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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.
Thomas RehmRedakteur – ein Muss, wenn Google in den nächsten Monaten das Universal Commerce Protocol integriert. -> Mehr lesen
HANDEL NATIONAL
Intershop spart sich zurück in die schwarze Null
Ein striktes Sparprogramm hat den Jenaer Softwareanbieter Intershop im ersten Quartal zurück zur schwarzen Null geführt, meldet Aktiencheck.de. Die Belegschaft sei binnen eines Jahres um 40 auf rund 220 Beschäftigte geschrumpft, USA und Kanada eingeschlossen. Der Quartalsumsatz sei auf 7,9 Mio. Euro gesunken, das Cloud-Geschäft gegen den Trend um drei Prozent auf 5,3 Mio. Euro gewachsen. Hoffnung setze der Vorstand auch auf die ab Mai neu zugänglichen KI-Funktionen im Angebot.
Allianz Trade: 200.000 Jobs wanken im Insolvenzstrudel
Laut Allianz Trade geraten dieses Jahr mehr als 200.000 Arbeitsplätze durch Firmenpleiten ins Wanken, berichtet Tagesschau.de. Die Zahl der Insolvenzen klettere auf 24.650 Fälle, den höchsten Stand seit 14 Jahren. Im ersten Quartal zählte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle bereits 4.573 Fälle – mehr als während der Finanzkrise 2009. Nahost-Konflikt und US-Handelskrieg drückten besonders auf Transport, Chemie und Metall. Für 2027 erwarte Allianz Trade allerdings eine leichte Entspannung.
Ein Viertel arbeitet im Homeoffice
Ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland arbeitete 2025 zumindest gelegentlich im Homeoffice, meldet das Statistische Bundesamt. Der Anteil liege knapp über dem EU-Schnitt von 23 Prozent, aber weit unter den Niederlanden mit 52 Prozent. Ausschließlich zu Hause arbeite nur noch knapp ein Viertel dieser Gruppe. Am häufigsten blieben 35- bis 44-Jährige daheim sowie Beschäftigte in IT, Unternehmensberatung und Verwaltung mit jeweils 74 Prozent.
HANDEL INTERNATIONAL
Österreich: Spar-Vorstand nennt Online-Shop „Höllenverlust“
Der Online-Lebensmittelhandel sei ein Verlustgeschäft, erklärte Spar-Vorstand Markus Kaser beim Food Salon laut Trendingtopics.eu. Der eigene Online-Shop sei ein „Höllenverlust“ gewesen, außerdem kenne er „keinen, der Profit macht“. Bei Österreichs dichtem Supermarktnetz wollten Kunden für Lieferung schlicht nicht zahlen. Spar erzielte 2025 einen Umsatz von 22,28 Mrd. Euro bei 36,2 Prozent Marktanteil, die Rendite liege zwischen einem und zwei Prozent.
Meta installiert auf den Rechnern seiner US-Belegschaft eine Tracking-Software, die Mausbewegungen, Klicks, Tastenanschläge und Screenshots erfasst, berichtet Spiegel.de. Die Daten sollen KI-Agenten trainieren, die künftig Büroarbeit selbstständig erledigen sollen. Das Tool heiße „Model Capability Initiative“. Meta-CTO Andrew Bosworth beschreibe eine Zukunft, in der Agenten die Arbeit verrichten und Menschen sie nur noch anleiten. Die Erfassung beschränke sich nur auf arbeitsbezogene Anwendungen und diene nicht der Leistungsbewertung, betone der Konzern.
Redcare tauscht Institutionskarte gegen digitale Identität
Redcare Pharmacy wechselt auf eine digitale Zugangstechnologie zur Telematikinfrastruktur, meldet Retail-News.de. Die bisherige Institutionskarte weiche einer digitalen Identität im TI-Gateway. Für die Kundschaft bleibe der Ablauf über Cardlink der Gleiche, im Hintergrund verkürzten sich jedoch die Wartezeiten beim E-Rezept. Die zugrunde liegende HSM-B-Technologie gelte als Baustein für die Telematikinfrastruktur 2.0 und starte zunächst in einer Testphase.
Genrtr: 70 Mio. Käufer hinter verschlossenen Türen
Mit Genrtr startet Candid ein internationales „Private Commerce Network“, das DTC-Marken Zugang zu mehr als 70 Mio. Käufern in geschlossenen Communities verschafft, meldet Candid. Aktiviert würden Angebote in authentifizierten Nutzergruppen wie Arbeitgeberportalen, Banken, Versicherern und Loyalty-Plattformen, und das DSGVO-konform und auf Basis von First-Party-Daten. Hintergrund seien schwindende Verlässlichkeit klassischer Affiliate-Kanäle durch Google-Updates und KI-Suche. Genrtr sei in 16 Ländern aktiv, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Revolut träumt vom 200-Milliarden-Börsengang
Revolut strebt bei einem möglichen Börsengang eine Bewertung von bis zu 200 Mrd. Dollar an, berichtet T3N.de unter Berufung auf die Financial Times. Das entspräche ungefähr dem Börsenwert von Barclays, Société Générale und Deutscher Bank zusammen. Derzeit liege die Bewertung des britischen Fintechs bei 75 Mrd. Dollar, doch stehe der IPO laut CEO Nik Storonsky frühestens in zwei Jahren an. 2025 habe Revolut sechs Mrd. Dollar umgesetzt und 1,7 Mrd. Dollar Gewinn erzielt.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Pomelli: Googles KI baut Markenwelt aus einer URL
Google hat sein KI-Marketing-Tool Pomelli in den meisten europäischen Ländern freigeschaltet, meldet Haendlerbund.de. Entwickelt habe Google Labs das Werkzeug gemeinsam mit Deepmind, zugeschnitten sei es auf kleine und mittlere Unternehmen. Pomelli analysiere nach Eingabe der Website-URL Tonalität, Schrift und Bildsprache einer Marke und liefere daraus Kampagnenideen, Anzeigen und Social-Media-Material. Eine Photoshoot-Funktion verwandle einfache Produktfotos in Studioaufnahmen. Das Tool laufe vorerst nur auf Englisch und gelte noch als Experiment.
Google rüstet seine Karten- und Geo-Apps mit generativer KI für Geschäftskunden auf, berichtet Techcrunch.com. Mit „Maps Imagery Grounding“ ließen sich per Prompt realistische Szenen in Street View erzeugen, etwa für Filmsets oder Bauprojekte. „Aerial and Satellite Insights“ analysiere Satellitenbilder aus Googles Cloud-Datenlager Bigquery. Zwei neue Earth-AI-Modelle würden Brücken, Straßen oder Stromleitungen erkennen können. Airbus und das Boston Children’s Hospital nutzten die Plattform bereits.
Schon eine Viertelstunde mit KI lässt das Hirn erlahmen
Schon zehn bis 15 Minuten Arbeit mit einem KI-Chatbot schwächen Denkleistung und Geduld messbar, zitiert T3N.de eine aktuelle Studie. 354 Probanden hätten Bruchrechenaufgaben gelöst, teils mit, teils ohne KI. Nachdem der Chatbot nach Aufgabe zwölf unerwartet verschwand, sei die KI-Gruppe deutlich unter den Schnitt der Kontrollgruppe gefallen. Eine zweite Studie ergänze: Wer KI-Antworten hinterfrage, statt sie ungeprüft zu übernehmen, behalte mehr Selbstvertrauen und Eigenverantwortungsgefühl.
KI in der Schweiz: Viele Talente, wenige Patente
Bei der Dichte führender KI-Talente belegt die Schweiz den weltweit ersten Platz, berichtet ITMagazine.ch. Laut dem „2026 Artificial Intelligence Index Report“ der Stanford University kämen dort 110,45 KI-Autoren und -Erfinder auf 100.000 Einwohner, knapp vor Singapur mit 109,51 und Schweden mit 80,63. In absoluten Zahlen reiche es nur für Rang elf. Bei Patenten pro Kopf lande die Schweiz auf Platz 15, bei KI-Investitionen mit 4,72 Mrd. Dollar auf Platz 14.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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