Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
Print lebt, Digital wächst: Renaissance der Prospektwerbung
Print-Prospekte behaupten sich weiterhin als festes Element der Angebotskommunikation, zeigt der neue Prospektmonitor von IFH Media Analytics. Die klassischen Werbeblätter würden von 93 Prozent der Verbraucher mindestens gelegentlich gelesen, während die wöchentliche Nutzung digitaler Prospekte erst auf 66 Prozent gestiegen sei. Besonders Anbieter-Apps hätten mit einem Plus von 20 Prozent kräftig zugelegt. Die Planung des Wocheneinkaufs gewinne als Nutzungsmotiv deutlich an Bedeutung – fast jeder Zweite greife dafür zum Papierprospekt. Bemerkenswert: Über 60 Prozent der Kunden begrüßten die Wiedereinführung zuvor abgeschaffter Print-Prospekte.
Deutsche zahlen jetzt lieber mit Karte
Kartenzahlungen werden in Deutschland erstmals häufiger genutzt als Bargeld, zeigt eine Studie von Payments Europe. 93 Prozent der Verbraucher hätten im Vorjahr mit Karte bezahlt, während nur 88 Prozent zum Bargeld gegriffen hätten. Trotz weiterhin hoher Bargeldaffinität der Händler (63 Prozent) verschiebe sich das Verhältnis am Handelsumsatz merklich: Aktuell stünden 38 Prozent Karten- gegen 35 Prozent Bargeldumsatz. Für die kommenden fünf Jahre prognostizierten die in der Studie befragten stationären und Online-Händler einen weiteren Rückgang des Bargelds auf 27 Prozent, während Kartenzahlungen auf 42 Prozent klettern würden.
Eine Million Gesundheits-Apps auf Rezept eingelöst
Eine Million DiGA-Rezepte (Digitale Gesundheitsanwendungen) wurden in gut vier Jahren eingelöst, berichtet Heise.de. Der Markt für „Apps auf Rezept“ wachse durchschnittlich um 14 Prozent, wobei das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte aktuell 59 Anwendungen für Smartphone oder Browser liste – ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Frauen machten drei Viertel der Nutzerschaft aus, während die Nutzung mit dem Alter bis zur Gruppe der 50- bis 64-Jährigen zunehme. Der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung beklage jedoch die schleppende Freischaltcode-Vergabe, die statt zwei Werktagen durchschnittlich zwei Wochen in Anspruch nehme.
HANDEL INTERNATIONAL
Ebay erweitert die Zusammenarbeit mit Facebook Marketplace
Ebay verstärkt seine Partnerschaft mit Facebook Marketplace, um die Anzahl der dort ausgespielten Angebote zu erhöhen, berichtet Onlinehaendler-News.de. Bereits seit Januar würden ausgewählte Artikel automatisch auf Facebooks hauseigenem Marktplatz erscheinen. Verkäufer müssten dafür nicht aktiv werden. Die Auswahl der Angebote orientiere sich an aktuellen Shopping-Trends und der Angebotsqualität. Derzeit beschränke sich die Kooperation auf versandfähige Waren, künftig könnten jedoch auch Produkte mit lokaler Abholung folgen.
Mit Shop startet auch „Fulfilled by Tiktok“
Tiktok bringt für seine Online-Händler in der EU den eigenen Logistikdienst „Fulfilled by Tikrok“ an den Start, berichtet Retail-News.de. Das Unternehmen biete zwei unterschiedliche Versandmodelle an: eine Komplettlösung mit Lagerung und Versand über Tiktok sowie die klassische Option der selbstorganisierten Abwicklung. Der Fulfillment-Service starte zunächst in Deutschland und Spanien. Händler könnten so EU-weit expandieren, ohne eigene Logistikstrukturen aufbauen zu müssen – ein gezieltes Angebot besonders für kleinere Verkäufer.
Where’s Wally? Bei Walmarts Marktplatzhändlern
Walmart hat einen KI-Assistenten namens Wally für seine Marktplatz-Verkäufer eingeführt, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Das Tool greife auf firmeneigene Daten zurück und identifiziere verkaufsstarke und -schwache Produkte. Außerdem könne der digitale Helfer Tickets erstellen sowie komplexe Berechnungen und Prognosen durchführen. Mit seiner robusten Rechenleistung bewältige Wally mühelos die Flut an Produktdaten und optimiere so den Verkaufsprozess der Händler.
EU-Parlament drückt Bremse beim Lieferkettengesetz
Eine klare Mehrheit des EU-Parlaments hat für eine Eil-Änderung des europäischen Lieferkettengesetzes gestimmt, berichtet Fashionunited.de. Die Abgeordneten hätten mit 427 zu 221 Stimmen beschlossen, bereits kommende Woche über eine Verschiebung der Umsetzungsfristen auf 2028 abzustimmen. Während vor allem rechte und liberale Fraktionen den Aufschub befürworteten, stemmten sich linke Abgeordnete dagegen. Das erst im Vorjahr beschlossene Gesetz, das Unternehmen bei Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten zur Rechenschaft ziehen soll, werde zudem inhaltlich überarbeitet, um bürokratische Hürden abzubauen.
Inflationsdruck lässt nach: Eurozone bei 2,2 Prozent
Die Inflation im Euroraum ist im März auf 2,2 Prozent gesunken, meldet Eurostat. Im Vormonat habe der Wert noch bei 2,3 Prozent gelegen. Die höchsten Quoten verzeichnen immer noch die Dienstleistungen (3,4 Prozent) sowie Lebensmittel, Alkohol und Tabak (2,9 Prozent), während die Industriegüter mit 0,6 Prozent stabil blieben und die Energiepreise sich sogar um 0,7 Prozent verringerten.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Die schlaue Alexa kann noch nicht alles
Amazons KI-verbesserter Sprachassistent Alexa+ ist für ausgewählte US-Nutzer verfügbar, allerdings mit deutlich weniger Funktionen als ursprünglich angekündigt, berichtet Techradar.com. Mehrere bei der Februar-Präsentation demonstrierte Features wie Bestellungen bei Grubhub, Brainstormen nach Geschenkideen, Geschichten vorlesen für Kinder, die visuelle Identifikation von Familienmitgliedern oder die Web-Steuerung seien auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Derzeit beschränke sich Alexa+ auf Echo Show-Geräte und biete Uber-Bestellungen, Produktsuche und E-Mail-Entwürfe für monatlich 19,99 Dollar – Prime-Mitglieder erhielten den Dienst kostenlos.
China gibt sich selbst Rang zehn bei Innovationen
China belegt laut der chinesischen Akademie für Wissenschafts- und Technologieentwicklung nur den zehnten Platz in der aktuellen globalen Innovationsrangliste, trotz beachtlicher Fortschritte in Zukunftsbranchen wie Robotik und E-Autos, berichtet Scmp.com. Das Land sei seit 2012 schneller als jede andere Nation von Platz 20 aufgestiegen, verharre jedoch seit drei Jahren auf derselben Position. Noch gelte es, die USA, die Schweiz, Südkorea, Schweden, Dänemark, Japan, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Deutschland zu überholen.