Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
Cisalfa darf Sportscheck übernehmen
Wie das Bundeskartellamt in einer Pressemitteilung bekannt gab, bestehen keine kartellrechtlichen Bedenken gegen die Übernahme von Sportscheck durch den italienischen Sportfachhändler Cisalfa. Dieser verfüge dann zwar durch den bereits im Dezember erfolgten Erwerb von Sport Voswinkel über ein Filialnetz von insgesamt 83 Niederlassungen, dies sei jedoch wettbewerbsrechtlich im Rahmen. Auch im Online-Handel, der für den Sport- und Outdoor-Einzelhandel von großer Bedeutung ist, bestünden durch große Wettbewerber wie Decathlon, Amazon oder die Sportartikelhersteller selbst keinerlei Bedenken.
Start-ups: So will Iqonic Fehlkäufe in Kosmetikshops reduzieren
Personalisierte Produktempfehlungen, die nicht auf Daten-, sondern auf Haut- und Haaranalyse basieren: Das ist die Idee hinter Iqonic.ai. Das Start-up aus Berlin hat eine KI-gestützte Software entwickelt, mit der Anbieter von Haar-, Haut- und Nahrungsergänzungsprodukten das Kundenerlebnis verbessern sollen. Für die Analyse der individuellen Pflegebedürfnisse soll ein Foto bzw. ein Gesichtsscan ausreichen. Etailment stellt Iqonic im Kurzinterview vor.
Regulierung des Influencer-Marketings für Finanzprodukte gefordert
Zwei Bundestagsabgeordnete haben ein Autorenpapier an die EU-Kommission geschickt, in dem sie eine Regulierung des Influencer-Marketings für Finanzprodukte für die noch zu erarbeitende EU-Verbraucherrechtsagenda fordern. Wie Procontra-Online.de ausführt, folgen Hunderttausende Menschen den sogenannten Finfluencern und fast die Hälfte hat bereits aufgrund von Tipps aus sozialen Medien investiert. Dabei führen laut einer Studie des Swiss Finance Institute mehr als die Hälfte dieser Empfehlungen zu Verlusten für die Anleger. Die Finfluencer haften jedoch nicht für ihre Aussagen.
Deutschland rutscht an Rezession vorbei
Der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung ist erstmals seit Juni nicht mehr im roten Bereich, berichtet Manager-Magazin.de. Gründe für diese Einschätzung sind die Erholung in der Industrie, die Stabilisierung der Energiepreise, steigende Exporte sowie verbesserte Stimmungs- und Finanzmarktindikatoren. Nur der Einzelhandel kann von der positiven Lage noch nicht profitieren, seine Umsätze bleiben schwach.
IT-Fachkräfte leiden unter hohem Druck
Ein Viertel der 6.823 von Golem.de befragten IT-Fachkräfte gibt an, in schlechter körperlicher Verfassung zu sein, ein Drittel klagt über schlechte psychische Gesundheit. Die Gründe sehen die Befragten in zu hohem Druck und mangelnder emotionaler und finanzieller Wertschätzung ihrer Arbeit. Dabei ist die Branche für ihren niedrigen Krankenstand bekannt, was aber wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass die IT-Beschäftigten auch bei gesundheitlichen Problemen weiterarbeiten. Ein Drittel der Befragten gibt an, unter Stress und Termindruck zu leiden und zu viele Überstunden leisten zu müssen.
HANDEL INTERNATIONAL
Die führende E-Commerce-Nation heißt China
Der Gesamtumsatz im chinesischen Onlinehandel betrug im letzten Jahr 2,2 Bio. Dollar, was China zum weltweiten Spitzenreiter macht, berichtet Statista.com. Abgeschlagen folgt auf dem Siegertreppchen die USA mit 981 Mrd. Dollar, Bronze geht, wieder mit großem Abstand, an Großbritannien, wo 157 Mrd. Dollar umgesetzt wurden. Vor Deutschland platzieren sich noch Südkorea und Japan, 113 Mrd. Dollar Umsatz reichen nur für Platz sechs.
Amazon setzt Züge zwischen Italien und Deutschland ein
Amazon hat einen Vertrag mit dem italienischen Logistikunternehmen Mercitalia unterzeichnet, meldet Lebensmittelzeitung.net. Künftig sollen Güterzüge zwischen Italien und Deutschland pendeln. Die Verbindung zwischen Duisburg und Pomezia bei Rom soll dreimal pro Woche bedient werden, zwischen Herne und Verona sollen die Güterzüge sogar sechsmal pro Woche verkehren.
Dr. Martens verklagt Temu
Dr. Martens hat letzte Woche eine Klage beim britischen High Court eingereicht, weil Temu Google-Anzeigen mit Schlüsselwörtern wie „Dr. Martens“ und „Airwair“ geschaltet hat, berichtet Thetimes.co.uk. Damit hätten die Anzeigen von Temu, das nur Lookalikes von Dr. Martens-Produkten verkauft, auf Kosten des Originals an Sichtbarkeit gewonnen. Google verbietet Markenrechtsverletzungen, erlaubt aber Markennamen als Schlüsselwörter.
Schweizer Sportmarkt schrumpft um 1,5 Prozent
Nach einem Wachstum von 14 Prozent im Jahr 2021 und zwei Prozent im Jahr 2022 ist der Umsatz des Schweizer Sportmarktes im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent zurückgegangen, meldet Konsider.ch. Ski, Rucksäcke, Helme oder Fitnessgeräte verloren je drei Prozent, Schuhe legten dagegen um drei Prozent zu, sportliche Freizeitmode sogar um fünf Prozent. Zulegen konnte auch der Onlinehandel, der mittlerweile für 28 Prozent der Einnahmen verantwortlich ist.
Preisdruck für Schweizer Unternehmen lässt weiter nach
Im März ist der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,1 Prozent gesunken, berichtet Handelszeitung.ch. Die Importpreise sanken um 5,4 Prozent, die Produzentenpreise hingegen nur um 0,5 Prozent. Der März war damit der elfte Monat in Folge, in dem die Jahresteuerung auf Basis des PPI negativ war, wie das Schweizer Bundesamt für Statistik mitteilte.
Story3 investiert in Saks
Story3 Capital hat angekündigt, eine „bedeutende neue Investition“ in die Luxusmodeplattform von Saks Fifth Avenue zu tätigen, berichtet Fashionunited.com. Die Investoren glauben an eine starke globale Expansion von Luxusmarken im Onlinehandel und sind der Ansicht, dass Saks mit seinem kuratierten Angebot und seinen internationalen Partnerschaften gut positioniert ist, um ein exponentielles Wachstum zu erzielen.
Bosnien und Herzegowina shoppen mobil
60 Prozent der Bewohner von Bosnien und Herzegowina haben in den letzten drei Monaten zwei bis fünf Mal online eingekauft, berichtet Ecommercenews.eu. 83,4 Prozent dieser Käufe wurden auf mobilen Endgeräten getätigt. Am beliebtesten waren dabei Kleidung, Schuhe, Haushaltsgeräte, Kosmetika und Bücher. Debit- oder Kreditkarten waren dabei bei für 32,8 Prozent der 1.700 durch die E-Commerce-Vereinigung von Bosnien und Herzegowina Befragten das Mittel der Wahl bei der Onlinezahlung.
TRENDS & TECH
Google-Anzeigen verweisen testweise auf die Konkurrenz
Im englischsprachigen Raum testet Google bei seinen Anzeigen eine neue „People also consider“-Funktion, die unter den gesponserten Posts eines Unternehmens auch die Angebote der Konkurrenz listet, berichtet Onlinehaendler-News.com. Ärgerlich für Werbetreibende, deren Anzeigen somit auch Traffic auf Produkte der Konkurrenz bezahlen und vielleicht ein Indiz dafür, dass man zukünftig auch auf die Platzierung der Wettbewerber bieten muss. Dies könnte Onlinewerbung bei Google beträchtlich verteuern.
Proton übernimmt Standard Notes
Die Schweizer Softwarefirma Proton, die mit Proton Mail, Proton Calendar, Proton Drive, Proton VPN, Proton Pass und SimpleLogin eine ganze Suite verschlüsselter Dienste in einem Abo anbietet, übernimmt die beliebte Notiz-App Standard Notes. Deren Angebote bleiben laut CEO Andy Yen erhalten, auch die gesamte Belegschaft wechselt geschlossen zu Proton, berichtet Golem.de. Wann die Notizen-App Teil der Proton-Suite wird, wusste er noch nicht zu sagen, Ziel sei es zunächst, dass sich die Nutzer mit ihrem Abonnement in den jeweils anderen Dienst einloggen können.
NACHHALTIGKEIT
Vaude mit eigenem Secondhandshop online
Die Outdoor-Marke Vaude verkauft ab sofort auch eigene Secondhand-Artikel, bei denen es sich bislang um Rückläufer handelt, berichtet das Unternehmen aus Tettnang in einer Pressemitteilung. Aufbereitet, repariert, gereinigt und gegebenenfalls neu imprägniert werden die Artikel beim Kooperationspartner WKS Textilveredelung in Wilsum. Für den Shop werden sie dann in die drei Kategorien „wie neu“, „sehr gut“ und „gut“ eingeteilt. Hinter den Kulissen kümmert sich der französische Technologiepartner Lizee um die Funktionalität des Webauftritts. Ab nächstem Jahr können Kunden dann ihre gebrauchten Outdoor-Artikel wieder an Vaude zurückverkaufen.