. Zum Vergleich: Weltweit sind es 18 Prozent, in den USA acht Prozent und in Indien sogar nur drei Prozent. Kein Wunder also, dass 89 Prozent der 200 befragten deutschen Supply-Chain-Manager zugeben, dass sie auf plötzliche Störungen nicht innerhalb von 24 Stunden reagieren können, sondern im Schnitt vier Tage benötigen. Ein Glück, dass 38 Prozent mit dieser Geschwindigkeit hoch zufrieden sind.
Truckoo sichert sich 1,5 Mio. Euro an Investitionen
In einer neuen Finanzierungsrunde konnte sich das Münchner Start-up Truckoo 1,5 Mio. Euro Kapital sichern. Die Plattform ist nach eigenen Angaben in Europa die „größte und einzige Plattform für den vollständig digitalen Handel von Nutzfahrzeugen wie LKWs, Bussen und Baufahrzeugen“. Der An- und Verkauf wird in der App durch die Zusammenarbeit mit etablierten Nutzfahrzeugwerkstätten vollständig digitalisiert und damit deutlich vereinfacht. Neu in der Riege der Investoren ist nun auch der österreichische Early-Stage-Investor Wave-X, wie Ots.at berichtet.
HANDEL INTERNATIONAL
Amazon startet Live-Shopping-Videokanal
Amazon Live startet laut Pressemitteilung einen neuen Videokanal namens „FAST“ (Free ad-supported TV) auf dem kostenlosen Angebot Freevee und auf Amazon Prime. Rund um die Uhr zeigen beliebte Youtuber und Influencer, darunter die Reality-TV-Stars Lala Kent und Paige DeSorbo oder Marken wie Tastemade und The Bump, neue Inhalte. Wer zeitgleich in der Amazon-App auf einem mobilen Endgerät in die Suchleiste „Shop the Show“ tippt, erhält ein Bilderkarussell mit allen gerade vorgestellten Produkten, die er auf Wunsch per Klick in den Warenkorb legen kann.
Unito heißt jetzt Otto Austria
Der österreichische Onlinehändler Unito trägt ab sofort seinen Mutterkonzern im Namen und benennt sich in „Otto Austria“ um, berichtet Fashionunited.de. Durch die Übernahme des bekannteren Namens erhofft man sich auch einen Vorteil bei der Rekrutierung von Fachkräften. Die Unito-Gruppe schloss das Geschäftsjahr 23/24 mit einem Minus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab, was einem Umsatz von 349 Mio. Euro entsprach. Die Online-Umsätze gingen um 1,7 Prozent zurück und lagen damit knapp über dem Durchschnitt des österreichischen E-Commerce, der im vergangenen Jahr ein Minus von 2,4 Prozent hinnehmen musste.
Alibaba eröffnet Akademie für Unternehmerinnen
Alibaba hat angekündigt, eine „Akademie für Unternehmerinnen“ gegründet zu haben, um die Gleichstellung der Geschlechter in der Wirtschaft zu fördern. Vierzig von Frauen geführte europäische Unternehmen haben die Möglichkeit, sich über zehn Wochen lang zu Führung, Verhandlung, Strategie, Geschäfts- und Finanzmodellen, Finanzierung und Kommunikation ausbilden zu lassen, berichtet Ecommercenews.eu. Die chinesische B2B-Plattform versucht, wie auch Amazon, in letzter Zeit verstärkt kleine und mittlere Onlineunternehmen an sich zu binden und konnte so in Deutschland in den letzten sechs Monaten tatsächlich 14 Prozent mehr Firmen für sich gewinnen.
TRENDS & TECH
Youtube schränkt Wiedergabe in Drittanbieter-Apps ein
Im anhaltenden Kampf gegen Werbeblocker hat Youtube angekündigt, gegen Drittanbieter-Apps vorzugehen, die Werbung blockieren. Bei beliebten Apps wie Newpipe oder Revanced könne es künftig zu Problemen beim Zwischenspeichern von Videodaten kommen, auch mit Fehlermeldungen wie „Der folgende Inhalt ist für diese App nicht verfügbar“ sei zu rechnen, heißt es in einer Pressemitteilung der Google-Tochter. Die Maßnahme sei im Sinne der Kreativen, deren Einnahmen durch Adblocker in unzulässiger Weise gefährdet würden. Ein Youtube-Abonnement für werbefreien Videokonsum kostet derzeit 12,99 Euro im Monat.
Im Frankfurter Laufshop kann man mit Bitcoin zahlen
Bisher ist das Bezahlen mit Bitcoins eher online verbreitet, zum Beispiel bei Steam, Expedia, Wordpress, Alienware, Rakuten, Sugartrends, Avocadostore und Bio-Apo, offline gibt es bisher nur wenige Möglichkeiten. Mit dem Frankfurter Laufshop ist nun ein neuer Laden hinzugekommen, berichtet Sazsport.de. Damit ist er ab dem 20. April der erste Händler in der Frankfurter Innenstadt, der die beliebteste aller Kryptowährungen akzeptiert. Der erste Kunde, der damit bezahlt, erhält als Prämie einen Freistart für den 40. Mainova Frankfurt Marathon. Das spart 119 Euro, die gleich in neue Laufschuhe investiert werden können.
Schweizer bevorzugen Chatbots
80 Prozent der Schweizer und Schweizerinnen wissen mittlerweile, was ein Chatbot ist und 63 Prozent haben schon mindestens einmal mit einem interagiert, berichtet Handelszeitung.ch. Von dieser Gruppe geben 72 Prozent an, Chatbots sogar den Vorzug vor menschlichen Beratern zu geben, wenn es um eine schnellere Suche geht. Ebenfalls 72 Prozent würden der KI auch Fragen zum Lieferstatus stellen und 63 Prozent sind bereit, ihr Feedback zum Einkaufserlebnis zu geben.
Sexuelle Deepfakes in Großbritannien strafbar
Das britische Justizministerium hat angekündigt, dass die Erstellung von sexualisierten Deepfakes künftig unter Strafe gestellt wird, berichtet Theguardian.com. Durch eine Änderung des Strafgesetzbuches wird die Generierung eines „sexuell eindeutigen“ Deepfake-Bildes zu einer Straftat – unabhängig davon, ob der Ersteller die Absicht hatte, das Bild zu verbreiten oder nicht. Es drohen eine Vorstrafe und eine Geldbuße in unbegrenzter Höhe. Im Falle einer Veröffentlichung sind zusätzlich auch Freiheitsstrafen vorgesehen.
NACHHALTIGKEIT
Climate Brick als Roadmap für Klimatech -Start-ups
Mehr als 50 europäische Risikokapitalgeber und Start-ups haben sich zusammengeschlossen, um „Climate Brick“ ins Leben zu rufen und so Investitionen in grüne Technologien zu beschleunigen. Das Ergebnis ist laut Thenextweb.com eine der umfassendsten Studien über Klimatechnologien, die je durchgeführt wurde, mit Interviews von 100 Klimaexperten und 3.000 Unternehmern. Der Bericht identifiziert sieben wichtige Unternehmensprofile (Bricks) mit individuellen Risikoeinschätzungen, empfohlenen Kapitalmengen und einem Fahrplan für die Skalierung des Geschäfts.