Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von Etailment.de.
Der Einzelhandel steht niemals still: heute Social Commerce, morgen KI-Personalisierung
Käufer erwarten, dass an jedem Kontaktpunkt alles schnell und reibungslos funktioniert. Hinter den Kulissen ist dies jedoch komplex – daher verzichten führende Marken auf schwerfällige Software-Pakete und setzen stattdessen auf einen Composable-Ansatz, der schneller und flexibler ist und auf Veränderungen ausgelegt ist. Der Guide von Contentful zeigt, wie Sie konsistent bleiben, personalisieren, Omnichannel-Lösungen umsetzen und innerhalb weniger Wochen liefern können. Jetzt den kostenlosen Guide herunterladen
HANDEL NATIONAL
Mytheresa steigert Gewinn um 73 Prozent
Mytheresa beschleunigt unter dem Dach von Luxexperience deutlich und meldet für sein Geschäftsjahr 2025 einen Nettoumsatz von 916,1 Mio. Euro, berichtet Theindustry.fashion. Allein im vierten Quartal habe der Luxus-Onlinehändler den Umsatz um 11,5 Prozent auf 248,9 Mio. Euro gesteigert. Das bereinigte Ebitda sei um 73 Prozent auf 44,6 Mio. Euro und der durchschnittliche Bestellwert auf 773 Euro gestiegen. Der Markt in den USA, der zum Vorjahr um 9,7 Prozent gewachsen sei, trage mittlerweile über 20 Prozent zum Gesamtumsatz bei.
Global skalieren, lokal werben mit Amazon Ads
In der heutigen vernetzten Welt war es noch nie so einfach, Ihr Unternehmen grenzüberschreitend zu skalieren. Mit Amazon Ads können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) jetzt mühelos Kunden auf der ganzen Welt erreichen – so wird die internationale Expansion von einer gewaltigen Herausforderung zu einer spannenden Wachstumschance. Mehr
Zalando will sich zum Multispezialisten wandeln
Zalando will nach der Führung im europäischen Sportartikel-Markt greifen, nachdem das Segment 2024 zweistellige Wachstumsraten erzielte, berichtet Fashionnetwork.com. Der Berliner Online-Riese wandle sich vom „Generalisten zum Multispezialisten“ und schaffe mit den „Worlds of Sport“ thematische Hubs für einzelne Sportarten. Besonders erfolgreich zeige sich der Premium-Bereich: Laufschuhverkäufe seien seit 2021 von 35 auf über 70 Prozent Anteil bei Verkäufen über 100 Euro geklettert. Auch habe der überarbeitete Radsport-Bereich mit 15 neuen Spezialmarken habe ein Umsatzplus von über 70 Prozent erzielt.
Highsnobiety konzentriert sich wieder aufs Schreiben
Das Streetwear-Magazin Highsnobiety, mehrheitlich in Händen von Zalando, schließt bis Jahresende seine E-Commerce-Sparte, berichtet Ouispeakfashion.com. Der 2019 gestartete Online-Shop kämpfe mit wachsender Konkurrenz und Rentabilitätsproblemen. Rund 50 der insgesamt etwa 275 Mitarbeiter sollen entlassen werden, vor allem aus Abteilungen, die mit dem Handelsgeschäft zu tun haben. Highsnobiety plane stattdessen verstärkt auf redaktionelle Inhalte und Beratungsdienstleistungen zu setzen.
Flink verkauft 160.000 „Rettertüten“
Flink verkaufte seit April über 160.000 „Rettertüten“ und rettete damit Lebensmittel vor der Mülltonne, berichtet Retail-News.de. Die vergünstigten Überraschungspakete mit Waren kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum oder optischen Mängeln ersparten Kunden bereits über 1,1 Mio. Euro. Im August erreichte das Programm mit 33.500 verkauften Tüten seinen bisherigen Rekordstand – mehr als doppelt so viele wie zum Start. Berlin führe mit einem Drittel aller Bestellungen, gefolgt von Hamburg und München. Bis Ende 2026 wolle Flink seine Verlustrate um weitere 20 Prozent auf unter 2,5 Prozent senken.
Deutsches Lieferkettengesetz praktisch abgeschafft
Das Wirtschaftsministerium unter Katherina Reiche schafft das nationale Lieferkettengesetz praktisch ab, berichtet Heise.de. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle solle künftig „zurückhaltend und unternehmensfreundlich“ agieren. Die Pflicht für detaillierte Jahresberichte werde ersatzlos gestrichen, neun von 13 Bußgeldtatbeständen verschwänden aus dem Katalog. Die Behörde prüfe Unternehmensberichte bereits nicht mehr und stelle laufende Verfahren ein. Bußgelder gebe es nur noch bei schwersten Menschenrechtsverletzungen.
Amazon führt neue Zertifizierungspflicht ein
Amazon startet sein „Customer Trust and Safety“-Programm zur Verschärfung der Marktplatz-Kontrollen, berichtet Watson.de. Spielwaren-Verkäufer müssten ab sofort externe Zertifizierungen vorweisen und diese jährlich erneuern, wofür bereits 30 Prüflabore zugelassen worden seien. Vertrauenswürdige Hersteller erhielten weniger strenge Auflagen, wobei die Kriterien noch ungeklärt blieben. Geplant sei die Ausweitung auf die E-Mobilität und weitere „Hochrisikoprodukte“.
HANDEL INTERNATIONAL
Tiktok USA: Bytedance behält die Hälfte der Einnahmen
Die geplante Tiktok-Abspaltung in den USA nimmt konkrete Formen an, berichtet Heise.de. Amerikanische und internationale Investoren würden 80 Prozent der neuen Firma übernehmen, während Bytedance mit 20 Prozent den größten Einzelanteil behalte und die Hälfte der Einnahmen kassieren dürfe. Präsident Trump habe den Deal bereits per Dekret genehmigt, in dem Tiktok auf nur 14 Mrd. Wert taxiert worden sei. Das Herzstück, der Algorithmus hinter dem Feed, bliebe unter Bytedance-Kontrolle – Tiktok USA lizenziere ihn lediglich und trainiere mit lokalen Nutzerdaten nach. Weder Bytedance noch die chinesische Regierung hätten bislang zugestimmt.
Motorola startet Schweizer Online-Shop
Motorola startet einen Online-Shop für Privat- und Geschäftskunden in der Schweiz, berichtet IT-Markt.ch. Die Lenovo-Tochter wolle damit ihr Direktgeschäft forcieren und biete Geräte sowie Zubehör in allen verfügbaren Farbvarianten an. Das Sortiment umfasse aktuelle Sonderaktionen und die neue „Brilliant Collection“ in Zusammenarbeit mit Swarovski.
Russlands E-Commerce wächst 42 Prozent
Russlands E-Commerce wuchs 2024 um 42 Prozent auf umgerechnet 86 Mrd. Euro, nachdem westliche Konkurrenten 2022 das Feld geräumt haben, berichtet Intellinews.com. Damit mache der Online-Handel 91 Prozent der digitalen Wirtschaft aus und halte einen Marktanteil von fünf bis zehn Prozent am gesamten Einzelhandel. Auch in Russland dominieren Marktplätze mit 64 Prozent Anteil. Wichtigste Plattformen sind Wildberries (35 Prozent), Ozon (25 Prozent) und Yandex Market mit 15 Prozent.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Deutsche Bank warnt vor Platzen der KI-Blase
Die Deutsche Bank warnt vor dem baldigen Ende des KI-Booms, der aktuell eine US-Rezession verhindere, berichtet Golem.de. Ohne die massiven Investitionen der Tech-Konzerne in KI-Rechenzentren stünden die USA bereits jetzt vor einem Wirtschaftsabschwung. Das Wachstum entstehe hauptsächlich durch den Bau neuer Anlagen, während die KI-Technologie selbst keinen messbaren Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt leiste. Die Marktanalysten von Bain & Co rechneten vor: Um die prognostizierte KI-Nachfrage zu bedienen, bräuchten die Anbieter bis 2030 zwei Bio. Dollar Jahresumsatz – selbst dann klaffe noch eine Finanzierungslücke von 800 Mrd. Dollar für die nötige Rechenleistung.
96 Prozent der Unternehmen nutzen KI
96 Prozent der Unternehmen haben KI laut einer Cloudera-Studie bereits in ihre Kernprozesse integriert – im Vorjahr waren es 88 Prozent. Dabei setzen sie auf verschiedene KI-Formen: 60 Prozent nutzen generative KI, 53 Prozent Deep Learning, die Hälfte setzt auf vorausschauende Algorithmen. Hybrid-Datenarchitekturen seien zum Standard geworden, böten aber auch Hürden: Nur neun Prozent der Organisationen hätten alle Daten für ihre KI-Projekte verfügbar. Das mache die Datenintegration zum größten technischen Problem bei der Umsetzung.