Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von Etailment.de.
Webinar: Wie digitale Kassenbons die personalisierte Ansprache verbessern
Wie lässt sich der digitale Kassenbon gezielt zur personalisierten Kundenansprache im stationären Handel nutzen? Individuell zugeschnittene Werbung hat großen Einfluss auf Kaufentscheidungen. REMIRA zeigt, wie aus der Filiale heraus App-Downloads, Newsletter-Anmeldungen & Co. messbar gesteigert und mit Kampagnen verknüpft werden.
HANDEL NATIONAL
IFH Köln: Beratungsklau passiert inzwischen bei Amazon
Der Umfang des so genannten Beratungsklaus im stationären Einzelhandel nimmt signifikant ab, dass also Kundschaft dort Beratung sucht, um anschließend online zu kaufen. Das sagte Kai Hudetz, Co-Geschäftsführer des IFH Köln, am Donnerstag während des „Trendforums Retail“ von Teamscio in Frankfurt am Main. Nach den Erkenntnissen des IFH nehme jeder zweite Kauf in Deutschlands Innenstädten den genau umgekehrten Weg. „Der größte so genannte Beratungsklau findet bei Amazon statt“, folgerte Hudetz. Es sei auch keine Option für Händler, die Nutzung von Smartphones in den eigenen Geschäftsräumen zu erschweren: „Inzwischen kauft kein Kunde eine Waschmaschine, ohne vorher die Preise verglichen zu haben.“
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DeepL strebt US-Börsengang an
Das Kölner Übersetzungs-Start-up DeepL strebt einen Börsengang in New York an, berichtet Manager-Magazin.de unter Berufung auf Bloomberg. Das Unternehmen habe erste Gespräche mit Beratern geführt, ein Listing könne 2026 erfolgen. DeepL peile dabei eine Bewertung von 5 Mrd. Dollar an. Das sei mehr als doppelt so viel wie bei der jüngsten Finanzierungsrunde 2024, als – bei 2 Mrd. Dollar Firmenwert – 300 Mio. Dollar flossen.
Horando will eine führende Uhren-Plattform werden
Christopher Fischer und Stefan Sebök haben auf Ebay mit dem Uhrenhandel begonnen – mittlerweile ist Horando eine etablierte Luxus-Plattform, berichtet Fuer-Gruender.de. In diesem Segment sei Vertrauen die wichtigste Währung, weswegen die Gründer per Telefon, Video oder im Showroom jederzeit persönlich erreichbar seien. Da der Markt mit seinen schwankenden Preisen und kleinen Modellserien stark umkämpft sei, setze man auf Service statt Preiskampf. In fünf bis zehn Jahren wolle man zu den führenden Plattformen Europas gehören – sichere digitale Zertifikate auf Blockchain-Basis seien dabei ein wichtiger Schritt.
Internetwirtschaft boomt – Rechenzentren am Limit
Die deutsche Internetwirtschaft steuert auf 389 Mrd. Euro Umsatz bis 2030 zu – ein jährliches Plus von zehn Prozent, wie Retail-News.de eine Studie des Eco-Verbands zitiert. Doch der Boom drohe an maroder Infrastruktur zu scheitern: Die Rechenzentren-Kapazität wachse zwar auf 3,7 Gigawatt, liege damit aber nur bei einem Drittel des tatsächlichen Bedarfs – in den USA würde bereits das Zwanzigfache bereitgestellt. Eco-Vorstand Oliver Süme fordere bezahlbaren Strom und schnellere Genehmigungen. Ohne systemische Aufwertung der Rechenzentren und bessere Koordination zwischen Bund, Ländern und Kommunen werde Deutschland zurückfallen.
B2B-Internethandel trotzt Flaute mit sieben Prozent Plus
Der B2B-Internethandel von Herstellern und Großhandel sei 2024 um sieben Prozent auf 509 Mrd. Euro gewachsen, zeigt der „B2B-Marktmonitor 2025“ von ECC Köln, FIS und Shopware. Trotz schwächelnder Konjunktur erwirtschafteten Unternehmen so 12,1 Prozent ihrer Gesamtumsätze. Online-Shops behaupteten ihre Dominanz mit 76 Prozent, Marktplätze stagnierten bei 24 Prozent Marktanteil. Doch es gelte, die eigene Zielgruppe besser zu kennen und technische Hürden zu meistern. So würden die Startseiten immer noch 24 Prozent der Kaufabbrüche verursachen, die Produktübersichten weitere 27 Prozent.
HANDEL INTERNATIONAL
Shein eröffnet erste Läden in Frankreich
Der Online-Discount-Riese Shein eröffnet in Frankreich ab November erstmals eigene Läden, berichtet Fashionunited.de. Geplant seien sechs Geschäfte im Bazar de l’Hôtel de Ville in Paris sowie in den Galeries Lafayette in Dijon, Reims, Grenoble, Angers und Limoges. Die Partnerschaft mit der Société des Grands Magasins schaffe 200 Arbeitsplätze und solle die französischen Innenstädte wieder beleben, so Shein. Der in Singapur ansässige Konzern stehe wegen Umweltverschmutzung, fragwürdiger Arbeitsbedingungen und unlauterem Wettbewerb in der Kritik.
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Indien nimmt E-Commerce-Preise ins Visier
Die indische Regierung untersucht E-Commerce-Plattformen wegen versteckter Zusatzgebühren, berichtet Livemint.com. Verbraucherschutzminister Pralhad Joshi kündigte strikte Maßnahmen an, nachdem Beschwerden über Kosten wie Nachnahme-Gebühren oder „Angebotsbearbeitungsgebühren“ eingingen. So würden die Endpreise trotz angezeigter Rabatte durch die diversen Aufschläge deutlich höher liegen. Diese Praktiken klassifiziere die Regierung als „Dark Patterns“ – manipulative Strategien, um die Kunden zu täuschen.
Live-Shopping bei Asos: 94 Prozent kucken später
Asos hat im August in seiner App die Video-Shopping-Funktion „Asos Live“ gestartet, berichtet Trendhunter.com. Die Plattform setze dabei auf Creator-Inhalte – von saisonalen Style-Guides bis zu Laufsteg-Neuheiten – die live oder als Wiederholung verfügbar seien. Seit dem Launch habe das Format Hunderttausende Views generiert, wobei 94 Prozent die On-Demand-Variante wählten. Allgemein verweilten die Live-Nutzer länger in der App und kauften häufiger als bei anderen Formaten.
Amazon lässt Bestellungen nachträglich erweitern
Amazon ermöglicht Prime-Mitgliedern in den USA seit August, Produkte per Ein-Klick-Funktion zu laufenden Lieferungen hinzuzufügen, berichtet Retaildive.com. Hinzugefügte Artikel ließen sich sofort wieder entfernen. Diese kostenlose „Add to Delivery“-Option sei bereits über 50 Mio. Mal genutzt worden. Der Konzern baue parallel Same- und Next-Day-Delivery in 4.000 Städten und Gemeinden aus.
Welthandel: Wachstum schrumpft auf 0,6 Prozent
Der Welthandel wächst dieses Jahr noch um 2,0 Prozent und sackt im nächsten Jahr auf magere 0,6 Prozent ab, zitiert Handelszeitung.ch den „Economic Outlook“ von Allianz Trade. Grund seien die verzögerten Folgen des Handelskriegs, nachdem vorgezogene Hamsterkäufe in den USA und KI-Investitionen das laufende Jahr noch gestützt hätten. US-Konsumenten spürten die Zölle dann deutlicher, die Inflation ziehe an. Eine Eskalation der Zollstreitigkeiten zwischen den USA und China könnte den Welthandel gar in die Rezession treiben – die Wahrscheinlichkeit liege bei 45 Prozent. 2027 erwarten die Experten eine Erholung auf 1,8 Prozent Wachstum.
Griechischer E-Commerce setzt nur 15 Mrd. Euro um
Der griechische E-Commerce erreichte 2024 einen Umsatz von nur 15 Mrd. Euro, berichtet Naftemporiki.gr (Zum Vergleich: Dänemark, mit 57% der Bevölkerung Griechenlands, setzte laut Mulwi.com 22,8 Mrd. Euro um). Viele Unternehmen könnten das Potenzial jedoch nicht nutzen, da ihnen Ressourcen, Know-how und Kapital für eigene Online-Shops fehlten. Besonders kleine und mittelständische Betriebe kämpften mit intensivem Wettbewerb und steigenden Kundenansprüchen an Sortiment, Liefergeschwindigkeit und Service. Online-Marktplätze spielten deswegen in Griechenland eine entscheidende Rolle.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Beauty-Branche wächst zehn Prozent – Online neunmal schneller
Die globale Beauty-Branche legte in den vergangenen zwölf Monaten um zehn Prozent zu, wie der Bericht „State of Beauty 2025“ von NielsenIQ laut Retail-News.de zeigt. Den stärksten Zuwachs verzeichne Asien-Pazifik mit 14,3 Prozent, Europa hingegen nur 5,8 Prozent. Online wachse der Umsatz neunmal schneller als stationär – in Nordamerika um 21 Prozent, in Asien-Pazifik um 20 Prozent. Wellness-Produkte erweiterten den Markt um 64 Prozent.
Bot-Traffic vervierfacht sich
Im zweiten Quartal 2025 sank die Zahl echter Website-Besucher um zehn Prozent, während sich der Bot-Traffic vervierfachte, berichtet T3N.de unter Berufung auf Daten des Paywall-Dienstleisters Tollbit. Kamen Anfang 2025 noch 200 Menschen auf einen Bot, seien es mittlerweile nur 50. Besonders tückisch: Sogenannte „Headless Browser“ erschienen als reguläre Nutzer und verfälschten so die Zugriffszahlen. Seit Googles KI-Überblicken sei die Googlebot-Aktivität um ein Drittel gestiegen, die tatsächlichen Klicks jedoch von 450 auf 300 pro 100 Crawls gefallen.