Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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6 Kriterien für die richtige Wahl des Paketdienstleisters
Der Erfolg eines Onlineshops steht und fällt mit den Kundenprozessen: Zufriedene Kunden kommen wieder, unzufriedene nicht.
Damit Warenauslieferung und Retouren zur Kundenzufriedenheit beitragen, legen Deutsche Post und DHL großen Wert auf sechs Kriterien für reibungslose E-Commerce-Logistik. Mehr lesen
HANDEL NATIONAL
IT-Dienstleister wachsen 9,7 Prozent
Die Umsätze der deutschen IT-Dienstleister wuchsen 2023 offenbar unbeeindruckt von Krisen um durchschnittlich 9,7 Prozent, zitiert Heise.de eine Studie von Lünendonk & Hossenfelder. Die wichtigsten Unternehmen der Branche waren erneut Accenture, Capgemini und IBM, während Adesso mit einem Umsatzplus von 28 Prozent auf den sechsten Platz vorrückte. Treiber der Entwicklung bleiben die Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle und Effizienzsteigerungen, wobei Themen wie KI, Cloud und Cyber Security an Bedeutung gewinnen. Für 2024 und 2025 erwarten die 95 befragten Unternehmen ein Umsatzwachstum von 10,7 bzw. 12,6 Prozent.
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Fünf Tipps für mehr Unabhängigkeit von Amazon
Steigende Amazon-Gebühren setzen Marktplatzhändler, die ihre Waren mit Fulfillment by Amazon (FBA) vertreiben, unter Druck. Dabei ist die Reichweite von Amazon für viele kleine Händler unverzichtbar. Doch auch außerhalb von Marktplätzen wartet eine vielversprechende Geschäftsgrundlage, sagt E-Commerce-Berater Lukas Kintzel. In einem Etailment-Gastbeitrag gibt er fünf Tipps für Händler, die ihr Geschäft auf mehrere Standbeine stellen möchten.
Fünf Regionen übernehmen Hamburger Tarifabschluss
In Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Baden-Württemberg haben sich die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber auf die Übernahme des Hamburger Tarifabschlusses im Einzelhandel geeinigt, berichtet Textilwirtschaft.de. Die stufenweisen Lohnerhöhungen von 5,3 Prozent und 4,7 Prozent werden regional zu unterschiedlichen Zeitpunkten umgesetzt. In Rheinland-Pfalz droht dagegen nach einem Rückzieher der Arbeitgeber ein Streik.
Fünf Apps von Onlineshops auf deutschen Smartphones
Auf den Smartphones der Deutschen sind durchschnittlich 38 Apps installiert, zitiert Onlinehaendler-News.de eine Ipsos-Studie. Sechs davon stammen von stationären Händlern, fünf von Online-Shops. Allerdings löschen 72 Prozent der Verbraucher Apps wieder, sobald sie den Eindruck haben, dass sie keinen Mehrwert bieten. Händler müssen sich also etwas einfallen lassen, um ihre Kunden länger zu binden. Bonusprogramme zum Beispiel. Laut der von Payback in Auftrag gegebenen Studie ist Payback „das mit Abstand am häufigsten genutzte Bonusprogramm“.
Quick-Commerce-Markt ist aufgeräumt
Der Marktanteil von E-Food-Lieferungen lag 2022 bei 2,7 Prozent und einem Umsatz von 4 Mrd. Euro. Das Geschäftsmodell Quick-Commerce rechnet sich laut Lebensmittelpraxis.de allerdings selten, da die Kosten für Personal, Miete und Marketing in der DACH-Region im Vergleich etwa zu Südostasien zu hoch sind, weshalb zuletzt auch Getir und Gorillas der Konkurrenz den Vortritt lassen mussten. Übrig geblieben sind Flink, dank der Beteiligung von Rewe, und der niederländische Online-Supermarkt Picnic. Für 2025 wird trotzdem ein E-Food-Marktanteil von 5 Prozent erwartet.
HANDEL INTERNATIONAL
E-Commerce erreicht in vier Jahren 6,8 Bio. Dollar
Laut dem „Global Retail E-Commerce Forecast“ von Forrester wird der weltweite Umsatz im Onlinehandel bis 2028 auf 6,8 Bio. Dollar anwachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate von 8,9 Prozent entspricht. In Westeuropa steigt er im gleichen Zeitraum von 508 auf 773 Mrd. Dollar, besonders ausgeprägt in Großbritannien und Deutschland. Das Zentrum der Entwicklung wird jedoch Südostasien sein, wo beispielsweise die Philippinen und Vietnam ein jährliches Plus von 20 Prozent verbuchen werden. Laut Pressemitteilung werden aber auch 2028 noch mehr als drei Viertel des weltweiten Umsatzes offline erzielt.
Swisscom präsentiert eigene KI-Infrastruktur
Das Telekommunikationsunternehmen Swisscom hat die „Swiss AI Platform“ vorgestellt, eine regionale KI-Infrastruktur zur Entwicklung vertrauenswürdiger KI-Anwendungen mit Datenhaltung in der Schweiz. Die modulare Plattform bietet Zugang zu Nvidia-Supercomputern, GenAI-Services, KI-Modellen und einem Entwicklungs-Hub, berichtet Itmagazine.ch. Kunden sollen so künftig alle benötigten AI-Services aus einer Hand direkt in der Schweiz erhalten können. Der Start der Plattform ist für Herbst 2024 geplant und Ergebnis einer Partnerschaft mit Nvidia.
Thailands E-Commerce erreicht 65 Mrd. Dollar
Die thailändische E-Commerce-Branche wächst rasant und soll 2024 um 13,7 Prozent auf 66,7 Mrd. Dollar zulegen, so GlobalData in einer Pressemitteilung. Angetrieben wird der Boom von der wachsenden Lust der Thailänder am Online-Shopping – 92 Prozent kauften in den letzten sechs Monaten online ein – und immer höherer Internetverfügbarkeit. Seit 2019 verzeichnet der Markt ein jährliches Wachstum von 11,1 Prozent und erreicht letztes Jahr 58,7 Mrd. Dollar Umsatz. Banküberweisungen sind mit 38,2 Prozent Marktanteil derzeit das beliebteste Zahlungsmittel, gefolgt von Zahlungsdienstleistern wie TrueMoney, PayPal und ShopeePay mit zusammen 24,4 Prozent.
Indonesiens Julo wird zur Neo-Bank
Die indonesische Online-Kreditplattform Julo hat im vergangenen Jahr 58 Prozent neue Nutzer registriert und damit die Zwei-Millionen-Marke überschritten. Nun will sich das Unternehmen zu einer Neo-Bank entwickeln, berichtet Techinasia.com. Der Fokus liegt dabei auf dem indonesischen Mittelstandsmarkt, dessen Potenzial auf 100 Mrd. Dollar geschätzt wird. Die von Julo vergebenen Kredite stiegen in den ersten vier Monaten dieses Jahres um 87 Prozent auf mehr als 189 Mio. Dollar, für das Gesamtjahr werden mehr als 650 Mio. Dollar erwartet. Damit soll die volle Profitabilität erreicht sein.
Meowtel vermittelt Katzen-Sitter
2015 startete Sonya Petcavich aus San Francisco laut Techcrunch.com mit 100.000 Dollar Eigenkapital Meowtel – eine Plattform nur für Katzen-Sitting – weil ihr der amerikanische Onlinehandel zu sehr auf den Hund gekommen war. Heute ist Meowtel profitabel und hat 2.200 gestandene Sitter. Das Buchungsvolumen schnurrt jährlich um 50 Prozent nach oben, über 95.000 Aufträge wurden bereits vermittelt. Risikokapitalgeber waren von dem Konzept schwer zu überzeugen, die knapp eine Million Dollar, die in die Plattform flossen, stammten von Angel-Investoren und Accelerator-Programmen.
TRENDS & TECH
Fiskaly wird von Verdane finanziert
Das Wiener Fintech-Startup Fiskaly hat eine Beteiligung vom Wachstumsinvestor Verdane erhalten, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Fiskaly bietet cloudbasierte Fiskalisierung – die lückenlose digitale Erfassung und Archivierung aller Kassentransaktionen zu Steuerzwecken – für Händler wie beispielsweise dm und Drogerie Müller, Orderbird, Lightspeed, Sumup und Ready2order. Mit dem frischen Kapital will das bisher eigenfinanzierte Unternehmen, das im letzten Geschäftsjahr über 10 Mio. Euro Einnahmen erzielte, die internationale Expansion vorantreiben.
Große Sprachmodelle „denken“ nicht logisch
Eine Studie zeigt, dass gängige Sprachmodelle bei einer einfachen logischen Aufgabe versagen. Die gestellte Frage hieß laut Heise.de: „Alice hat N Brüder und M Schwestern. Wie viele Schwestern hat der Bruder von Alice?“ Das größere Problem: Die meisten KI-Modelle behaupteten auf Nachfrage fälschlicherweise, die richtige Antwort gefunden zu haben, und lieferten unsinnige Argumente als Erklärung. Die Forscher sehen darin einen „starken Einbruch im logischen Denken“ und plädieren für eine Überarbeitung bisheriger Benchmarks, um solche logischen Schwächen zu berücksichtigen. Getestet wurden GPT 3.5, 4 und 4o, Claude 3, Gemini, Llama 2 und 3, Mistral, Mixtral, Dbrx und Command R+.
Domino’s KI fängt das Pizzabacken während der Bestellung an
Domino’s nutzt KI, um Pizzen zu backen, während der Kunde sie online bestellt. Dadurch werden die Lieferzeiten verkürzt und die Routen der Fahrer besser planbar, zitiert T3N.de CEO Russell John Weiner. Für die Zukunft plant Domino’s den Einsatz weiterer KI-Tools, darunter ein System zur Anpassung der Produktion bei Lieferengpässen, einen „Pizza-Concierge“ zur Kaufberatung auf der Website sowie KI-Assistenten für das Filialmanagement bei Inventur, Bestellung und Dienstplanung.
NACHHALTIGKEIT
Modebranche macht bei Nachhaltigkeit kaum Fortschritte
Die Umweltschutzorganisation Stand.earth hat in ihrem Bericht „2024 Clean Energy Close Up“ die Fortschritte von elf einflussreichen Modeunternehmen bei der Reduzierung von Emissionen, dem Ausstieg aus der Kohle und dem Umstieg auf erneuerbare Energien untersucht. Die meisten Marken erreichten weniger als 25 von 100 möglichen Punkten, berichtet Fashionunited.com. Am besten schnitten H&M (59), Puma (51) und Nike (46,5) ab. Dies zeige einen alarmierenden Mangel an Fortschritt, der durch Greenwashing und Ultra-Fast-Fashion (Shein erhielt 2,5 Punkte) noch weiter untergraben werde.