
Aktuelle E-Commerce-News: Verbraucherschutz, Wachstumsprognose, Amazon, Temu, Authentic Brands, Mollie + Gocardless und weitere Themen im Überblick.
Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von Etailment.de.
Erfolgsfaktor Payment: Mehr Kosteneffizienz und Unabhängigkeit mit der richtigen Zahlungslösung
Der deutsche Handel steht unter Druck: Steigende Energiekosten, Inflation, Personalmangel und volatile Lieferketten belasten die Margen. Zuverlässige und planbare Kostenstrukturen sind wichtiger denn je. Gleichzeitig wachsen die Abhängigkeiten von internationalen Konzernen – auch bei kritischen Infrastrukturen wie Zahlungssystemen. Umso relevanter ist es für den Handel, sich nun mit der eigenen Bezahlinfrastruktur und den damit verbundenen Kosten und Abhängigkeiten zu beschäftigen.
HANDEL NATIONAL
Online-Handel wächst um weihnachtliche 2,9 Prozent
Der Online-Handel in Deutschland legte im Oktober und November um 2,9 Prozent zu, wie der BEVH meldet. Überraschende Wachstumstreiber seien Möbel und Einrichtung mit 9,1 Prozent Plus sowie Drogerieartikel mit neun Prozent – die Menschen investierten verstärkt ins eigene Zuhause. Auch digitale Dienstleistungen wie Tickets und Reisen kletterten um 9,9 Prozent, während Elektronik und Bekleidung stagnierten. Besonders überraschend: Unabhängige Online-Shops legten 4,8 Prozent zu und überholten die Marktplätze.
Zwei Freunde auf dem Weg zum weltweiten Erfolg: Wie das Unternehmen Blockhütte zum ‚Rising Star‘ wurde und welche Rolle Amazon Ads dabei spielt
„Wir waren im selben Kindergarten“, erzählt Nils Hack, Mitbegründer von Blockhütte. Was mit zwei besten Freunden, einer gemeinsamen Vision für nachhaltige Lunchboxen und einer Investition von 3.000 € begann, hat sich zu einem Unternehmen mit einem Umsatz von 6 Millionen € entwickelt. Ihre Geschichte ist nur eine von vielen faszinierenden Erfolgsgeschichten, die in der innovativen Doku-Serie „Rising Stars by Amazon Ads“ vorgestellt werden, die die wahren Geschichten hinter aufstrebenden Marken aus Europa erzählt.
Verbraucherschutz: Brandenburg konzentriert sich auf E-Commerce
Brandenburg übernimmt 2026 den Vorsitz der Verbraucherschutzministerkonferenz und will dabei den Online-Handel sowie die Verbraucherbildung in den Mittelpunkt rücken, berichtet Heise.de. Ministerin Hanka Mittelstädt plane zudem, Preistransparenz bei Lebensmitteln und Energie zu thematisieren. Die Konferenz habe sich bereits 2025 mit Fake-Shops befasst, bei denen Kunden nach Bestellungen minderwertige oder gar keine Ware erhielten. Parallel forderten die Minister den Bund auf, den illegalen Handel mit Hunden und Katzen schärfer zu bekämpfen.
Maximale Verfügbarkeit: Wie die GRUBE KG ihren Onlinehandel resilient und sicher macht
Die GRUBE KG zeigt, wie digitale Transformation im Mittelstand gelingt: Europas führender Anbieter für Forstbedarf erzielt 80 % seines Umsatzes online und setzt dabei auf hochverfügbare Glasfaser, starke IT-Security und skalierbare Infrastruktur von EWE. So bleiben Shop, Logistik und Mitarbeitende jederzeit erreichbar – und das Wachstum europaweit abgesichert. Mehr
Ifo-Institut senkt Wachstumsprognose auf 0,8 Prozent
Das Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognose für 2026 auf 0,8 Prozent gesenkt. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam an – Bürokratie und veraltete Infrastruktur behinderten die Unternehmen. US-Zölle dämpften das Wachstum 2026 um 0,6 Prozentpunkte, die Industrie verliere weiter an Wettbewerbsfähigkeit. Staatliche Investitionen wirkten verzögert und reichten nicht aus, um die Produktionskapazitäten auszuweiten. Das Arbeitskräftepotenzial schrumpfe, Investitionen und Produktivität gingen zurück. Die Arbeitslosigkeit steige 2025 auf 6,3 Prozent, die Inflation bleibe knapp über zwei Prozent.
Amazon testet Rush-Pickup gegen Walmart-Dominanz
Amazon entwickelt einen „Rush-Pickup-Service“ für die Abholung von Bestellungen innerhalb einer Stunde in eigenen Läden, berichtet Businessinsider.com. Kunden könnten dabei Artikel aus dem Online-Sortiment mit Produkten aus Whole Foods, Fresh oder Go kombinieren und vor Ort abholen. Der Pilotstart sei für das erste Quartal 2026 in mindestens einer US-Metropole geplant. Amazon reagiere damit auf den boomenden Click-and-Collect-Markt, der 2025 in den USA auf 113 Mrd. Dollar wachse – angeführt von Walmart mit prognostizierten 38,5 Mrd. Dollar Umsatz.
EU durchsucht Temu-Zentrale wegen Subventionsverdachts
EU-Regulierer durchsuchten Temus Europazentrale in Dublin wegen des Verdachts auf chinesische Staatssubventionen, berichtet Reuters.com. Die Razzia sei vor dem Hintergrund der umstrittenen Zollbefreiung für Pakete unter 150 Euro erfolgt, die Plattformen wie Temu und Shein einen erheblichen Preisvorteil verschaffe. Bei Verstößen gegen die EU-Verordnung zu ausländischen Subventionen drohten Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.
Authentic Brands setzt auf KI für Tiktok-Expansion
Die Authentic Brands Group engagiert die Pattern Group als globalen E-Commerce-Partner für Tiktok Shop, berichtet Fashionunited.com. Das Lizenzimperium mit über 50 Marken, von Reebok bis zu Forever 21, wolle so seine Präsenz auf Social-Shopping-Plattformen beschleunigen. Pattern bringe KI-Technologie mit 46 Billionen Datenpunkten ein und übernehme Storefronts, Content-Erstellung sowie Retail-Media-Strategien – zunächst auf Tiktok Shop, später auch auf Amazon, Walmart, Zalando und Otto.
Mollie übernimmt Gocardless: 350.000 Kunden auf einer Plattform
Der Zahlungsdienstleister Mollie übernimmt Gocardless, wie IT-Finanzmagazin.de berichtet. Zusammen bedienen beide über 350.000 Unternehmen und würden künftig Karten-, Bank- und lokale Zahlungsmethoden in einer Plattform verschmelzen. Die Integration solle Komplexität senken, Zahlungsausfälle verringern und Transaktionskosten drücken. Geplant seien auch SaaS-Anbindungen über „Mollie Connect“ sowie hyperlokale Zahlungsmethoden wie Ideal oder Twint. Bestehende Kunden sollen unveränderten Service erhalten, während die Produkte schrittweise zusammenwachsen. Der Abschluss hänge von regulatorischen Freigaben ab und sei für Mitte 2026 angepeilt.
Was können KI-Agenten?
KI-Agenten schicken sich an, alle Bereiche des Handels zu erobern. „Der Handel“ und Etailment.de haben neun Expertinnen und Experten um eine kurze Einschätzung zu ihrem Fachgebiet gebeten, mit jeweils drei Fragen. Alle Antworten auf Etailment.de.
Drei von vier Retouren wegen Qualitätsproblemen
Qualitätsmängel führen die Retourengründe im Online-Handel an, so eine aktuelle Untersuchung von EHI.org. Ganze drei Viertel der Käufer sendeten aus diesem Grund zurück, gefolgt von falscher Größe (72,6 Prozent) und Beschädigungen (71,2 Prozent). Fast ein Drittel erlebe den Rücksendeprozess als zu kompliziert – bei den 35- bis 44-Jährigen seien es sogar 44 Prozent. Die Folge: 36 Prozent behielten unpassende Ware lieber, als sie zurückzuschicken. Ebenso viele mieden nach negativer Retourenerfahrung den betreffenden Händler künftig komplett.
Jedes fünfte EU-Unternehmen setzt auf künstliche Intelligenz
Jedes fünfte EU-Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern nutzt mittlerweile künstliche Intelligenz, wie Eurostat meldet. Der Anteil sei binnen Jahresfrist um 6,5 Prozentpunkte auf 20 Prozent gestiegen – eine Verdopplung gegenüber 2021. Während in Dänemark bereits 42 Prozent der Betriebe auf KI setzen würden, liege Rumänien mit 5,2 Prozent am Ende der Skala. Die beliebteste Anwendung bleibe die Textanalyse, gefolgt von der Generierung von Bildern, Videos und Audioinhalten.
TV-Werbung blutet aus: Budgets wandern zu Social Media
Acht von zehn Marketing-Verantwortlichen verschieben ihre Budgets zu sozialen Medien, so laut Ecommercebridge.com eine Untersuchung von Sproutsocial. TV-Werbung verliere am massivsten: 34 Prozent der Marketer verlegten Gelder zu organischen Social-Inhalten, auch klassisches SEO büße 32 Prozent ein. Die Gewinner seien bezahlte Social Media (87 Prozent planen höhere Ausgaben) und Influencer-Marketing (80 Prozent). Auch E-Mail-Kampagnen und Paid Search schrumpften zugunsten sozialer Plattformen.
KI macht Mitarbeiter selbstsicherer – und inkompetenter
Generative KI untergräbt schleichend die Fähigkeiten von Büroangestellten, warnt laut Businessinsider.com ein neuer Bericht des Work AI Institute. Die Studie, erstellt mit Forschern von Harvard, Notre Dame und UC Santa Barbara, zeige eine gefährliche Illusion: Mitarbeiter fühlten sich kompetenter, während durch den KI-Einsatz ihre Fertigkeiten langsam verkümmern würden. Betroffen seien besonders Berufseinsteiger, die nie lernen würden, Ideen eigenständig zu durchdenken. Mitautorin Rebecca Hinds kritisiert Führungskräfte, die KI-Nutzung nach Klickzahlen statt nach echten Ergebnissen messen. Die Lösung liege im bewussten Einsatz: KI solle Expertise ergänzen, nicht ersetzen.
Jugendliche kehren großen Social-Media-Plattformen den Rücken
Die großen Social-Media-Plattformen büßen bei Deutschlands 16- bis 18-Jährigen massiv Reichweite ein, zeigt eine Postbank-Befragung laut Heise.de. Tiktok habe binnen Jahresfrist zwölf Prozentpunkte verloren und liege nun bei 54 Prozent, Whatsapp sei von 73 auf 65 Prozent geschrumpft. Spitzenreiter blieben Instagram und Youtube mit je 68 Prozent, wobei Youtube fünf Prozentpunkte eingebüßt habe. Paradox: Drei Viertel der Befragten hielten ihre Freunde für social-media-süchtig. 41 Prozent hätten bereits eigene Profile aus Frust über Hass und Aggression deaktiviert.
Nachhaltig kaufen bleibt oft ein Vorsatz
Die Kluft zwischen nachhaltigem Anspruch und tatsächlichem Kaufverhalten entlarvt eine Analyse der Johannes Kepler Universität Linz, berichtet ORF.at. Fast die Hälfte der Konsumenten nehme sich vor, regional und nachhaltig einzukaufen, weiche davon aber aus Bequemlichkeit, Zeitdruck oder wegen günstigerer Preise ab. 37 Prozent rechtfertigten diese „Scheinheiligkeit“ damit, dass andere es schließlich auch so machten. Ernst Gittenberger vom Institut für Handel, Absatz und Marketing konstatiert: Viele entschieden sich anders als geplant; 30 Prozent versuchten, ihr schlechtes Gewissen später durch bewusstere Käufe zu beruhigen.