Junge Frau lacht beim Blick aufs Smartphone, Symbolbild für Emoji-Nutzung
© Black Forest Labs / Flux

Neun von zehn nutzen Emojis

12 Prozent der Nutzer nennen die Emojis rund um Lachen und Freude als ihre beliebtesten Motive, meldet Bitkom.org. Darauf folgten Herzen (11 Prozent) und Handgesten (neun Prozent). Insgesamt griffen 89 Prozent zu Emojis, ein Viertel sogar in jeder Nachricht, obwohl 43 Prozent einzelne Symbole gar nicht verstünden . Außerdem hielten sie 39 Prozent im Berufsleben für fehl am Platz.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.
Teilen

Emojis bleiben fester Bestandteil der digitalen Kommunikation

Emojis sind aus Chats, Kurznachrichten und sozialen Medien in Deutschland kaum wegzudenken. Nach einer repräsentativen Bitkom-Befragung unter 1.004 Menschen ab 16 Jahren nutzen 89 Prozent der Befragten Emojis zumindest grundsätzlich. Besonders beliebt sind Motive, die Lachen und Freude ausdrücken: 12 Prozent der Emoji-Nutzerinnen und -Nutzer nennen sie als Favoriten. Dahinter folgen Liebe und Herzen mit 11 Prozent sowie Gesten und Hände wie Daumen hoch, Klatschen oder Winken mit rund neun Prozent. Auch Ironie und Sarkasmus spielen mit 7 Prozent eine sichtbare Rolle.

Die Zahlen zeigen, wie stark Emojis im digitalen Alltag verankert sind. 26 Prozent verwenden sie in jeder Nachricht, weitere 36 Prozent in der Mehrzahl ihrer Nachrichten. Damit setzen 62 Prozent Emojis regelmäßig und häufig ein. 20 Prozent nutzen sie zumindest in wenigen Nachrichten, 7 Prozent kaum. Besonders selbstverständlich ist der Einsatz bei Jüngeren: Unter den 16- bis 29-Jährigen verwenden 36 Prozent Emojis in jeder Nachricht, weitere 43 Prozent in der Mehrzahl ihrer Nachrichten. Bei den ab 65-Jährigen liegen die Werte deutlich niedriger; 14 Prozent nutzen Emojis in jeder Nachricht, 26 Prozent in der Mehrzahl ihrer Nachrichten. Zugleich verzichten 26 Prozent der Älteren ganz auf Emojis.

Der Erfolg der kleinen Symbole liegt in ihrer Funktion: Sie transportieren Stimmung, Nähe, Zustimmung oder Ironie dort, wo kurze digitale Nachrichten oft wenig Raum für Zwischentöne lassen. Bitkom-Experte Dr. Sebastian Klöß beschreibt Emojis als Ausdruck einer Kommunikation, die schneller, kürzer und informeller geworden ist, zugleich aber persönlich und emotional bleiben soll. Gerade deshalb prägen Emojis den Ton vieler digitaler Gespräche.

Gleichzeitig sind Emojis nicht immer eindeutig. 43 Prozent der Befragten geben an, nicht immer zu verstehen, was einzelne Symbole bedeuten. Unter den 75-Jährigen und Älteren steigt dieser Anteil auf 52 Prozent. Damit können Emojis Missverständnisse vermeiden, aber auch neue auslösen: Ein lachendes Gesicht kann freundlich gemeint sein, ironisch wirken oder je nach Kontext unpassend erscheinen.

Auch die Bewertung fällt nicht durchweg positiv aus. 41 Prozent freuen sich, wenn neue Emojis erscheinen, während 26 Prozent von Emojis genervt sind. Für das Berufsleben sehen viele den Einsatz kritisch: 39 Prozent halten Emojis im Job für fehl am Platz. Die Bitkom-Zahlen machen deutlich, dass Emojis zwar ein selbstverständlicher Bestandteil moderner Kommunikation sind, ihr Einsatz aber Kontext, Zielgruppe und Anlass berücksichtigen sollte. Besonders bei wichtigen Botschaften bleibt klare Sprache unverzichtbar.

Teilen
Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.