Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
Lieferdienste im legalen Graubereich
Nach Schilderungen eines Informanten, die der Tagesschau-Redaktion vorliegen, könnte bei Lieferando die lückenlose und automatisierte Überwachung der Leistung der Auslieferungsfahrer die Regel sein. Dies würde, so ein zitierter Datenschützer, den gesetzlichen Rahmen der Leistungskontrolle am Arbeitsplatz überschreiten. Auch bei Wolt soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Ein Fahrer, der bereits Klage vor dem Arbeitsgericht Berlin eingereicht hat, sei offenbar über einen Subunternehmer tätig gewesen, habe nachweislich 400 Lieferungen für Wolt ausgeliefert, sei dafür aber nicht entlohnt worden. Der Lieferdienst bestreitet eine Zusammenarbeit mit dem beschuldigten Unternehmen.
IAW-Messe bringt Best Deals in Retail nach Köln
Auf Europas führender Ordermesse für Aktionswaren und Importartikel finden Einkäufer aus allen Handelsbereichen preiswerte Waren für die kommende Saison. Mehr lesen
Umsätze im Einzelhandel wieder gesunken
Inflationsbereinigt sind die Umsätze im deutschen Einzelhandel laut Statistischem Bundesamt im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent gesunken, meldet Lebensmittelzeitung.net. Es ist das vierte Minus in Folge. Im Vergleich zum September des Vorjahres beträgt der bereinigte Verlust sogar 4,3 Prozent. Einzige Ausnahme ist wieder der Lebensmitteleinzelhandel, der im Jahresvergleich sogar ein Plus von 2,2 Prozent erreichte.
Unternehmen erwarten Abschwächung der Preiserhöhung
Weniger der für das Ifo-Konjunkturbarometer befragten Unternehmen gaben im Oktober an, steigende Preise zu erwarten. Die sogenannte Preiserwartung fiel von 15,7 auf 15,3 Punkte. Im Lebensmittel-Einzelhandel fiel der Saldo von 53 auf 41,6 Punkte, im übrigen Einzelhandel von 31,8 auf 28,3 Punkte und bei den Dienstleistern von 35,1 auf 29,3 Punkte. In der Industrie hingegen wurden weiterhin steigende Preise erwartet. Hier stieg die Preiserwartung von 4,6 auf 6,2 Punkte.
Mark Hübner neuer CEO bei Knuspr und Gurkerl
Mark Hübner wird neuer Geschäftsführer des Supermarktlieferdienstes Knuspr und seiner österreichischen Schwester Gurkerl. Bisher war er laut Pressemitteilung Group Chief Commercial Officer bei der tschechischen Muttergesellschaft Rohlik. Knuspr hatte im vergangenen Monat durch die Übernahme von Bringmeister sein Liefergebiet um 34 neue Postleitzahlengebiete rund um München erweitert, Gurkerl im August um 17 Postleitzahlengebiete rund um Wien. Knuspr plant, in den kommenden Jahren in zehn weiteren deutschen Städten aktiv zu werden.
Hohes Interesse an Signa Sports United
Die Kanzleien, die die Insolvenzen von Signa Sports United und deren Tochtergesellschaften verwalten, haben laut Handelsblatt mitgeteilt, dass es zahlreiche Interessenten für eine zukünftige Lösung gebe. Zunächst sei die Stabilisierung gelungen, Bestellungen seien ohne Verzögerung möglich und auch Retouren würden wieder abgewickelt. Problematisch sei derzeit vor allem die enge Verzahnung der verschiedenen Tochtergesellschaften wie Tennis Point, Internetstores oder Fahrrad.de innerhalb der SSU-Gruppe.
HANDEL INTERNATIONAL
Phoebe Philo startet ihren Luxusmodeshop
Die britische Designerin Phoebe Philo gründete ihr gleichnamiges Label im Januar 2022 mit LVMH als Minderheitsinvestor und eröffnete am 30. Oktober ihre E-Commerce-Website. Laut FashionUnited war ein Großteil der Kollektion bereits kurz nach dem Launch ausverkauft. Angeboten wurden eine „Capsule Wardrobe“ (minimalistische Garderobe aus wenigen, aufeinander abgestimmten Teilen), Konfektionskleidung und Accessoires. Beliebt war die Reisetasche „Caban“ aus Leder, die in der XL-Version 6.800 Euro kostete; Einstiegspreise ab 480 Euro gab es für Schmuck oder Sonnenbrillen. Bis Ende des Jahres sollen zwei weitere Kollektionen folgen, Erscheinungstermine wurden noch nicht genannt.
Drei Faktoren, die nachhaltigem Konsum im Wege stehen
„Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile Bestandteil von sämtlichen Kommunikationsmaßnahmen in Unternehmen. Doch Konsumenten sind skeptisch.Zu oft wurde der Begriff als Buzzword genutzt. Wie stehen Konsumenten also zum Thema? Und wie können Unternehmen den Konsum von umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen fördern? Mehr lesen
Treedom wechselt auf Composable-Commerce-Architektur
Die italienische Plattform Treedom, die über ihr Webangebot gegen die Abholzung von Wäldern kämpft und dank der Spenden von Privatpersonen und Unternehmen bereits 4 Millionen Bäume gepflanzt hat, hat ihre Architektur innerhalb von fünf Monaten vollständig auf Composable Commerce umgestellt. Dank der größeren Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der neuen Lösung, die laut Pressemitteilung auf Commercetools basiert, konnte die Konversionsrate um 116 Prozent gesteigert werden.
Vinted will offenbar an die Börse
Die finnische Second-Hand-Modeplattform Vinted plant nach Informationen der Financial Times in naher Zukunft den Gang an die Börse, berichtet Textilwirtschaft.de. Gemeinsam mit der Investmentbank Morgan Stanley prüfe das Unternehmen die Ausgabe von Vinted-Anteilen im Wert von 200 Mio. US-Dollar, um die weitere Expansion zu finanzieren. Der aktuelle Marktwert des 2008 in Vilnius gegründeten Recommerce-Spezialisten liegt derzeit bei 3,5 Mrd. Euro, nachdem das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren in insgesamt 18 europäische Länder, Kanada und die USA expandiert hat. Im Falle eines Börsengangs wäre Vinted der einzige börsennotierte Second-Hand-Online-Händler in Europa.
TRENDS & TECH
Thailändisch in meiner Nähe
Im Kampf um die guten Startplätze bei Google kommen SEO-Experten und pfiffige Laien auf kreative Lösungen. So wie Restaurantbesitzer Teddy Jirapraphanan, der die Idee hatte sein Etablissement in „Thai Food Near Me“ umzutaufen – auf deutsch etwa „Thailändisch in meiner Nähe“. Sollte ein hungriger Kunde diesen Begriff bei GoogleMaps eintippen, müsste er unweigerlich bei Teddy landen. Wie The Verge berichtet, ist dieser Trick keine Einzelleistung: So gibt es beispielsweise sechs „Günstiger Zahnarzt in meiner Nähe“ in Texas, für besonders dringende Fälle ein „Antiquitäten in meiner Nähe“ in New York sowie sieben Klempner, einen Friseur, eine Hellseherin und zwanzig Notare in den USA, die „Near Me“ mit in ihrem Handelsregistereintrag führen. Der Name eines Unternehmens sei, so die Auskunft von Google, nur ein unwichtiger Teil des Vorschlags-Algorithmus und sollte praktisch keine Auswirkung auf das Ranking haben. Teddy ist anderer Meinung.
Worldline gewinnt Schweizer Postfinance als Kunden
Die Bezahllösung „Worldline Crypto Payments“ wird laut Fintech News ab sofort in der E-Commerce-Lösung der Schweizer Postfinance, einer Tochtergesellschaft der staatlichen Schweizerischen Post, zur Verfügung stehen. So können Kunden von Webshops die „Checkout Flex“ von Postfinance verwenden, nun auch mit Bitcoin und Ethereum sowie mit den Stablecoins USDC und USDT bezahlen. Händler müssen diese nicht mehr selber verwalten, da die Kryptowährungen sofort in Schweizer Franken umgerechnet werden.
Selecta experimentiert mit Kryptowährung
Der Schweizer Automatenkonzern Selecta hat auf der Solana-Breakpoint-Messe in Amsterdam 16 Lebensmittelautomaten vorgestellt, die mit der Kryptowährung Solana Pay bezahlbar sind, berichtet Konsider.ch. Wann eine weitere kommerzielle Umsetzung der Technologie in Aussicht steht, machte das Unternehmen von der Akzeptanz der Kryptowährung bei den Verbrauchern abhängig. Solana Pay erlaubt es, mit der eigenen Währung des Ethereum-Konkurrenten oder mit „normalem“ Geld zu bezahlen.
JD Logistics führt Digital-Twin-Technologie ein
Die Logistiktochter von JD.com, JD Logistics, rüstet ihre Lagerhäuser in den USA mit der Digital-Twin-Technologie aus, berichtet der Online-Marktplatz. Ein „digitaler Zwilling“ ist eine aktuelle virtuelle Kopie eines Lagers, dessen Regale in regelmäßigen Abständen von Robotern gescannt werden, um beispielsweise kürzere Wege für das Personal zu finden oder die Lagerzeiten zu optimieren. Wie Morning Briefing berichtete, testet in Deutschland die Drogeriekette dm diese Technologie bereits in 50 Filialen.
NACHHALTIGKEIT
Edeka will Deutschlands größter Bio-Händler sein
Edeka startet diese Woche eine neue Online-Werbekampagne mit dem Slogan „BiOH! - Überraschend günstig und vielfältig“. Dabei wird laut Lebensmittelzeitung.net auch die Behauptung aufgestellt, Edeka sei Deutschlands größter Bio-Händler. Eine im Werbeplakat zitierte Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen IQ vom Juli 2023 scheint diese Behauptung zu bestätigen, allerdings wurden damals nur Umsatz und Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten untersucht, nicht aber im Bio-Fachhandel.