Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
VW stellt Online-Autoplattform Heycar ein
Volkswagen zieht bei seiner kriselnden Autoplattform Heycar den Stecker, berichtet das Manager-Magazin. Die VW-Finanzsparte wolle ihr ehrgeiziges 2017 gestartetes Projekt Mitte Mai in Deutschland und kurz darauf in UK vom Markt nehmen, in Frankreich stehe eine Liquidierung bevor. Von den einst 450 Beschäftigten seien noch 126 übrig. Das mit Millionen-Investment gestartete Portal habe nie den erhofften Durchbruch gegen Platzhirsche wie Mobile.de und Autoscout24 geschafft – trotz prominenter Investoren wie Mercedes, Renault und der Allianz.
The Platform Group übernimmt Joli Closet
The Platform Group erwirbt die Mehrheit an der französischen Luxus-Second-Hand-Plattform Joli Closet und baut damit ihre Position im Premium-Vintage-Markt aus, berichtet Fashionunited.de. Der Düsseldorfer E-Commerce-Konzern sichere sich 50,1 Prozent am 2015 gegründeten Portal für gebrauchte Luxusartikel, die Transaktion solle im Juni abgeschlossen werden. Der Kaufpreis bleibe vertraulich.
Digital-Offensive: Norma führt App ein und expandiert online
Der Discounter Norma führt eine eigene Kunden-App mit aggressiven Preisangeboten ein, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Sie solle als wichtiges Instrument vor allem der Kundenbindung dienen; der traditionelle Handzettel bleibe aber erhalten. Im boomenden Online-Geschäft verzeichne Norma zweistellige Wachstumsraten und plane die Expansion nach Oberösterreich. Als nächstes Etappenziel strebe der Händler 100 Mio. Euro Online-Umsatz an.
Billiger.de und Shopping.de haben eine neue Mutter
Deutschlands bekannte Preisvergleichsportale Billiger.de und Shopping.de bekommen eine neue Konzernmutter: Ad Pepper steigert laut Unternehmensmeldung seine Beteiligung an deren Muttergesellschaft Solute von 44 auf 59 Prozent. Neben den beiden deutschen Portalen und dem österreichischen Juhuu.at gehörten bereits 100 andere Plattformen zum Portfolio. Die Firmengruppe hoffe, mit der Integration der Neuzugänge und dem internationalen Affiliate-Netzwerk „Webgains“ ihr KI-gestütztes Angebot für intelligente Performance-Kampagnen weiter zu optimieren.
Apotheken-Exodus bei Amazon: Rezeptfrei-Ende naht
Amazons Arzneimittelgeschäft steht vor einem Wendepunkt: Nach einem BGH-Urteil und Abmahnungen zogen sich erste Versandapotheken wie Sanicare bereits zurück, berichtet Apotheke-Adhoc.de. Ohne DSGVO-konforme Einwilligungserklärung dürfe der Online-Riese ab dem 28. April keine Bestellungen für rezeptfreie Medikamente mehr annehmen – aber die datenschutzrechtliche Verantwortung liege bei den anbietenden Apotheken, die hohe Ordnungsgelder riskierten. Der Versandapothekenverband warne vor einer möglichen Gefährdung der Patientensicherheit durch das Ausweichen auf unkontrollierte Angebote.
Exportstimmung sinkt auf Vier-Jahres-Tief
Die deutschen Exportaussichten haben sich im April dramatisch eingetrübt und fielen laut Ifo-Institut auf minus 9,8 Punkte – den schwächsten Wert seit Beginn der Pandemie. Der Zollkonflikt mit den USA habe die Hoffnung auf eine Erholung jäh unterbrochen, erklärt Ifo-Umfragenchef Klaus Wohlrabe. Besonders hart treffe es Automobilhersteller und Maschinenbauer, die noch im Vormonat auf bessere Zeiten gesetzt hätten.
HANDEL INTERNATIONAL
Doordash will Deliveroo übernehmen
Der US-Lieferdienst Doordash möchte laut Theguardian.com seinen britischen Wettbewerber Deliveroo für 3,6 Mrd. Dollar übernehmen. Derzeit führe der Vorstand Gespräche über das Angebot – Verbindliches stehe jedoch noch aus. Doordash dominiert den US-Markt mit 42 Mio. monatlich aktiven Nutzern und verbuchte 2024 einen Umsatz von 10,7 Mrd. Dollar. Der potenzielle Zukauf wäre nicht der erste: 2021 schluckte das Unternehmen bereits den finnischen Dienst Wolt für sieben Mrd. Euro. Deliveroo erreichte im letzten Jahr 2,07 Mrd. Pfund Umsatz bei 7,1 Mio. aktiven Nutzern.
Googles Werbegeschäft boomt
Die Online-Anzeigenerlöse von Google kletterten um 8,5 Prozent auf 66,9 Mrd. Dollar und übertrafen damit laut N-TV.de die Prognosen deutlich. Ausgerechnet künstliche Intelligenz befeuere das Wachstum, da sie Suchergebnisse präziser zusammenfasse, betone Alphabets CEO Pichai. Während der Reingewinn auf 34,54 Mrd. Dollar hochschnellte, blieb allerdings das Cloud-Geschäft leicht hinter den Erwartungen zurück. Der Konzern kündigte einen 70-Mrd.-Dollar-Aktienrückkauf und eine Dividendenerhöhung an.
Tiktok orientiert sich schon nach Japan
Tiktok expandiert scheinbar bald in den japanischen Online-Handel und rekrutiert hierfür bereits Verkäufer, zitiert Manager-Magazin.de einen Bericht der Finanzzeitung „Nikkei“. Während die Video-Plattform ihren Shopping-Dienst zuletzt in Frankreich, Deutschland und Italien startete, bleibe das Schicksal in den USA ungewiss. Wie Techinasia.com meldet, habe das Unternehmen dort seine Führungsriege bereits neu aufgestellt. Nicole Le Bourgeois, die US-Chefin von Tiktok Shop, sei künftig direkt Mu Qing unterstellt, der den globalen E-Commerce verantworte.
Temu und Shein stürzen in den App-Charts ab
Innerhalb von nur zwei Wochen stürzten die chinesischen E-Commerce-Riesen Temu und Shein in den US-App-Store-Charts regelrecht ab, meldet Onlinehaendler-News.de. Temu rutschte von Platz 3 auf Platz 85 und damit um 82 Positionen nach unten. Fast ebenso dramatisch verliere Shein an Boden – von Platz 7 auf Platz 80, ein Minus von 73 Plätzen. Schuld seien die strikten Zölle und das Ende der De-minimis-Ausnahmeregelung im Mai.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Nur 20 Prozent der DACH-Unternehmen kennen Web3
80 Prozent der DACH-Unternehmen tappen beim Thema Web3-Technologie im Dunkeln, wie der „Web3 Readiness Report“ des BVDW zeige. Die dezentrale Netzwerktechnologie, die Datensouveränität und Selbstbestimmung verspricht, scheitere am Henne-Ei-Problem: Fehlendes Fachwissen verhindere konkrete Anwendungsfälle, was wiederum Investitionen ausbremse. Regulatorische Unklarheiten und Sicherheitsbedenken würden das Interesse zusätzlich dämpfen. Die Folgen seien gravierend: 70,5 Prozent der Unternehmen hätten noch kein einziges Web3-Projekt initiiert, nur 47 Prozent planten überhaupt Budget für Forschung und Entwicklung ein.
Online-Dating: Stress statt Schmetterlinge
Online-Dating belastet die Psyche vieler Singles, zitiert Heise.de eine Umfrage der KKH. 59 Prozent der Befragten zwischen 18 und 60 Jahren klagen über emotionale Erschöpfung und Frustration beim digitalen Flirten. Mehr als ein Drittel reagiert sogar mit Traurigkeit oder depressiver Verstimmung. KKH-Psychologin Isabelle Wenck warnt vor einem „Online-Dating-Burnout“, der mit Antriebslosigkeit einhergehe. Jeder fünfte User empfinde zudem Scham beim digitalen Dating.
NACHHALTIGKEIT
Grüner shoppen: JD.com belohnt Klimaschutz mit Rabatten
JD.com mache zum Earth Day „Klimaschutz zum Shoppingerlebnis“, meldet Retail-News.de. Mit über einer Million umweltfreundlicher Produkte und einem neuen CO2-Punktesystem wandele der Marktplatz grüne Käufe in Rabatte um. Seit Start der „Green Impact Initiative“ 2022 seien bereits 100 Mio. nachhaltige Bestellungen aufgegeben worden. Die hauseigene „Emission Management Platform“ verfolge Emissionen entlang der Lieferkette und habe so bereits 464 Tonnen CO2 eingespart.