
Karstadt-Verkauf beginnt Ende September
Noch in diesem Monat soll der Verkauf des insolventen Warenhauskonzerns Karstadt beginnen. Die Mitarbeiter sollen erneut auf Gehalt verzichten.
Alle Beiträge und Analysen zum Thema „Karstadt".
824 Beiträge

Noch in diesem Monat soll der Verkauf des insolventen Warenhauskonzerns Karstadt beginnen. Die Mitarbeiter sollen erneut auf Gehalt verzichten.

Die Deutsche Post DHL erleidet wegen der Insolvenz des Handelunternehmens Arcandor Millionenverluste - und streicht nun mehrere Hundert Jobs.

Bis zu 75.000 Gläubiger werden zu den Arcandor- Gläubigerversammlungen im November erwartet, die meisten Forderungen richten sich dabei an Karstadt. Die Termine wurden bereits fixiert.

Das Insolvenzverfahren ist eröffnet, jetzt wird an einem Sanierungskonzept für die Arcandor-Töchter gebastelt. In der ersten Novemberhälfte muss alles unter Dach und Fach sein.

Für 21 Arcandor-Gesellschaften ist beim Essener Amtsgericht das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Vorstandschef Eick hat seinen Job beendet - begleitet von Kritik von Bundeskanzlerin Merkel.

Nach dem Start des Karstadt-Insolvenzverfahrens will Ver.di Klarheit über die Zukunft des Warenhausunternehmens. Die Gewerkschaft kritisiert zudem Pläne des Insolvenzverwalters.

Beim Versandhändler Quelle herrscht vorsichtiger Optimismus. Die Chancen für eine Transfergesellschaft steigen, der neue Katalog wird vorbereitet. Doch die Zukunft heißt: E-Commerce.

Die Finanzierung von Quelle scheint bis zum Jahresende gesichert, damit wäre wichtige Zeit für die Investorensuche gewonnen. Auch für die Zukunft von Karstadt gibt es Pläne.

Gerhard Weber glaubt nicht an eine Zukunft für den insolventen Warenhauskonzern. "Karstadt verschwindet, die Kunden bleiben", urteilt der Modeunternehmer in einem Zeitungsinterview.

Auch Edeka ist an der Übernahme von Flächen in Woolworth-, Hertie- und Karstadt-Standorten interessiert. Unternehmenschef Markus Mosa bestätigt erste Gespräche. Und er hat große Pläne.

Für Arcandor gibt es keine Zukunft. Bei Primondo sollen ein Drittel der Jobs wegfallen. Bei Karstadt stehen 19 Häuser auf dem Prüfstand, so der Insolvenzverwalter.

Der Handelskonzern Metro will weiterhin zwei Drittel der Karstadt-Filialen übernehmen - jedoch nicht um jeden Preis. "Kaufhof braucht Karstadt nicht", sagt Metro-Chef Cordes.