Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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Kundenzufriedenheit steigern durch digitales Filialmanagement per App
Administrative Aufgaben, aufwendige Warenprozesse oder manuelle Bestandssuchen kosten Store-Mitarbeitende wertvolle Zeit, die für Kundenberatung fehlt. Abhilfe schafft die Mobile Store Management App, die sämtliche Filialprozesse digitalisiert und relevante Daten auf der Fläche bereitstellt. Wie das funktioniert, zeigt das REMIRA-Webinar am 24.11. um 10 Uhr. Jetzt kostenfrei anmelden
HANDEL NATIONAL
Schwarz investiert elf Mrd. Euro in Cloud-Infrastruktur
Die Schwarz Gruppe stemmt in Lübbenau mit elf Milliarden Euro ihre größte Einzelinvestition, meldet Manager-Magazin.de. Die Digitalsparte Schwarz Digits verfolge das ehrgeizige Ziel, die riesige Anlage zu einem zentralen Trainingszentrum für künstliche Intelligenz auszubauen. Damit spiegele der Konzern die Strategie von Branchenprimus Amazon Web Services, indem die eigene IT-Infrastruktur künftig auch extern angeboten werden solle. Der erste Bauabschnitt solle bereits Ende 2027 fertiggestellt werden und werde klimafreundlich mit erneuerbaren Energien betrieben.
Ihr Leitfaden für Amazon Ads während der Haupt-Shopping-Saison
Die Feiertags-Shopping-Saison rückt näher und Amazon Ads bietet Lösungen an, die dazu beitragen können, dass deutsche Unternehmen aller Größen zu diesen Haupt-Shopping-Zeiten Kunden erreichen. Shopping-Events in der Feiertagssaison wie Black Friday und Cyber Monday eröffnen Werbetreibenden wertvolle Chancen, Kunden zu erreichen, die aktiv einkaufen und bereit sind, neue Marken zu entdecken. Mehr
Amazon holt 3.000 Saisonkräfte mehr an Bord
Um den erwarteten vorweihnachtlichen Bestellansturm zu bewältigen, hat Amazon in diesem Jahr 12.000 Saisonkräfte eingestellt – etwa 3000 mehr als im Vorjahr, berichtet Zeit.de. Diese würden bis Jahresende hauptsächlich als Sortierer in Logistikzentren eingesetzt, deren gestiegene Zahl ein weiterer Grund für den erhöhten Bedarf sei. DHL würde seine rund 10.000 Spitzenlast-Mitarbeiter bis Januar auslasten, da der Logistiker ja auch das Retourengeschäft abwickeln müsse – Amazon habe dies zumeist ins Ausland verlagert, zum Beispiel in das Retourenzentrum in Bratislava.
Digitaler Teeberater steigert Umsatz bei Tee-Gschwendner
Tee-Gschwendner hat laut Pressemitteilung gemeinsam mit Frank Reply einen KI-Berater in seinen Online-Shop integriert. Der digitale Helfer analysiere im Dialog Kundenwünsche, empfehle passende Tees und gebe Zubereitungshinweise. Die Technologie kombiniere OpenAI mit dem Microsoft Bot Framework und greife auf Produktdaten sowie kuratierte Inhalte zurück. Der komplette Kaufprozess lasse sich direkt im Chat abschließen, was Up- und Cross-Selling befördere und den Online-Umsatz steigere. Erste Ergebnisse zeigten eine deutlich erhöhte Verweildauer und gestiegenes Interesse an Zusatzkäufen.
BLACK FRIDAY
Black Week wird zum Novembermarathon
Die Black Week verschiebt sich zum Novembermarathon, so eine Auswertung von Blackweek.de. Händler starteten ihre Rabattaktionen bereits Mitte November, worauf Verbraucher strategisch reagierten: Sie nutzten die verlängerte Phase für Preisvergleiche und arbeiteten Wunschlisten ab, statt spontan zuzuschlagen. Smartphones seien das wichtigste Endgerät beim Einkauf geworden – Energieeffizienz und Markenvertrauen zentrale Entscheidungskriterien. Am Black Friday selbst werde sich der Peak-Traffic voraussichtlich zwischen 19 und 22 Uhr konzentrieren, besonders bei Elektronik, Gaming-Zubehör und Mode.
HANDEL INTERNATIONAL
Frankreich untersucht Vinted wegen Umleitungen zu Onlyfans
Frankreich untersucht die Second-Hand-Plattform Vinted, nachdem Verkäufer von Bademode oder Dessous Kunden gezielt zu Erwachsenenplattformen wie Onlyfans weitergeleitet hätten, berichtet Morgenpost.de. Kinderrechtskommissarin Sarah El-Haïry habe die Aufsichtsbehörde Arcom eingeschaltet, da die Plattform über kein Altersverifizierungsverfahren verfüge und somit Minderjährige gefährdet seien. Vinted, in Frankreich mit 23 Mio. Nutzern, beteuere seine „Null-Toleranz-Politik“ gegen sexuelle Inhalte.
Ford verkauft zertifizierte Gebrauchtwagen bei Amazon
Ford verkauft ab sofort zertifizierte Gebrauchtwagen über Amazon und wird damit nach Hyundai der zweite große Autohersteller auf der Plattform, berichtet Benzinga.com. Kunden könnten Gebrauchtwagen des Blue-Advantage-Programms wie gewohnt „In den Einkaufswagen“ legen, dann die Finanzierung abschließen und die Wagen bei teilnehmenden Händlern abholen. Der Testlauf starte in Los Angeles, Seattle und Dallas, etwa 200 von 2800 US-Händlern hätten bereits Interesse signalisiert. Alle Fahrzeuge würden zu Festpreisen angeboten und kämen mit Garantien von bis zu einem Jahr oder 12.000 Meilen.
Brüssel nimmt Amazon und Microsoft ins Visier
Die EU-Kommission untersucht, ob Amazon Web Services und Microsoft Azure als Gatekeeper im Cloud-Computing gelten sollten, berichtet Indiatimes.com. Beide Dienste erfüllten zwar die formalen Schwellenwerte des Digital Markets Act nicht, fungierten aber möglicherweise als wichtige Zugangstore zwischen Unternehmen und Verbrauchern. Eine dritte Prüfung solle klären, ob das Gesetz für den Cloud-Sektor angepasst werden müsse. US-Anbieter halten zwei Drittel des EU-Marktes, AWS führe vor Microsoft Azure. Die Entscheidung falle binnen Jahresfrist.
Boeing vereint Vertriebskanäle in einer digitalen Plattform
Boeing hat eine zentrale E-Commerce-Plattform für seine Vertriebssparte gestartet, berichtet Investing.com. Die Website bündele erstmals das gesamte Portfolio von Boeing Distribution, das Kunden bisher über getrennte Kanäle beziehen mussten. Mit KI-gestützter Suche, Echtzeit-Bestandsanzeige und mobilfreundlichem Design könnten Nutzer nun per Single-Login auf Teile für Zivil- und Militärluftfahrt zugreifen. Der Konzern schreibe mit 147,85 Mrd. Dollar Marktkapitalisierung weiterhin Verluste.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Google tauft Shopping im KI-Modus „Vibe Shopping“
Generative KI verkürze den Pfad vom Suchbegriff zum Kauf massiv, berichtet Businessinsider.com. Google kontere diesen gestrafften Suchverlauf mit neuen KI-Shopping-Funktionen: Nutzer dürften im KI-Modus detailliertere Anfragen stellen und sogar Produktlisten vergleichen, was Google als „Vibe Shopping“ bezeichne. Der neue „Agentic Checkout“ ermögliche es, einen Wunschpreis für ein Produkt zu hinterlegen, das Googles Bots beim passenden Online-Shop dann automatisch einkaufe. Außerdem sollten neue Tools für Werber Kampagnen besser automatisieren und tiefere Einblicke in die Zielgruppe erlauben.
BNPLs Phantom-Schulden gefährden die Wirtschaft
Der Klarna-Investor Nigel Morris warnt, „Buy Now, Pay Later“ entwickle sich zu einem ernsten Warnsignal für die Ökonomie, berichtet Techcrunch.com. Dies zeige sich daran, dass ein Viertel der US-Nutzer die Ratenkäufe für Grundnahrungsmittel verwendeten. Zudem stiegen die Zahlungsausfälle der BNPL-Anwender stetig an; zuletzt hätten 42 Prozent der Nutzer mindestens einmal verspätet bezahlt. Ein systemisches Problem sei zudem, dass BNPL-Kredite oftmals nicht bei Auskunfteien registriert würden und so „Phantom-Schulden“ entstünden. Da die Anbieter zudem mit Hochdruck in den stationären und den B2B-Bereich drängten und Schulden gebündelt an Investoren veräußerten, schaffe die Branche die Grundlage für ein „unsichtbares“ Risiko.
Wero mit Startschwierigkeiten im E-Commerce
Der offizielle Startschuss für die Zahlungsmöglichkeit Wero in Online-Shops gerate zur „erbärmlichen“ Vorstellung, meint Golem.de. Der europäische Bezahldienst Wero, eine Initiative von 16 Bankhäusern, schade sich mit massiven Einschränkungen und unzureichender Informationspolitik selbst. Kunden könnten Wero im Online-Handel momentan nur dann einsetzen, wenn sie ein Konto bei einer Sparkasse oder den Volks- und Raiffeisenbanken hielten. Zudem gebe es keine Übersicht, in welchen Online-Shops mit Wero bezahlt werden könne. Die EPI habe zwar über 150 Startpartner bis Jahresende angekündigt, nenne jedoch lediglich zwölf.
NACHHALTIGKEIT
Recommerce: Vom Nischenthema zur Bewegung
Der Second-Hand-Handel hat sich vom Nischenphänomen zur alltäglichen Konsumpraxis entwickelt, zeigt der fünfte Recommerce Report von Ebay. 89 Prozent der weltweit befragten Konsumenten wollen ihre Ausgaben für gebrauchte Waren halten oder steigern. Besonders jüngere Käufer treiben diese Entwicklung: 59 Prozent der Gen Z und 56 Prozent der Millennials planen höhere Ausgaben – 81 Prozent aus finanziellen Gründen, 45 Prozent wegen der Nachhaltigkeit. Bemerkenswert sei das Selbstverständnis: 63 Prozent verstehen sich als Teil einer Recommerce-Bewegung, bei jüngeren Konsumenten steige dieser Anteil auf fast 80 Prozent.