
Fahrradhändler setzen auf zweite Jahreshälfte
In den ersten sechs Monaten des Jahres gab es einen starken Rückgang bei den Verkäufen von Fahrrädern. Die Branche klagt trotzdem nicht, denn die Preise steigen - und das gute Wetter hilft.

In den ersten sechs Monaten des Jahres gab es einen starken Rückgang bei den Verkäufen von Fahrrädern. Die Branche klagt trotzdem nicht, denn die Preise steigen - und das gute Wetter hilft.

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Im Ausland sind deutsche Fahrräder aber nach wie vor gefragt: Der Export stieg nach Angaben des ZIV um 6 Prozent auf 708.000 Stück. Die wichtigsten Abnahmeländer waren die Niederlande, Frankreich, Österreich und Polen. Eingeführt wurden mit 1,95 Millionen knapp 0,84 Prozent mehr Räder - vor allem aus Kambodscha, Polen, Taiwan und Litauen.
Der Fahrradeinzelhandel, der 70 Prozent des Geschäftes in Deutschland ausmacht, zeigte sich im Vorfeld der "Eurobike" zufrieden: "Die Unternehmen verkauften im letzten Jahr rund 4 Millionen Fahrräder und erzielten damit einen Umsatz von 2 Milliarden Euro", sagte der Geschäftsführer des Verbands des Deutschen Zweiradhandels, Thomas Kunz.
Zwar sei die Stückzahl der verkauften Fahrräder gleichgeblieben, sagte Kunz. "Aber der Wert des verkauften Rades ist gestiegen." Der Durchschnittspreis bei Fahrrädern lag im vergangenen Jahr bei 500 Euro, im Jahr davor waren es 460 Euro. Die Steigerung habe vor allem an den teureren E-Bikes gelegen, die nach wie vor im Trend lägen.
Mit dem Absatz von Fahrradbekleidung, Ersatzteilen und Werkstattleistungen belaufe sich der Gesamtumsatz der Fachhändler auf 3,45 Milliarden Euro - das entspreche laut Statistischem Bundesamt einem Umsatzzuwachs von 6,4 Prozent.
Bei der Eurobike treffen sich von diesem Mittwoch (29.August) bis zum 1. September rund 1250 Aussteller aus 49 Ländern mit Händlern und Experten der Branche. Die Veranstalter rechnen mit rund 40.000 Fachbesuchern.