Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von etailment.de.
Certificate of Advanced Studies (CAS) in International Retail Management an der Universität St.Gallen – Seien Sie dabei!
Ab dem 11. Februar 2025 startet die nächste Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 1. Januar 2025
HANDEL NATIONAL
(Fast) ganz Deutschland kauft online ein
Nur noch jeder hundertste Deutsche kauft ausschließlich analog ein, aber 99 Prozent shoppen im Internet, so eine Umfrage von Mastercard. 39 Prozent klicken sogar mindestens einmal pro Woche auf „Kaufen“ – fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Dies geschieht vor allem über das Smartphone (38 Prozent), erst danach folgen Computer (26 Prozent) und Laptop (25 Prozent). Am beliebtesten ist dabei nach wie vor die Mode (66 Prozent), erst mit einigem Abstand folgen Elektronik (47 Prozent) und Unterhaltungsmedien (45 Prozent) und, dank E-Rezept, Medikamente (44 Prozent).
Budni liefert mit Wolt
Der Drogeriemarkt Budni liefert ab sofort sein Sortiment auch über den Lieferdienst Wolt aus, wie beide Unternehmen mitteilen. Kunden in Berlin und Hamburg können sich rund 10.000 Artikel aus zunächst sechs Filialen innerhalb von etwa 35 Minuten nach Hause bringen lassen. Die Preise entsprechen dabei den Ladenpreisen, auch Wochenangebote und das Sammeln von Bonuspunkten sind möglich.
20 Prozent der Unternehmen nutzen KI
Jedes fünfte Unternehmen in Deutschland nutzt künstliche Intelligenz, wie das Statistische Bundesamt mitteilt – ein Anstieg von acht Prozentpunkten binnen eines Jahres. Die Unternehmen setzen dabei am häufigsten auf Textanalyse (48 Prozent) und Spracherkennung (47 Prozent), gefolgt von der Erzeugung natürlicher Sprache (34 Prozent). Diese Technologien kommen vor allem in Marketing und Vertrieb (33 Prozent), in Produktionsprozessen (25 Prozent) sowie in Verwaltung und Finanzen (24 Prozent) zum Einsatz.
Geschäftsklima verschlechtert sich weiter
Das Geschäftsklima in Deutschland kühlt sich weiter ab – der Ifo-Index rutschte im November auf 85,7 Punkte, nach 86,5 Punkten im Oktober. Ein kleiner Lichtblick kommt aus dem Handel, der etwas optimistischer wurde, während die Dienstleister und Bauunternehmer deutlich düsterer auf ihre Geschäfte blicken. Die Industrie sieht zwar die aktuelle Lage etwas besser, macht sich aber wegen sinkender Auftragszahlen Sorgen um die Zukunft.
HANDEL INTERNATIONAL
Start-ups: So will Bookbot die Nummer eins bei gebrauchten Büchern werden
Das tschechische Unternehmen Bookbot will den Onlinehandel mit gebrauchten Büchern perfektionieren. Im Heimatmarkt hat das Start-up nur fünf Jahre nach Gründung einen Marktanteil von fünf Prozent am gesamten Buchmarkt erobert und treibt nun die Expansion im DACH-Raum voran. Im Etailment-Interview sagt Gründer Dominik Gazdoš, was Bookbot von anderen Online-Plattformen für gebrauchte Bücher unterscheidet und wie er sich eine Zusammenarbeit mit stationären Buchhändlern vorstellt.
Amazon Indien: Lieferdienst „Tez“ startet noch dieses Jahr
Amazon plant seinen ersten Schnell-Lieferdienst in Indien und will damit schon Ende Dezember starten, berichtet Abplive.com. Das unter dem Arbeitstitel „Tez“ entwickelte Projekt sollte ursprünglich erst Anfang 2025 anlaufen, doch der boomende Markt für Sofortlieferungen dränge zur Eile – im Moment sei Amazon der einzige große Online-Händler auf dem Subkontinent, der nicht im Quick-Commerce-Sektor vertreten ist. Zunächst soll Tez Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs anbieten, das notwendige Netz von Mikrolagern wäre bereits im Aufbau.
UK: Retourenquote steigt drei Prozent
Der durchschnittliche Warenwert der Retouren im britischen Onlinehandel stieg im September und Oktober auf 127 Euro, zitiert Ecommercenews.eu eine Studie von DHL und ZigZag. Die Retourenquote wuchs um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr, kostenpflichtige Retouren nahmen sogar um sechs Prozent zu – fast die Hälfte der Verbraucher zahlte für ihre Rücksendungen. Elf Prozent der Kunden – sogenannte „Serial Returners“ – verursachten beinahe ein Viertel des gesamten Retourenvolumens.
Konsumklima: Österreicher nicht in Weihnachtslaune
Die Österreicher schnallen beim Geschenkekauf den Gürtel enger: Nur 2,23 Mrd. Euro (minus zwei Prozent) wollen sie dieses Jahr für Weihnachtspräsente ausgeben, meldet das Institut für Handel, Absatz und Marketing. Während drei von zehn Käufern ihre Ausgaben kürzen, stockt nur jeder Zehnte auf. Der Online-Handel legt zwar zu – wobei mehr als die Hälfte der Bestellungen bei internationalen Anbieter stattfindet – doch acht von zehn Euro des Weihnachtsbudgets fließen weiterhin in den stationären Handel.
TRENDS & TECHNOLOGIE
KI überfordert die meisten Unternehmen
Nur 13 Prozent der Unternehmen fühlen sich für den Einsatz von KI gerüstet, wie der aktuelle AI Readiness Index von Cisco zeigt. Besonders die technische Ausstattung bereitet Sorgen, denn gerade einmal jedes fünfte Unternehmen verfügt über genügend Rechenleistung für KI-Anwendungen. 98 Prozent der befragten acht Mrd. Firmen erkennen aber die gestiegene Dringlichkeit, auf künstliche Intelligenz zu setzen und so soll der Anteil für KI am IT-Budget druchschnittlich auf 30 Prozent steigen – 59 Prozent erwarten, dass sich diese Investitionen nach fünf Jahren auszahlen.
NACHHALTIGKEIT
UK: Zehn Prozent aller Geschenke aus zweiter Hand
Britische Verbraucher werden in dieser Weihnachtssaison mehr als zwei Mrd. Pfund für gebrauchte Geschenke ausgeben, zitiert Fashionunited.com eine Studie von Vinted und Retail Economics. 84 Prozent planen, einen Teil ihres Budgets für gebrauchte Geschenke einzusetzen, der Secondhand-Sektor macht damit mehr als zehn Prozent aller Geschenkausgaben aus. Besonders beliebt sind gebrauchte Luxusartikel und Designermarken, die 62 Prozent der Befragten gerne als Geschenk erhalten würden. Die Beliebtheit von Secondhand-Waren steigt vor allem bei jungen Menschen: 79 Prozent der 25- bis 34-Jährigen kaufen in diesem Jahr gebrauchte Weihnachtsgeschenke, im Vorjahr waren es noch 63 Prozent.
BLACK-FRIDAY-COUNTDOWN
Verbraucher misstrauen Schnäppchen-Angeboten
Mehr als die Hälfte der deutschen Verbraucher (57 Prozent) misstraut den Black-Friday-Angeboten wegen vermuteter versteckter Kosten, so eine aktuelle Umfrage von Fraenk und Civey. Vor allem bei Mobilfunkverträgen hätten die Kunden genug von kurzfristigen Schnäppchen – hier würden 85 Prozent der Befragten lieber dauerhaft faire Preise bevorzugen. Zwei Drittel der Teilnehmer wünschten sich generell mehr Klarheit bei den Informatonen zu Black-Friday-Angeboten.
DUH will die Aktionstage abschaffen
Die Deutsche Umwelthilfe fordert die Abschaffung von Aktionstagen wie Black Friday und Cybermonday und plädiert stattdessen für einen „Green Friday“ mit Reparaturangeboten für defekte Geräte. Jährlich würden in Deutschland 17 Mio. zurückgeschickte Artikel vernichtet, weshalb die DUH von der Politik eine Rechtsverordnung gegen Retourenvernichtung fordert. Zusätzlich warnt die Organisation vor illegalen Importprodukten auf Online-Marktplätzen, die besonders an Aktionstagen angeboten werden und oft Umwelt- und Sicherheitsstandards nicht erfüllen.
Bei Amazon wird während der Aktionstage gestreikt
In mehr als 20 Ländern planen Amazon-Beschäftigte zwischen Black Friday und Cyber Monday Streiks und Proteste für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Klimaschutz, berichtet Theguardian.com. Die von UNI Global Union und Progressive International koordinierte Kampagne „Make Amazon Pay“ vereine über 80 Gewerkschaften und Organisationen, die faire Löhne, Gewerkschaftsrechte und Umweltschutz fordern. An den Protesten sollen sich unter anderem Beschäftigte aus Deutschland, Großbritannien, der Türkei, Kanada, Indien, Japan und Brasilien beteiligen.