Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
Diane von Furstenberg exklusiv bei Zalando
Die Modemarke Diane von Furstenberg macht Zalando laut Pressemitteilung zum exklusiven Einzelhandelspartner für Europa. Neben dem eigenen Onlineshop DFV.com und der DVF-Boutique in Brüssel werde die ikonische Kollektion, einschließlich des bekannten Wickelkleides, in allen 25 europäischen Märkten ausschließlich über Zalando erhältlich sein. Eine spezielle Marketingkampagne im März werde den Startschuss geben.
Kontaktlos kassieren mit Sparkasse POS
Im Händlergeschäft wird der Kassenprozess immer flexibler. Bisher sind stationäre Kassenterminals fester Bestandteil des Einkaufserlebnisses. Diese werden jedoch immer mehr von mobilen Geräten abgelöst. Die Sparkassen bieten mit der Akzeptanz-App „Sparkasse POS“ eine Lösung für viele Branchen. Mehr
43 Prozent der Online-Händler sind unzufrieden
Die Unzufriedenheit im deutschen Online-Handel ist hoch – 43 Prozent der Händler sind laut einer aktuellen Studie von Uptain mit der Marktentwicklung unzufrieden, berichtet Ecommercenews.eu. Als Hauptgrund würden die Befragten die strengen Vorschriften für den E-Commerce nennen, wobei ein Drittel besonders die Regelungen zu Datenschutz, Rückgaberecht, Transparenz und Produktsicherheit kritisiere. 42 Prozent der Befragten empfänden außerdem die chinesischen Plattformen Temu und Shein als Risiko für ihr Geschäft.
SellerX entlässt 20 Prozent der Belegschaft
Der Berliner Amazon-Aggregator SellerX entlässt 170 seiner mehr als 800 Mitarbeitenden und reduziert sein Markenportfolio von 67 auf 19 Marken, berichtet Businessinsider.de. Das 2020 gegründete Unternehmen reagiere damit auf wirtschaftliche Herausforderungen. Die einst boomenden Amazon-Aggregatoren, die kleinere Händler aufkaufen und unter einem Dach bündeln, seien allgemein durch unterbrochene Lieferketten während der Pandemie und nachlassendes Interesse am Onlineshopping in Schwierigkeiten geraten.
Konjunkturerwartungen unerwartet positiv
Das Stimmungsbarometer für die Konjunkturerwartungen stieg im Februar deutlich um 15,7 Punkte auf 26 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung mitteilte. Die Analysten hatten nur einen Anstieg auf 20 Punkte prognostiziert. Die Hoffnung auf eine handlungsfähige neue Bundesregierung sorge laut ZEW-Präsident Achim Wambach für den wachsenden Optimismus. Die allgemein niedrige Bewertung der aktuellen Konjunkturlage habe sich allerdings nur leicht auf minus 88,5 Punkte verbessert.
Deutschland bleibt drittgrößte Volkswirtschaft
Deutschland behauptet mit einem Bruttoinlandsprodukt von 4,66 Bio. Dollar im Jahr 2023 seine Position als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, wie das Institut der deutschen Wirtschaft laut ZDF.de berechnet hat. Japan liege mit gut vier Bio. Dollar das zweite Jahr in Folge auf Platz vier, während die USA (29,7 Bio. Dollar) und China (18,9 Bio. Dollar) ihre uneinholbaren Spitzenpositionen hielten. Laut IW-Konjunkturchef Michael Grömling könnte Deutschland seinen dritten Platz auch 2025 verteidigen, allerdings mit wachsendem Abstand zu den führenden Nationen. Indien werde voraussichtlich Ende der Dekade aufgrund seiner Wachstumsdynamik an Deutschland vorbeiziehen.
HANDEL INTERNATIONAL
UK: Lidl verkauft Protein über Tiktok Shop
Lidl startet als erste Supermarktkette in Großbritannien einen Direktvertrieb über Tiktok Shop, wie Retailgazette.co.uk berichtet. Der Discounter biete ab 20. Februar 3.000 Proteinprodukt-Bundles zum Preis von fünf Pfund an, deren regulärer Verkaufswert bei 30 Pfund liege. Die Erlöse flössen vollständig an die Kinderschutzorganisation NSPCC. Bislang habe Lidl im britischen Online-Handel nur Non-Food und Alkoholisches im Angebot geführt.
Net-a-Porter verlässt China
Der Online-Luxusmodehändler Net-a-Porter stellt seine Geschäftstätigkeit in China zum 20. März ein, wie das Unternehmen laut Fashionunited.de bekannt gab. Die Yoox Net-a-Porter Group, die seit 2013 in China aktiv sei und dort seit 2018 ein Joint Venture mit Alibaba betreibe, werde nach dem Rückzug Retouren und Umtausche noch bis zum 22. April abwickeln. Laut Women’s Wear Daily könne die Entscheidung mit der geplanten Übernahme durch den Münchner Online-Händler Mytheresa zusammenhängen, die in der ersten Jahreshälfte vollzogen werden soll.
Temu wird in Südkorea lokal
Der chinesische Low-Cost-Marktplatz Temu steigt mit seinem neuen Local-to-Local-Geschäftsmodell in den südkoreanischen E-Commerce-Markt ein und wirbt aktiv um koreanische Händler mit eigenem Lagerbestand. Laut Businesskorea.co.kr verzeichne die Plattform seit ihrem Markteintritt im Juli 2023 bereits 8,2 Mio. monatlich aktive Nutzer. Um den Geschäftsbetrieb zu unterstützen, habe Temu ein großes Logistikzentrum in Gimpo angemietet und baue seit Ende letzten Jahres gezielt ein koreanisches Team in Schlüsselpositionen auf. Im Ranking der Marktplatz-Apps liege das Unternehmen bereits auf Platz drei hinter Coupang und Aliexpress.
USA: Tiktok Shop überholt Temu und Shein
Totgesagte leben länger: Tiktok Shop verzeichnete im Januar mit 153 Prozent das stärkste Umsatzwachstum im US-Markt und überholte damit Shein und Temu, die nur 26 beziehungsweise 28 Prozent zulegten, berichtet Techinasia.com. Besonders erfolgreich sei die Shopping-Funktion bei Transaktionen über 25 Dollar gewesen, wo das Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozentpunkte zugelegt habe. Der Erfolg bleibe jedoch von möglichen Handelsbeschränkungen überschattet.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Amazons „Inspire“ ist Geschichte
Amazon stellt seine Produktentdeckungsfunktion „Inspire“ ein, die das Unternehmen erst 2022 – offensichtlich stark von Tiktok Shop „inspiriert“ – in seiner mobilen App eingeführt hatte, berichtet Techcrunch.com. Die Entscheidung falle in eine Zeit, in der Amazon seine soziale Handelsstrategie neu ausrichte und stattdessen Partnerschaften mit Instagram und Snap verstärke. Ein möglicher Grund könne eine Kampagne vom August 2023 sein, in der das Unternehmen gezielt Influencer anwerben wollte, die aber das angebotene Honorar von 25 Dollar pro Video als zu niedrig empfunden haben.
USA: Lieferfahrer arbeiten mehr und verdienen weniger
Die Mehrheit der Fahrer von US-Lieferdiensten verdiente 2024 trotz längerer Arbeitszeiten weniger als im Vorjahr, zitiert Businessinsider.com eine Studie des Datenanalyseunternehmens Gridwise. Bei Uber sei der durchschnittliche Wochenverdienst um 3,4 Prozent auf 513 Dollar gesunken, während Lyft-Fahrer sogar einen Rückgang von 13,9 Prozent auf 318 Dollar verzeichnet haben sollen. Nur bei Amazon Flex und Doordash seien die Bruttowochenverdienste auf 413 beziehungsweise 240 Dollar gestiegen, allerdings bei deutlich längeren Arbeitszeiten.
Schweiz: Twint und E-Wallets bauen Führung aus
Mobile Zahlungsmittel wie Twint und digitale E-Wallets erreichen in der Schweiz mit 30,7 Prozent den höchsten Anteil bei allen Transaktionen, berichtet Handelszeitung.ch. Bei den Umsätzen führen mobile Geräte mit 25,6 Prozent vor Debitkarten mit 24 Prozent und Kreditkarten mit 23,8 Prozent. Im stationären Handel bleibt Bargeld mit 28,2 Prozent zwar noch vorne, doch mobile Bezahlmethoden holen mit einem Zuwachs von 4,3 Prozentpunkten auf 24,4 Prozent auch hier stark auf.