Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von Etailment.de.
Erfolgsfaktor Payment: Mehr Kosteneffizienz und Unabhängigkeit mit der richtigen Zahlungslösung
Der deutsche Handel steht unter Druck: Steigende Energiekosten, Inflation, Personalmangel und volatile Lieferketten belasten die Margen. Zuverlässige und planbare Kostenstrukturen sind wichtiger denn je. Gleichzeitig wachsen die Abhängigkeiten von internationalen Konzernen – auch bei kritischen Infrastrukturen wie Zahlungssystemen. Umso relevanter ist es für den Handel, sich nun mit der eigenen Bezahlinfrastruktur und den damit verbundenen Kosten und Abhängigkeiten zu beschäftigen.
HANDEL NATIONAL
Drei Viertel kaufen Weihnachtsgeschenke online
Drei Viertel der Deutschen bestellen Weihnachtsgeschenke dieses Jahr im Netz, zeigt eine Bitkom-Umfrage. 17 Prozent verzichten sogar vollständig auf den Gang ins Geschäft, während nur 15 Prozent ausschließlich stationär einkauften. Jeder Zehnte kaufe weder digital noch analog, sondern verweigere das Schenken komplett. Das Alter entscheide deutlich stärker über die Kanalwahl als das Geschlecht: Bei den 30- bis 49-Jährigen klickten sich 82 Prozent durch Online-Shops, bei den über 65-Jährigen seien es lediglich 55 Prozent. Zwischen Frauen und Männern gebe es hingegen kaum Unterschiede.
Zwei Freunde auf dem Weg zum weltweiten Erfolg: Wie das Unternehmen Blockhütte zum ‚Rising Star‘ wurde und welche Rolle Amazon Ads dabei spielt
„Wir waren im selben Kindergarten“, erzählt Nils Hack, Mitbegründer von Blockhütte. Was mit zwei besten Freunden, einer gemeinsamen Vision für nachhaltige Lunchboxen und einer Investition von 3.000 € begann, hat sich zu einem Unternehmen mit einem Umsatz von 6 Millionen € entwickelt. Ihre Geschichte ist nur eine von vielen faszinierenden Erfolgsgeschichten, die in der innovativen Doku-Serie „Rising Stars by Amazon Ads“ vorgestellt werden, die die wahren Geschichten hinter aufstrebenden Marken aus Europa erzählt.
Jeder Siebte kauft Weihnachtsgeschenke in China
Jeder siebte Deutsche kauft Weihnachtsgeschenke bei Temu, Shein oder Aliexpress, zeigt eine Studie des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen. Besonders Haushalte mit niedrigem Einkommen und Familien mit Kindern würden dort bestellen, das Alter spiele hingegen kaum eine Rolle. Auffällig sei die Kundenbindung: Wer einmal dort kaufe, bleibe oft dabei – 30 Prozent zeigten Interesse an zukünftigen Bestellungen. Speziell Temu-Kunden legten deutlich mehr Wert auf niedrige Preise als auf Qualität oder Nachhaltigkeit. Etablierte Online-Händler könnten Wettbewerbsvorteile über Vertrauen und emotionale Bindung gewinnen.
Konsumflaute drückt aufs Weihnachtsgeschäft
Das Weihnachtsgeschäft verharrt auf schwachem Niveau, so eine HDE-Umfrage unter 300 Unternehmen. Nur 22 Prozent der Händler seien mit der Woche vor dem zweiten Advent zufrieden gewesen, während 58 Prozent unzufrieden blieben. Die Besucherzahlen stagnierten, lediglich die Samstage brächten Impulse in den Innenstädten. Positive Signale böten nur die Vororte sowie die Kategorien Unterhaltungselektronik und Spielwaren. Im Kontrast dazu schätzt der HDE die Umsätze von Temu und Shein für November und Dezember auf bis zu eine Mrd. Euro – unfairer Wettbewerb, der heimische Händler belaste.
95 Prozent der Händler kennen manipulative Bewertungen
Fast alle Online-Händler im DACH-Raum haben bereits Erfahrungen mit unfairen Bewertungen gemacht, wie eine Studie des Händlerbundes zeigt. Drei Viertel berichteten von unwahren Aussagen, zwei Drittel würden für Umstände kritisiert, die außerhalb ihrer Kontrolle lägen – etwa Probleme mit Paketdiensten. Besonders brisant: 45 Prozent erlebten Bewertungen als Erpressungsversuch, bei dem Kunden Rezensionen als Druckmittel einsetzten, um Preisnachlässe oder andere Vorteile zu erzwingen. Die Folgen reichten von Imageschäden über Sichtbarkeitsverluste bis zu direkten Umsatzeinbußen durch Kulanzregelungen.
Maximale Verfügbarkeit: Wie die GRUBE KG ihren Onlinehandel resilient und sicher macht
Die GRUBE KG zeigt, wie digitale Transformation im Mittelstand gelingt: Europas führender Anbieter für Forstbedarf erzielt 80 % seines Umsatzes online und setzt dabei auf hochverfügbare Glasfaser, starke IT-Security und skalierbare Infrastruktur von EWE. So bleiben Shop, Logistik und Mitarbeitende jederzeit erreichbar – und das Wachstum europaweit abgesichert. Mehr
Ebay ersetzt Retourenetiketten durch QR-Codes
Ebay.de stellt sein Rücksendeverfahren um und ersetzt PDF-Versandetiketten durch QR-Codes, teilt das Unternehmen mit. Käufer erhielten bei Rückgaben künftig nur noch einen QR-Code, den sie auf dem Smartphone zeigen oder ausdrucken könnten. Der Versanddienstleister scanne diesen, drucke vor Ort das Etikett und klebe es auf die Sendung. Dies vermeide Verwechslungen und Mehrfachnutzung der Labels. Für Händler ändere sich nichts: Retouren würden weiterhin an die hinterlegte Adresse geschickt, inklusive Sendungsverfolgung und sichtbarer Käuferadresse auf dem Etikett.
HANDEL INTERNATIONAL
Tiktok beugt sich DSA-Regeln für Werbeanzeigen
Tiktok entgeht einer Strafe der EU-Kommission, nachdem das Unternehmen verbindliche Maßnahmen zur Werbetransparenz vorgelegt habe, berichtet Heise.de. Die Plattform müsse künftig sämtliche Anzeigen samt verlinkter Seiten und Ausspielkriterien in einer durchsuchbaren Datenbank vorhalten, Updates sollten innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Die Einigung beende einen Teil des seit Februar 2024 laufenden DSA-Verfahrens – parallel untersuche Brüssel weiterhin Algorithmen, Jugendschutz und mögliche Wahlbeeinflussung.
Amazon Italia zahlt 180 Mio. Euro für Steuerfrieden
Amazon Italia hat 180 Mio. Euro an die italienische Steuerbehörde überwiesen und damit Ermittlungen wegen mutmaßlichen Steuerbetrugs beendet, berichtet Reuters.com. Der Logistikbereich des Konzerns soll über vorgeschaltete Genossenschaften Mehrwertsteuer und Sozialabgaben umgangen haben – die Mailänder Staatsanwaltschaft habe im Juli bereits 121 Mio. Euro beschlagnahmt. Gleichzeitig habe Amazon sein Überwachungssystem für das Lieferpersonal abgeschafft, welches als „illegale Arbeitspraktik“ eingestuft worden wäre.
Ebit verbindet Mode-Plattform und mentale Gesundheit
Das Fashionlabel Ebit hat eine E-Commerce-Plattform gestartet, auf der Models, die psychische Krisen erlebt haben, die Kollektionen präsentieren, schreibt Fashionnetwork.com. Die Seite „Enjoybeingintransition“ verbinde einen „Open Casting Call“ für betroffene Kreative mit dem direkten Verkauf. So würden in den Produktbeschreibungen auch die persönlichen Geschichten der Models Nina, Leonardo und Elena erzählt. Die Plattform bündle zudem Ressourcen zu mentaler Gesundheit und wolle eine eigene Community außerhalb sozialer Medien aufbauen.
Nächste KI-Klage: New York Times vs. Perplexity
Die New York Times verklagt die KI-Suchmaschine Perplexity wegen unbefugter Inhaltsnutzung, berichtet Spiegel.de. Das Start-up übernehme teilweise ganze Artikel der Zeitung und biete damit kommerzielle Produkte ohne Vergütung an, die in direkter Konkurrenz stünden. Zudem schreibe Perplexity der New York Times falsche Informationen zu. Trotz Aufforderung habe das Unternehmen eineinhalb Jahre nicht reagiert. Der Streitfall reihe sich in über 40 ähnliche Urheberrechtsverfahren gegen KI-Konzerne in den USA ein – darunter frühere Klagen gegen OpenAI, Microsoft und Perplexity durch Wall Street Journal und New York Post.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Wie sich vermeiden lässt, dass KI-Chatbots zum Cyberrisiko werden
KI-gesteuerte Chatbots können als Einfallstor für Phishing und Datendiebstahl fungieren. Dahinter stehen aber klassische Angriffsmuster, sagt Cybersecurity-Experte Udo Schneider. Daher helfen auch klassische, stringent umgesetzte Sicherheitsmaßnahmen. Welche, erläutert er im Interview mit „Der Handel“, nachzulesen auf Etailment.de.
Google lässt Gemini per Telefon in Läden suchen
Google Shopping lässt Gemini in den USA eigenständig stationäre Händler anrufen, um für Nutzer Produktinfos zu sammeln, berichtet Googlewatchblog.de. Der kostenlose Dienst belaste die Händler mit Daueranrufen, während Google im stationären Handel – anders als online – bisher nichts verdiene. Die Vermutung liege nahe, so der Autor, dass Google die Händler mit diesem Druck in sein Ökosystem locken wolle: Es könnte sein, dass den Betroffenen künftig z. B. Gemini-Schnittstellen zu den Warenbeständen angeboten würden. Wer sich diesen verweigere, bleibe dann wohl dem Telefonstress ausgesetzt.
Revolut sichert Überweisungen nach Smartphone-Diebstahl
Revolut bietet eine neue Sicherheitsfunktion namens „Straßen-Modus“ an, berichtet Giga.de. Nutzer könnten vertrauenswürdige Orte wie „Zuhause“ oder „Büro“ definieren. Außerhalb dieser Zonen würden Überweisungen über ein selbst festgelegtes Limit automatisch eine biometrische Prüfung erfordern und um eine Stunde verzögert. Die Zeitspanne solle ermöglichen, erzwungene oder betrügerische Transaktionen zu stoppen. Die Funktion sei standardmäßig deaktiviert. Hintergrund seien die jährlich 125.000 gemeldeten Smartphone-Diebstähle in Deutschland.
Zwei Drittel der Kunden misstrauen Lieferversprechen
Eine Umfrage von Blue Yonder zeigt laut Retail-News.de eine wachsende Vertrauenskrise im Versandgeschäft: Während 53 Prozent der Verbraucher eine Zustellung binnen zwei bis vier Tagen erwarteten, zweifelten 66 Prozent daran, dass diese Frist eingehalten werde. Gleichzeitig zeichne sich ein Trend zur Nachhaltigkeit ab: 56 Prozent seien bereit, Bestellungen zu bündeln, 34 Prozent würden für mehr Nachhaltigkeit auch längere Versandzeiten akzeptieren. Außerdem gewännen auch Click & Collect (53 Prozent) und Paketstationen (42 Prozent) als Alternative zum Expressversand an Bedeutung.