
eBay erwartet keine frohen Weihnachten
Die Krise bei eBay wird immer ernster. Der amerikanische Aktienkurs sackt ab, sogar für das wichtige Weihnachtsgeschäft sieht es jetzt düster aus.

Die Krise bei eBay wird immer ernster. Der amerikanische Aktienkurs sackt ab, sogar für das wichtige Weihnachtsgeschäft sieht es jetzt düster aus.

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Im größten Geschäftsfeld mit den Online-Handelsplätzen legte der Quartalsumsatz um 4 Prozent auf 1,38 Milliarden Dollar zu. Vor einem Jahr lag das Plus noch bei satten 26 Prozent. Der Wert aller verkauften Waren sank um 1 Prozent auf 14,3 Milliarden Dollar. Es war der erste Rückgang überhaupt. Wegen der Wachstumsprobleme änderte eBay in diesem Jahr bereits sein Gebührenmodell.
Im PayPal-Geschäft mit elektronischem Bezahl-Dienstleistungen stieg der Umsatz im dritten Quartal um gut ein Viertel auf 597 Millionen Dollar. Skype legte bei den Erlösen um 46 Prozent auf 143 Millionen Dollar zu. Die Zahl der registrierten Skype-Nutzer stieg um 32 Millionen auf mehr als 370 Millionen Nutzer.
In der vergangenen Woche hatte der Konzern den Abbau von weltweit rund 10 Prozent seiner Stellen sowie zwei Übernahmen für insgesamt rund 1,3 Milliarden Dollar angekündigt. Die Kosten dafür belasten das Ergebnis zusätzlich.
Der Gewinn je Aktie soll im laufenden Schlussquartal vor Sonderposten zwischen 0,39 und 0,41 Dollar bei einem Umsatz von 2,02 bis 2,17 Milliarden Dollar liegen. Ein Jahr zuvor hatte eBay noch 2,18 Milliarden Dollar umgesetzt. Den Gewinn hatte eBay im vierten Quartal 2007 noch um 57 Prozent auf 0,39 Dollar je Aktie gesteigert, während der Umsatz um 27 Prozent wuchs.
Im Gesamtjahr erwartet eBay pro Aktie 1,69 bis 1,71 Dollar Gewinn bei einem Umsatz zwischen 8,53 und 8,68 Milliarden Dollar. Das Umsatzwachstum von maximal 13,2 Prozent läge deutlich unter dem Vorjahresplus von 29 Prozent.
Die düsteren Prognosen gelten als weiteren Beleg für eine bevorstehende Rezession in den Vereinigten Staaten. Die eBay-Aktie fiel nachbörslich weiter um rund 5 Prozent, nachdem sie bereits im Tagesverlauf um knapp 14 Prozent auf 15,33 Dollar abgestürzt war. Seit Jahresbeginn büßte eBay mehr als die Hälfte seines Börsenwerts ein.
Weil das klassische Geschäft mit Versteigerungen lahmt, setzt eBay vermehrt auf normale Verkäufe zu Festpreisen wie bei anderen Onlinehändlern. Amazon lockt umgekehrt verstärkt Drittanbieter auf seine Plattform und kommt so eBay ins Gehege. Amazon legt seine Quartalszahlen am nächsten Mittwoch vor.
(dpa)