
Payment ohne Risiko
Kunden möchten unkompliziert zahlen, am liebsten per Rechnung. Für Onlinehändler bedeutet diese Art der Bezahlung jedoch ein signifikant höheres Risiko. Was tun?
Alle Beiträge und Analysen zum Thema „Payment".
82 Beiträge

Kunden möchten unkompliziert zahlen, am liebsten per Rechnung. Für Onlinehändler bedeutet diese Art der Bezahlung jedoch ein signifikant höheres Risiko. Was tun?

Die Möglichkeiten des Online-Einkaufs hat das Verhalten des Konsumenten verändert: Er unterscheidet immer weniger zwischen online und offline und erwartet auch beim Einkauf im stationären Handel den Komfort und die Qualität, die er online gewohnt ist. Viele Händler sind hierfür digital aber oft noch nicht auf der Höhe. Vor allem kleine Unternehmen brauchen Unterstützung im Prozess der Digitalisierung.

Der Markt für mobile Zahlungen ist ein Wachstumsmarkt. Weltweit wird er nach Schätzungen von McKinsey von 1,9 Billionen US-Dollar im Jahr 2017 auf 3 Billionen Dollar im Jahr 2023 steigen. Smartphones und die technologische Entwicklung, die das Bezahlen immer einfacher und komfortabler machen, gehören zu den treibenden Kräften. Wer die Zukunft mobilen Bezahlens sehen will, muss nach China gehen, wo Mobile Payment so populär wie sonst nirgends auf der Welt ist.

Das klassische Bankengeschäft ist unter Druck. Die Genossenschaftliche Finanzgruppe will das Händlerkundengeschäft stärken. Thomas Ullrich, Vorstandsmitglied der DZ Bank, und Carlos Gómez-Sáez, VR Payment, erklären wie.

Es geht immer ums Geld: Händler und Banken kämpfen mit der Technik für die neue Zahlungsrichtlinie und gegen ausfallende Kredite. Hängt beides mit einem zusammen: den Kunden, ihnen muss es gutgehen und sie müssen neue Technik leicht anwenden können. Ist logisch, aber doch schwer umzusetzen. Das zeigt der Blick auf E-Food: Die Großen zögern noch, weil dieses Geschäft schwer und teuer ist. Startups und Spezialisten legen schon los – mit kundennahen, praktischen Services.

Das Kreditgeschäft brummt, nicht nur in der Investitionsfinanzierung, auch in der Konsumfinanzierung. Hier ist das Verhältnis von aufgenommenem Kredit zu verfügbarem Einkommen zwar gestiegen, liegt aber noch deutlich unter dem anderer Märkte. Aber die Zahlungsmoral geht tendenziell eher zurück: Unternehmen müssen dem Forderungsmanagement wieder größere Aufmerksamkeit widmen – und präventiv tätig werden.

Mit steigenden Umsätzen im E-Commerce wachsen auch die Ausfallrisiken für Online-Händler. „Bargeld lacht", der Klassiker des analogen Kaufmanns, ist in digitalen Zeiten passé. Der Kunde aber möchte wie früher einfach bezahlen, am liebsten per Rechnung. Aber genau diese Zahlweise stellt für Händler das größte Risiko dar. Was also tun? Den Kunden schnell und unauffällig prüfen. Das geht, auch in Zeiten der DSGVO.

Wer hätte es gedacht: Das günstigste Zahlungsmittel ist Paydirekt. Doch Händler haben es nicht auf dem Zettel. Sie verhandeln oder lamentieren über die direkten Kosten für Kreditkarte, Girocard oder Paypal und haben dabei die indirekten Kosten selten im Blick. Entsprechend verschätzen sie sich beim Ranking der günstigsten Methoden, belegt eine Studie. Paydirekt hat die Studie nach eigenen Angaben mitfinanziert

Die Wahl der Bezahlmethode ist – stationär wie online – nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit sondern des Vertrauens. Die Skepsis gegenüber digitalem Bezahlen bleibt. Das sind die Fakten.

Im Zahlungsverkehr findet eine stille Revolution statt, die unser komplettes Leben umkrempeln kann. Es geht um nichts Geringeres als die Öffnung des bislang wohl bestgehüteten Schatzes der Banken: Die Kontodaten ihrer Kunden. Wer hierbei nur an Fintechs denkt, die die Optimierung von Finanzdienstleistungen anbieten, der denkt nicht weit genug. Es eröffnen sich völlig neue, teils ganz schön verrückte Geschäftsmodelle.

Es muss doch möglich sein, deutschen Verbrauchern das Bargeld abzugewöhnen. Mit Bequemlichkeit soll es klappen. Jetzt buhlen nationale wie internationale Anbieter um den Platz im Smartphone.

Paydirekt ist tot, urteilen ganz harte Kritiker. Das stimmt so nicht. Der Online-Bezahldienst der Banken und Sparkassen entwickelt sich durchaus weiter. Das Zahlverfahren hat aber ein großes Problem, das in der breiten Kritik oft untergeht.