
Arcandor-Chef übt sich in Zweckoptimismus
Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick gab sich im Fernsehen zuversichtlich, staatliche Bürgschaften für den Konzern zu bekommen. Die Beschäftigten demonstrieren bundesweit dafür.

Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick gab sich im Fernsehen zuversichtlich, staatliche Bürgschaften für den Konzern zu bekommen. Die Beschäftigten demonstrieren bundesweit dafür.

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Der Karstadt-Mutterkonzern hat außer einer staatlichen Bürgschaft in Höhe von 650 Millionen Euro einen Kredit von 200 Millionen Euro bei der staatlichen KfW Bankengruppe beantragt. Über die Beratungen im Bürgschaftsausschuss der Regierung am Vortag wurden keine näheren Angaben gemacht.
Im Rahmen eines Aktionstages nach dem Motto "Wir kämpfen für Karstadt" demonstrieren Mitarbeiter des Kaufhausbetreibers an diesem Freitag bundesweit für Staatshilfen. Karstadt hat auch eine bundesweite Unterschriftenaktion in seinen Kaufhäusern gestartet und Kunden um Unterstützung gebeten.
Im Fernsehen bezeichnete Eick die Unterstützung der Mitarbeiter als "sensationell". Sie demonstrierten bereits am Mittwoch vor dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin.
Das Rettungskonzept nimmt unterdessen konkrete Formen an. Dabei zeichnen sich Beiträge von Banken, Gläubigern, Eigentümern und Lieferanten ab. Voraussetzung dafür ist in den meisten Fällen eine Staatsbürgschaft.
Die Mediobanca aus Italien hat laut Eick eine Finanzpritze von 40 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Ein Sprecher der Bank Sal. Oppenheim, das 28,6 Prozent der Anteile hält, sagte der "Bild"-Zeitung, die Eigentümer der Bank stünden mit weiterem Kapital von bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung.