
Deutsche gucken nicht mehr in die Röhre
Die Fernsehgeräte wurden seit der Jahrtausendwende immer flacher und teurer. 2008 war der Durchschnittspreis mit 789 Euro so hoch wie noch nie. Die Bildschirmdiagonalen werden immer größer.

Die Fernsehgeräte wurden seit der Jahrtausendwende immer flacher und teurer. 2008 war der Durchschnittspreis mit 789 Euro so hoch wie noch nie. Die Bildschirmdiagonalen werden immer größer.

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"Die signifikantesten Steigerungen beim Durchschnittspreis kamen mit dem Durchbruch der Flat-TVs zum Massenprodukt im Jahr 2005", erläutert Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu. "Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung haben die rasant gewachsenen Bildschirmdiagonalen."
Lag der gängigste Wert für Röhrengeräte bei 26 Zoll (67 Zentimeter) und der maximale Wert für Röhrengeräte im Breitbildformat bei 32 Zoll (82 Zentimeter), so sind inzwischen Flachbild-TVs mit 150 Zoll (3,8 Meter) Bild – also knapp sechsmal so viel - erhältlich. "Aktuell werden in den Größenklassen ab 32 Zoll die meisten Geräte verkauft. Mehr als 40 Prozent des TV-Umsatzes werden schon mit Bildschirmdiagonalen erzielt, die im Röhrenzeitalter nicht möglich waren", so Hecker weiter.
Bei den verkauften Flat-TV-Geräten ist seit Anfang 2006 ein Trend zu größeren, höherpreisigen und zukunftssicheren Modellen zu verzeichnen. HDTV-taugliche Fernsehgeräte, erkennbar am Qualitäts-Signet "HD ready" und "HD ready 1080p" (Full HD), dominieren inzwischen das Geschäft bei den Flat-TVs über 26 Zoll (66 Zentimeter) Bilddiagonale. Dies sind ebenfalls Ursachen für die gestiegenen Durchschnittspreise.
Die flachen Fernsehgeräte in LCD- und Plasma-Technik haben die Röhrengeräte praktisch abgelöst. Die gfu rechnet nach ersten Erhebungen für das Jahr 2008 Jahr mit mehr als sechs Millionen verkauften Flat-TVs. Beim Umsatz mit Fernsehgeräten entfielen 2008 in Deutschland bereits über 95 Prozent auf die flachen Bildschirmtechnologien. Dazu trugen LCD-TVs mehr als 80 Prozent bei.
Insgesamt rechnet die gfu für das Jahr 2008 mit etwa sieben Millionen verkauften Fernsehgeräten. Zum Jahresende 2008 verzeichneten die Marktforscher insgesamt mehr als 15 Millionen LCD- und Plasma-TVs in den deutschen Haushalten.
Davon sind mehr als elf Millionen für die Darstellung des hoch auflösenden Fernsehens HDTV geeignet. Anders ausgedrückt: 40 Prozent der deutschen Haushalte haben einen Flat-TV und rund 30 Prozent der Haushalte können bereits hoch auflösende Bilder wiedergeben.