Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von etailment.de.
Certificate of Advanced Studies (CAS) in International Retail Management an der Universität St.Gallen – Seien Sie dabei!
Ab dem 11. Februar 2025 startet die nächste Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 1. Januar 2025
HANDEL NATIONAL
Deutschlands E-Commerce wächst fünf Prozent
Der Online-Handel wächst: Im dritten Quartal 2024 legte der globale E-Commerce um drei Prozent im Jahresvergleich zu, in Deutschland hielt sich das Wachstum stabil bei fünf Prozent, wie der Salesforce „Shopping Index“ belegt. Mit durchschnittlich 3,20 Dollar pro Besuch zeigten sich deutsche Online-Shopper dabei deutlich ausgabefreudiger als der weltweite Durchschnitt mit 2,61 Dollar. Bei der Kundenkommunikation zeichnet sich ein klarer Trend ab: Während klassische E-Mails an Bedeutung verlieren, erreichen Händler ihre Kunden zunehmend über Push-Benachrichtigungen, SMS und App-Nachrichten – bereits 20 Prozent der Kommunikation läuft über diese Kanäle.
Lidls Online-Shop über die App „Lidl Plus“ verfügbar
Lidl hat seinen Online-Shop, der 2023 laut EHI mit 800 Mio. Euro Umsatz ein Minus von 10,8 Prozent verzeichnete, in Deutschland und Polen komplett in die Loyalty-App „Lidl Plus“ integriert, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Die neue Version platziere den bisher schwer auffindbaren Online-Shop prominent auf der Startseite neben den Coupons und Handzetteln und benötige vom Nutzer keinen zusätzlichen Login. Die technisch aufwendige Integration ermögliche nun auch die zentrale Verwaltung aller Kundendaten.
Hugo Boss gewinnt den Shop Usability Award
Hugo Boss wurde als Gesamtsieger des „Shop Usability Awards“ ausgezeichnet, den die K5 GmbH für herausragende digitale Einkaufserlebnisse verleiht. Der Onlineshop überzeugte die 6.500 Mitglieder starke Experten-Community und die Fachjury besonders durch seine Produktpräsentation und die mobile Optimierung. Unter den Gewinnern in den zwölf verschiedenen Kategorien wurden auch „Miss Pompadour“ mit zwei Preisen sowie Norisk als „Agentur des Jahres“ ausgezeichnet.
13,8 Prozent der Einzelhändler in Existenznot
Der Anteil deutscher Unternehmen in Existenznot ist auf 7,3 Prozent gestiegen, wobei besonders der Einzelhandel mit 13,8 Prozent und das Verarbeitende Gewerbe mit 8,6 Prozent betroffen sind, wie eine aktuelle Ifo-Umfrage zeigt. Auftragsmangel, steigende Betriebs- und Personalkosten sowie wachsende internationale Konkurrenz belasten die Unternehmen am stärksten. Lediglich im Bauhauptgewerbe und im Dienstleistungssektor entspannte sich die Lage etwas, mit einem Rückgang auf 7,9 beziehungsweise 5,8 Prozent.
HANDEL INTERNATIONAL
Zahlen aus China: Alibaba
Alibaba übertrifft die Erwartungen: Der Nettogewinn schoss im September-Quartal um 58 Prozent auf 6,1 Mrd. Dollar in die Höhe – die Analysten hatten laut Scmp.com nur 3,6 Mrd. Dollar prognostiziert. Beim Umsatz verzeichnete der Konzern ein Plus von fünf Prozent auf 32,7 Mrd. Dollar, getragen vom dynamischen Cloud-Geschäft (plus sieben Prozent) und dem boomenden internationalen E-Commerce (plus 29 Prozent), unter anderem durch Aliexpress und Trendyol. Die Kernplattformen Taobao und Tmall konnten wegen der verhaltenen Konsumstimmung in China nur um ein Prozent zulegen und erreichten 13,7 Mrd. Dollar Umsatz.
Zahlen aus China: Ant Group
Ein auf den ersten Blick beeindruckendes Comeback für die chinesische Ant Group in ihrem ersten Quartal 2024: Der Fintech-Riese steigerte seinen Nettogewinn auf 1,05 Mrd. Dollar – eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr, wie aus den von Reuters.com analysierten Alibaba-Zahlen hervorgeht. Der spektakuläre Gewinnsprung von fast 193 Prozent hat allerdings einen Haken: Im Vorjahreszeitraum musste das Unternehmen eine saftige Strafe von rund 980 Millionen Dollar an Peking zahlen, was die Vergleichsbasis deutlich drückt. Ant betreibt mit Alipay die größte digitale Bezahl-Plattform der Welt und gehört zu einem Drittel Alibaba.
Zahlen aus China: Bytedance und Tiktok
ByteDance legt laut Techinasia.com einen beeindruckenden Sprint hin – zumindest außerhalb Chinas: Der Tiktok-Mutterkonzern konnte seinen internationalen Umsatz im ersten Halbjahr 2024 um 60 Prozent auf 17 Mrd Dollar hochschrauben. Während das internationale Geschäft mittlerweile fast ein Viertel zum Gesamtumsatz beisteuert – ein deutlicher Sprung von 19 auf 23 Prozent – trotzt der Konzern in den USA einem möglichen Verbot und baut sein Portfolio mit immer mehr Livestreaming-Features aus. Weniger rosig sieht es im heimischen China aus, wo eine nachlassende Werbenachfrage auf die Zahlen drückt.
Preise in der Schweiz: Digital Economy Award
Gleich fünf Gewinner durften sich bei den „Digital Economy Awards“ im Zürcher Hallenstadion über eine Auszeichnung freuen, wie Itmagazine.ch berichtet. Schweiz Tourismus holte mit seinem virtuellen Assistenten „Artifact“ den Sieg in der Kategorie „Digital Innovation“, während sich Robonnement für Robotik-Entwicklungen und Cradle für eine innovative Protein-Erstellungsplattform einen Preis sicherten. Der Versicherer Suva punktete mit seinem Transformationskonzept, die UBS (Union Bank der Schweiz) mit ihrer Nachwuchsförderung.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Tiktok stellt KI-Tool für alle Werbekunden vor
Tiktok macht sein KI-gestütztes „Symphony Creative Studio“ jetzt für alle Werbekunden zugänglich. Das Tool verwandelt Produktinformationen und URLs innerhalb weniger Minuten in fertige Werbevideos. Werbetreibende können dabei aus mehr als 30 Sprachen wählen, ihre Videos mit vorgefertigten oder eigenen Avataren personalisieren und auf lizenzierte Inhalte von Partnern wie Getty Images zurückgreifen. Für zusätzliche kreative Möglichkeiten sorgen ein integrierter Video-Editor sowie tägliche KI-generierte Vorschläge.
„Digital Fairness Act“ laut Studie überflüssig
Die EU-Kommission soll bestehende Verbraucherschutzgesetze besser durchsetzen, statt neue zu schaffen, fordert eine aktuelle Studie der Handelsverbände Ecommerce Europe, EuroCommerce und Independent Retail Europe. Das koordinierte Vorgehen europäischer Behörden gegen den Onlinemarktplatz Temu zeige bereits, dass der bestehende Rechtsrahmen ausreiche. Der geplante „Digital Fairness Act“ sei daher überflüssig, solange vorhandene Vorschriften nicht effektiv umgesetzt würden. Die Studienautoren warnen außerdem davor, Händlern die Pflicht aufzuerlegen, die Richtigkeit ihrer Werbeaussagen nachweisen zu müssen.
NACHHALTIGKEIT
Jetzt im Podcast „Achtung, Handel!“. Wie Moot mit Upcycling Geschäft und Gewissen kombiniert
Vor fünf Jahren war es nur eine Idee, inzwischen ist es ein solider Business Case, der das Unternehmen sogar in die Top 25 der Visibility Charts „Green Commerce Onlineshops“ von Etailment.de und Warehousing1 geführt hat: „MOOT macht aus alten Textilien schicke Unikate, die sich mit gutem Gewissen tragen lassen“, erklärt Co-Gründer und Geschäftsführer Michael Pfeifer. Wieso Deutschland für die Expansion ein guter Startpunkt ist, warum Recycling-Mode nicht unbedingt billiger ist als Neuware und welche Waren für Upcycling noch in Betracht kommen, erklärt er im Podcast „Achtung, Handel!“ mit Björn Böer und Fabian Sedlmayr. Die Folge ist jetzt online – auf Etailment.de und auf Spotify.
BLACK-FRIDAY-COUNTDOWN
Black Friday bescherte dem Handel eine Viertelmilliarde Verlust
Der Black Friday 2023 hat dem deutschen Einzelhandel einen Nettoverlust von 258 Mio. Euro beschert, zitiert Spiegel.de eine Studie der Unternehmensberatung Kearney. Zwar sei der Umsatz am Aktionstag auf 5,8 Mrd. Euro gestiegen – fast das Dreifache eines normalen Tages – doch in den drei Wochen davor und zwei Wochen danach entgingen den Händlern Erlöse von 5,5 Mrd. Euro. Besonders die Profitabilität leide unter der Rabattschlacht: Die Marge liegt am Black Friday bei nur 10,8 Prozent, deutlich unter den üblichen 16 Prozent.
Österreich: Zu den Aktionstagen fünf Prozent weniger Umsatz
Die Aktionstage rund um Black Friday und Cyber Monday werden den Händlern in Österreich 2024 voraussichtlich 400 Mio. Euro bescheren und damit 20 Mio. Euro oder fünf Prozent weniger als 2023, berichtet Ots.at. Eine Befragung des Marktforschungsinstitut Repubblika zeige: 80 Prozent der Kaufwilligen nutzen die Aktionstage bereits für Weihnachtsgeschenke und haben dafür durchschnittlich 265 Euro im Budget. Der stationäre Handel profitiert verstärkt von den Aktionen – 51 Prozent der Konsumenten planen Einkäufe sowohl online als auch in Geschäften.