
Immobilien-Planspiele für Karstadt
Die Vermieter der Karstadt-Immobilien lassen sämtliche Szenarien durchspielen, die dem Warenhauskonzern drohen könnten. 40 Häuser könnten gefährdet sein.

Die Vermieter der Karstadt-Immobilien lassen sämtliche Szenarien durchspielen, die dem Warenhauskonzern drohen könnten. 40 Häuser könnten gefährdet sein.

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Sollte es noch zu einer Kaufhaus-Ehe von Karstadt und Kaufhof kommen, soll nach der Rechnung des Kaufhof-Mutterkonzerns Metro mindestens ein Fünftel der Filialen wegfallen, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". 40 Warenhäuser stünden vor dem Aus. Betroffen wären dann rund 5.000 Mitarbeiter in Vollzeit.
Dies soll, so die "FAZ" unter Berufung auf Regierungskreise, Metro-Chef Eckhard Cordes in seinen Gesprächen in Berlin vorgetragen haben. In einer Talkshow am vergangenen Dienstag behauptete Cordes noch, er habe "keinerlei Daten über die Warenhäuser von Karstadt".
Arcandor und Metro wollten die Zahlen am Freitag nicht kommentieren. In Branchenkreisen wurden sie allerdings als realistisch eingeschätzt. Betroffen wären Filialen aber auf beiden Seiten, hieß es in den Kreisen. Ein Teil der freiwerdenden Häuser könnte auch von anderen Metro-Töchtern wie beispielsweise Media Markt und Saturn genutzt werden.
Zusammen kommen Karstadt und Kaufhof auf mehr als 200 Warenhaus- Filialen und 60.000 Mitarbeiter. Laut "FAZ" sollen am Ende rund 160 Warenhäuser und 41 Sportfilialen übrigbleiben, die langfristig überlebensfähig wären. Das neue Kaufhaus-Gebilde käme auf einen Umsatz von rund 6,5 Milliarden Euro.
Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick und Metro-Chef Eckhard Cordes hatten sich bereits einmal getroffen, um die Möglichkeiten einer Deutschen Warenhaus AG auszuloten. Weitere Gespräche sollen folgen.