Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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HANDEL NATIONAL
Hellofresh verfehlt wohl seine Umsatzziele
Der internationale Kochboxen-Lieferdienst Hellofresh aus Berlin wird sein Umsatzziel von acht Milliarden Euro im Jahr 2023 aller Voraussicht nach verfehlen. Wie Exciting Commerce berichtet, rechnet das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr nur mit einem Wachstum zwischen zwei und fünf Prozent. Als Grund werden Probleme der US-Tochter genannt, die Produktionskapazitäten schnell genug hochzufahren. So habe es in Arizona Engpässe bei der Wasserversorgung gegeben und in Illinois hätten sich Wartungsarbeiten ungeplant verlängert. Das Unternehmen hat Aktien im Wert von 150 Mio. Euro vom Markt genommen.
Ab dem 14. Februar 2024 startet die Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 15. Dezember 2023
Schnelle Retourenabwicklung beeinflusst die Kaufentscheidung
Liefer- und Retourenservice bleiben wichtige Themen für den Online-Handel: In einer Umfrage der Open-Banking-Plattform Tink gaben 85 Prozent der Verbraucher an, dass die kostenlose Lieferung ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung sei. 75 Prozent der 1.000 befragten deutschen Verbraucher kaufen am liebsten bei Händlern, die im Falle einer Rücksendung den Kaufpreis schnell zurückerstatten. 17 Prozent haben schon mindestens einmal an vergangenen Black Fridays gekaufte Artikel zurückgegeben.
HANDEL INTERNATIONAL
Zähes Ringen um OpenAIs Führung
Nachdem Sam Altman, CEO von OpenAI, am Freitag überraschend entlassen wurde, ringt der Vorstand mit den Führungskräften, die sich mit ihm solidarisiert haben, um eine Lösung. Auf OpenAIs ChatGPT basieren unter anderem die meisten KI-Lösungen, die heutzutage im Onlinehandel Anwendung finden. Wie The Verge berichtet, haben, auf Drängen der Investoren Microsoft, Tiger Global und Thrive Capital, Verhandlungen begonnen, Altman wieder als CEO zu installieren, aber offenbar stellt dieser Bedingungen, wie zum Beispiel die Entlassung des Vorstands. Man sei „optimistisch“, Altman zur Rückkehr zu bewegen, lautete die letzte E-Mail an die Belegschaft.
Der Vorteil einer Standortpartnerschaft? Eine Fläche, doppelter Nutzen.
Das Thema E-Mobilität ist das Thema der Stunde: In Deutschland sollen bis 2030 mindestens 15 MillionenE-Fahrzeuge auf die Straßen gebracht werden. Dieses Ziel kann nur mit einer stark ausgebauten Ladeinfrastruktur erreicht werden. An verkehrsgünstigen Orten wird deshalb in den nächsten Jahren verstärkt in Ladeinfrastruktur investiert werden. Mehr lesen
Alicloud geht doch nicht an die Börse
Wie Alibaba laut Faz.net bekannt gegeben hat, wird die eigene Cloud-Sparte nun doch nicht an die chinesische Börse gebracht. Als Grund nannte CEO Eddie Wu die Bedingungen, unter denen mittlerweile Computerchips aus den USA importiert werden können. Mitte Oktober waren die Regeln noch einmal verschärft worden, insbesondere für Lieferungen von Nvidia-Chipsystemen, die für den Betrieb von künstlicher Intelligenz unerlässlich sind. Der Börsenkurs sank um neun Prozent, auch weil sich Mitgründer Jack Ma von Anteilen im Wert von 900 Mio. Dollar trennte. Das vernichtete Kapital beläuft sich auf umgerechnet 20 Mrd. Dollar.
Ab 2024 verkauft Amazon auch Autos
Amazon hat in einer Pressemitteilung angekündigt, ab 2024 auch Autos zu verkaufen. Allerdings gilt das vorerst nur in den USA und nur für Automarken, die Hyundai heißen. Benutzer können dann auf der Shopping-Plattform das Angebot von Händlern in ihrer Nähe durchsuchen, denn das Auto wird natürlich nicht per Kurier geliefert, sondern muss abgeholt werden. Auf der anderen Seite der neuen strategischen Partnerschaft wechselt der Autohersteller zu Amazons Cloud-Diensten AWS und wird in künftigen Modellen Alexa so vorinstallieren, dass einige Funktionen nicht einmal eine Internetverbindung benötigen.
Walmarts E-Commerce rettet das Quartalsergebnis
Walmart meldete für das dritte Quartal ein Umsatzplus von 5,2 Prozent, was deutlich unter den Erwartungen lag. Auch die Prognosen für das vierte Quartal fielen verhalten aus, da die Konsumbereitschaft im Weihnachtsgeschäft ebenfalls sinken könnte. Die schlechten Nachrichten ließen die Aktie um sieben Prozent einbrechen, wie Pymnts.com berichtet. Das Omnichannel-Konzept von Walmart entwickelt sich jedoch zum Erfolg: Die E-Commerce-Umsätze stiegen um 24 Prozent, was zum einen dem Abhol- und Lieferservice-Konzept mit den Filialen als Logistikzentren und zum anderen dem eigenen Retail-Media-Angebot Walmart Connect zu verdanken ist.
Oda und Mathem fusionieren
Der norwegische Online-Supermarkt Oda und sein schwedischer Mitbewerber Mathem fusionieren, so die Pressemitteilung des Investors Verdane, dem beide Unternehmen zusammen mit der schwedischen Beteiligungsgesellschaft Kinnevik gehören. Während Mathem noch nicht die Gewinnzone erreicht hat, erlitt Oda bei der gescheiterten Expansion in den deutschen Markt einen finanziellen Rückschlag. Zusammen sind sie jedoch mit einem geschätzten Umsatz von 420 Mio. Euro Marktführer in Skandinavien.
Crispr sichert sich 35 Mio. Euro Kapital
Crispr, der Online-Lebensmittel-Lieferdienst aus Amsterdam, hat sich in einer Serie-C-Finanzierungsrunde 35 Mio. Euro an Investitionen gesichert, berichtet Tech.eu. In einer Zeit, in der Risikokapital immer knapper wird und das Marktsegment der Lieferdienste umkämpft ist, kann Crispr mit kontinuierlichen Wachstumsraten um die 30 Prozent und seiner Profitabilität punkten. Ein durchschnittlicher wöchentlicher Warenkorb besteht nach Angaben des Unternehmens aus 30 Lebensmitteln, die rund 85 Euro kosten und zu 90 Prozent von Stammkunden bestellt werden.
Stocard schrieb 2022 schwarze Zahlen
Die Mannheimer Fintech-Firma Stocard, mit deren App Kundenkarten zentral gespeichert und verwaltet werden können, hat im Geschäftsjahr 2022 bei einem Umsatz von 13,7 Mio. Euro einen Gewinn von 947.000 Euro erzielt. Im Jahr 2021 lag der Verlust bei 7,2 Mio. Euro, wie Financefwd.com berichtet. Die Nutzerzahlen blieben konstant, stattdessen waren es Einsparungen im Marketing (minus 10 Prozent) und beim Personal (minus 58 Prozent), die Stocard aus den roten Zahlen führten. Das Unternehmen wurde im Juli 2021 für 110 Mio. Euro von Klarna übernommen.
Ebay UK veranstaltet eine Secondhand-Luxus-Ausstellung
Ab dem 30. November stellt Ebay in der Galerie des „House of Fine Art“ in London besondere Secondhand-Luxusartikel aus. Der Eintritt ist frei, aber es wird dazu geraten, sich für einen der drei Tage zu registrieren, um nicht auf einer Warteliste zu enden, so ChannelX. Zu kaufen gibt es bei „Taste of Luxury“ nichts, aber außer einem süßen Leckerbissen werden auch auch „Shoppable Links“ zu Secondhand-Luxuskollektionen auf Ebay UK serviert. Wessen Familien oder Freunde sich an Weihnachten Marken wie Chanel, Prada, Omega oder Tiffany unter dem Weihnachtsbaum wünschen, kann so sicher einige Pfund sparen.
TRENDS & TECH
Visa will mit der Blockchain Zahlungen beschleunigen
Visa will mit der künftigen Integration der Blockchain-Technologie eine Brücke zwischen Kryptowährungen und Fiatwährungen schlagen, erklärt Maike Hornung, Crypto Business Lead von Visa Europe, in einem Interview mit der Handelszeitung. Als großen Vorteil nennt sie, dass sich die klassische Settlementabwicklung zwischen Banken und Zahlungsdienstleistern noch an der Arbeitswoche oder sogar an Zeitzonen orientiert, während die Blockchain sofort, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche zur Verfügung steht. Ziel der Entwicklung müsse es sein, dass die Synthese von digitalen und analogen Währungen ohne Aufwand für die Kunden im Hintergrund abläuft.
Fragmentierung bremst Wachstum – Retail Media-Markt braucht Einheitlichkeit
Das steile Wachstum des Retail Media ist zugleich seine größte Herausforderung: im fragmentierten Markt fehlen Standards und Transparenz. Das Commerce Media-Unternehmen Criteo gibt einen Überblick über Auswirkungen, nächste Schritte und technologische Lösungen für einen einheitlichen Markt und gemeinsames ungebremstes Wachstum. Mehr lesen
Balmain bietet virtuelle Umkleidekabine
Durch die Integration der 3D-Styling-Technologie von Bods bietet die Luxusmodemarke Balmain ihren Kundinnen und Kunden nun die Möglichkeit, ihre Mode direkt im Onlineshop virtuell anzuprobieren. Ein „Bod“ ist laut FashionUnited ein digitaler Avatar, der anhand von hochgeladenen Fotos und Körpermaßen erstellt wird. Bei Balmain können die Kunden in der ersten Phase der Integration sieben Prêt-à-porter-Modelle, die klassischen Balmain-Boots und fünf Lederhandtaschen anprobieren, bevor sie sich zum Kauf entscheiden. Eine Erweiterung der digitalen Boutique ist geplant.
Amazons bekämpft Fake-Reviews mit KI
Amazon hat in einer Pressemitteilung erklärt, dass es im Kampf gegen gefälschte Bewertungen nun KI als ersten Filter einsetzt. Eindeutige Fälle werden sofort gelöscht, in Zweifelsfällen entscheidet eine Gruppe von Redakteuren über weitere Maßnahmen, die bis zur Löschung des Kontos und Strafanzeigen reichen können. Allein im Jahr 2022 wurden so weltweit über 200 Mio. gefälschte Bewertungen blockiert.
GMX und Web.de melden Spam-Rekord
Derzeit werden auf den Servern von GMX und Web.de 1,65 Mrd. Spam- und Phishing-Mails gefiltert und aussortiert. Jede Woche! Das übertrifft den bisherigen Rekordwert noch einmal um zehn Prozent. Grund dafür, so die Unternehmen in einer Pressemitteilung, sei vermutlich die Black Week. Die aufregende Jagd nach dem günstigsten Schnäppchen macht die Nutzer – so das Kalkül der Cyberkriminellen – unaufmerksamer und unvorsichtiger. Die bekannten Sicherheitschecks sind ratsam: Eine unpassende Absenderadresse, auffällige Rechtschreibfehler oder die Aufforderung, sich mit einem Klick im Browser einzuloggen, bedeuten, dass solche Mails sofort gelöscht werden sollten. Beide Unternehmen empfehlen die Einrichtung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung.
NACHHALTIGKEIT
Amazons Verpackungen sind zu 100 Prozent recycelbar
Amazon hat erklärt, dass alle seine Lieferverpackungen in Europa, einschließlich der Verpackungen von Drittanbietern, die „Fulfillment by Amazon“ nutzen, jetzt zu 100 Prozent recycelbar sind. Die Kunden erhalten ihre Bestellungen nun ausschließlich in flexiblen Papiertüten, Pappumschlägen oder Wellpappkartons, die vom Altpapiercontainer aus recycelt werden können. Das Unternehmen schätzt in seiner Pressemitteilung, dass seit Beginn der Umstellung im Jahr 2019 eine Milliarde Einwegplastiktüten eingespart wurden.