
Das vertikale Konzept von Hugo Boss geht auf
Der Erfolg von Hugo Boss kann dem Einzelhandel nicht gefallen. Denn der schwäbische Modeherhersteller profitiert immer mehr vom Verkauf der Ware in eigenen Läden.

Der Erfolg von Hugo Boss kann dem Einzelhandel nicht gefallen. Denn der schwäbische Modeherhersteller profitiert immer mehr vom Verkauf der Ware in eigenen Läden.

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Im zweiten Quartal stand nach der Delle zu Jahresbeginn unter dem Strich wieder ein Gewinn von 52,2 Millionen Euro, 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 531,7 Millionen Euro. Im gesamten ersten Halbjahr blieb Hugo Boss mit einem Gewinn von 135,2 Millionen Euro allerdings um ein Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Der Umsatz von Januar bis Juni stieg im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 1,13 Milliarden Euro.
Vor allem die Probleme im Großhandel drückten auf das Ergebnis. Dort setzte Hugo Boss im ersten Halbjahr mit 512,7 Millionen Euro sieben Prozent weniger um als vor einem Jahr. Auch die Erwartungen haben sich eingetrübt: Während der Vorstand Anfang Mai für das Gesamtjahr noch einen Großhandelsumsatz auf Vorjahresniveau in Aussicht gestellt hatte, rechnet der Konzern jetzt mit einem Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Der eigene Einzelhandel legte hingegen um 14 Prozent auf 587,6 Millionen Euro zu. Hugo Boss betreibt inzwischen 901 eigene Läden, 61 mehr als vor einem Jahr.
Insgesamt rechnet der Modehersteller mit einem stärkeren zweiten Halbjahr. Für das Gesamtjahr bestätigte der Edelschneider seine Prognosen. Der Umsatz soll währungsbereinigt im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen; ebenso das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda). Hugo Boss beschäftigt weltweit knapp 11.800 Menschen.