Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
Aus Mytheresa wird Luxexperience
Der Münchner Luxus-Fashion-Onlinehändler Mytheresa wird sich im Zuge der geplanten Übernahme von Yoox Net-A-Porter (YNAP) in Luxexperience umbenennen, wie das Unternehmen laut Drapersonline.com bekannt gab. Die neue Dachgesellschaft, die künftig an der New Yorker Börse unter dem Kürzel „Luxe“ geführt werden solle, werde die Marken Net-A-Porter, Mr Porter, Yoox und The Outnet vereinen. Mytheresa-Chef Michael Kliger betone, die Namensänderung unterstreiche das Ziel, die Position als führende digitale Luxusgruppe zu stärken und dabei trotzdem die individuellen Markenidentitäten zu bewahren. Die Aktionäre stimmen am 6. März über die Umbenennung ab.
Ebay führt neue Kategorien für Gebrauchtes ein
Der Online-Marktplatz Ebay führt laut Onlinehaendler-News.de zum 4. Februar drei neue Zustandskategorien für Gebrauchtwaren ein: „Hervorragend“, „Gut“ und „Akzeptabel“. Wie das Unternehmen mitteile, müssten Händler ihre bestehenden Angebote in zwölf Kategorien – darunter Damen-, Herren- und Kindermode sowie Vintage-Kleidung – bis zu diesem Stichtag entsprechend anpassen. Nach der Umstellung würden nicht aktualisierte Second-Hand-Angebote automatisch als „Gut“ eingestuft, was bei falscher Zuordnung zu einer schlechteren Auffindbarkeit in den Suchergebnissen führen könne.
Kaufland stellt seinen Fulfillment-Dienst ein
Der Online-Marktplatz Kaufland stellt wahrscheinlich seinen Dienst „Fulfilled by Kaufland“ zum 28. Februar ein, nur ein Jahr nach dessen Start. Laut eines Beitrags der Journalistin Ingrid Lommer auf Linkedin, entwickele Kaufland stattdessen einen modularen grenzüberschreitenden Logistikservice, der auch Bestellungen von externen Marktplätzen und den Online-Shops der Händler verarbeiten solle. Der zur Schwarz-Gruppe gehörende Marktplatz, der seit 2020 aktiv ist, expandierte 2023 in die Slowakei und Tschechien sowie im vergangenen Jahr nach Österreich und Polen.
Arvato mit neuem Standbein im Nahen Osten
Der Logistik- und E-Commerce-Dienstleister Arvato hat in der Freihandelszone Dubai Commercity auf 3.300 Quadratmetern seine neue Regionalzentrale eröffnet, berichtet Zawya.com. Das deutsche Unternehmen, das 2023 einen Jahresumsatz von über 2,5 Mrd. Euro erwirtschaftet habe und in mehr als 20 Ländern tätig sei, baue damit seine Präsenz im Nahen Osten aus. Laut Branchenprognosen solle der E-Commerce-Markt in der Region Naher Osten und Nordafrika (MENA) bis 2029 ein Volumen von mehr als 160 Mrd. Dollar erreichen.
Booking.com reagiert zu langsam auf Cyberattacken
Cyberkriminelle haben über gefälschte Booking.com-Zugänge die Daten von 550 Hotelgästen in Münster erbeutet, wie Businessinsider.de berichtet. Die Angreifer hätten sich durch eine Phishing-Mail Zugang zum Hotelsystem des Ibis Budget verschafft und anschließend versucht, an die Kreditkartendaten der Gäste zu gelangen. Die Hotelbranche kritisiere, dass Booking.com bei solchen Sicherheitsvorfällen zu langsam reagiere – im Münsteraner Fall habe es fast eine Woche bis zur ersten Hilfestellung gedauert.
Geschäftsklima verbessert sich, die Aussichten nicht
Der Ifo-Geschäftsklimaindex als wichtigster Indikator für die deutsche Konjunktur ist im Januar leicht von 84,7 auf 85,1 Punkte gestiegen. Im Handel blieb die Stimmung unverändert, im Einzelhandel schaut man sogar pessimistischer in die Zukunft. Die deutsche Wirtschaft ist im letzten Quartal 2024 um 0,1 Prozent geschrumpft, und Experten erwarten auch für 2025 nur ein geringes Wachstum.
HANDEL INTERNATIONAL
Prettylittlething entlässt Mitarbeiter
Der britische Online-Modehändler Prettylittlething entlässt mehr als 50 Mitarbeiter an seinem Hauptsitz in Manchester, berichtet Fashionunited.com. Die Muttergesellschaft Boohoo begründe diesen Schritt mit einer „notwendigen Umstrukturierung zur Kostenkontrolle“. Gleichzeitig stehe das Unternehmen in der Kritik des Großaktionärs Frasers Group, der die Offenlegung eines Beratervertrags über zwei Mio. Pfund mit PLT-Gründer Umar Kamani fordere, wie Morning Briefing berichtete.
Singapur: Shopee-Kunden um 399.000 Dollar betrogen
Betrüger auf der E-Commerce-Plattform Shopee haben mindestens 179 Kunden um insgesamt 399.000 Dollar gebracht, teilt laut Straitstimes.com die Polizei in Singapur mit. Die Täter lockten ihre Opfer mit günstigen Elektronikartikeln und Gold aus der sicheren Shopee-Umgebung auf Messaging-Dienste wie Telegram und WhatsApp. Dort täuschten sie in Fake-Kundengruppen Vertrauenswürdigkeit vor und forderten die Zahlungen per Überweisung. Danach verschwanden sie.
TRENDS & TECHNOLOGIE
KI „Deepseek“ erschüttert die US-Dominanz
Die Verfügbarkeit des großen Sprachmodells „Deepseek“ als App hat die Aufmerksamkeit auf den neuen Chatbot aus China gelenkt, berichtet Businessinsider.de. In ersten Tests habe Deepseek ähnlich gute und in Teilbereichen bessere Leistungen als ChatGPTs Modelle erbracht, sei aber laut Bernstein Research pro Token bis zu 40 Mal preisgünstiger. Die Kosten für angeblich nur zwei Monate Entwicklungszeit unter Nutzung zweitklassiger Chip-Architektur sollen angeblich nur sechs Mio. Dollar betragen haben. In den App-Store-Charts mehrerer Länder verdrängte Deepseek die bekannten Chatbot-Apps bereits von den Spitzenplätzen; die Börsenkurse der amerikanischen Konkurrenz rutschten ab. Chip-Hersteller Nvidia zum Beispiel verlor bis Montag, 21:00 Uhr MEZ 18 Prozent an Wert.
Google lässt Nachrichtenportale und Ratgeberseiten abrutschen
Deutsche Nachrichtenportale und Ratgeberseiten haben 2024 deutliche Einbußen in ihrer Google-Sichtbarkeit erlitten, wie eine Analyse von Sistrix.de zeigt. Web.de habe mit einem Verlust von 146 auf 108 Sichtbarkeitspunkte den stärksten Rückgang verzeichnet, gefolgt von Stern.de und Focus.de. Besonders das erste Halbjahr 2024 zeige starke Verluste; 45 der 100 größten Verlierer hätten aus dem Verlagsbereich gestammt. Die obersten Suchergebnisse würden nun hauptsächlich von Google-Snippets, Wikipedia und sozialen Medien wie z. B. Reddit dominiert.