Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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Kundenzufriedenheit steigern durch digitales Filialmanagement per App
Administrative Aufgaben, aufwendige Warenprozesse oder manuelle Bestandssuchen kosten Store-Mitarbeitende wertvolle Zeit, die für Kundenberatung fehlt. Abhilfe schafft die Mobile Store Management App, die sämtliche Filialprozesse digitalisiert und relevante Daten auf der Fläche bereitstellt. Wie das funktioniert, zeigt das REMIRA-Webinar am 24.11. um 10 Uhr. Jetzt kostenfrei anmelden
HANDEL NATIONAL
Amazon scheitert an Bürgerentscheid in Bad Urach
Die Bürger in Bad Urach haben ein geplantes Amazon-Verteilzentrum abgelehnt, berichtet Staatsanzeiger.de. Mit 52,5 Prozent hätten sich die Wähler gegen die Ansiedlung im Stadtteil Hengen ausgesprochen, bei einer Wahlbeteiligung von knapp 50 Prozent. Gegner befürchteten Verkehrsbelastung und erhöhten Druck auf lokale Händler. Amazon habe geplant auf vier Hektar ein Sortier- und Verteilzentrum zu bauen, das mindestens 150 Arbeitsplätze geschaffen hätte. Der Online-Händler respektiere die Entscheidung und verfolge das Projekt nicht weiter.
Ihr Leitfaden für Amazon Ads während der Haupt-Shopping-Saison
Die Feiertags-Shopping-Saison rückt näher und Amazon Ads bietet Lösungen an, die dazu beitragen können, dass deutsche Unternehmen aller Größen zu diesen Haupt-Shopping-Zeiten Kunden erreichen. Shopping-Events in der Feiertagssaison wie Black Friday und Cyber Monday eröffnen Werbetreibenden wertvolle Chancen, Kunden zu erreichen, die aktiv einkaufen und bereit sind, neue Marken zu entdecken. Mehr
Northern Data wechselt für 663 Mio. Euro zu Rumble
Die amerikanische Videoplattform Rumble übernimmt den deutschen Cloud-Anbieter Northern Data für 663 Mio. Euro, berichtet Manager-Magazin.de. Die Aktionäre erhielten 2,03 Rumble-Aktien je Northern-Data-Papier plus eine mögliche Barzahlung von bis zu 173 Mio. Euro. Tether, größter Anteilseigner beider Firmen, tausche bei dieser Gelegenheit die Hälfte seines 610-Mio.-Euro-Kredits in Rumble-Aktien. Mit dem Deal wolle Rumble zu einem führenden KI-Cloud-Anbieter aufsteigen.
Tanken und Pakete: Shell kooperiert mit Myflexbox
Shell Deutschland und Myflexbox haben an über 50 Tankstellen in 14 Bundesländern Paketstationen installiert, berichtet Myflexbox.com. Kunden könnten dort rund um die Uhr kontaktlos Pakete von UPS, DPD, GLS und Fedex abholen, retournieren oder versenden. Studien zufolge steige die Kundenfrequenz durch solche Stationen um bis zu elf Prozent. Außerdem habe eine Inpost-Untersuchung von 2019 ergeben, dass 16 Prozent der Nutzenden ausschließlich wegen des Paketservice tankte.
Deutsche Post DHL: Mehr Gewinn mit weniger Umsatz
Deutsche Post DHL steigerte im dritten Quartal ihren Gewinn um 11,9 Prozent auf 888 Mio. Euro, obwohl der Umsatz um 2,3 Prozent auf 20,1 Mrd. Euro sank, berichtet Onlinehaendler-News.de. Das deutsche Paketgeschäft sei mit einem Umsatzplus von 4,7 Prozent auf 4,24 Mrd. Euro gewachsen, während das Segment Post & Paket Deutschland sein Ebit um 27,3 Prozent auf 218 Mio. Euro gesteigert habe. Der E-Commerce-Bereich verzeichne ein Umsatzwachstum von 2,9 Prozent, dessen Ebit habe sich durch einen Sondereffekt auf 176 Mio. Euro mehr als verdreifacht.
BLACK FRIDAY
Amazon startet Black Friday am 20. November
Amazon startet seine Black-Friday-Aktionen am 20. November und lässt sie bis zum 1. Dezember laufen, berichtet Channelx.world. Der Konzern biete Millionen Deals in mehr als 35 Kategorien, darunter Elektronik, Beauty und Haushaltswaren. Parallel feiere auch Amazon Haul mit einem zweitägigen Global Sale am 10. und 11. November – alle Produkte würden maximal 20 Dollar, manche Angebote gerade einmal elf Cent kosten. CEO of Worldwide Amazon Stores Doug Herrington verspreche, die Preise anderer Händler täglich zu erreichen oder zu unterbieten.
Tiktok Shop startet ersten deutschen Black Friday
Tiktok Shop startet seine erste Black-Friday-Kampagne in Deutschland, wie das Unternehmen mitteilt. Die Plattform verbinde dazu über zehntausende Creator mit globalen Marken wie beispielsweise Crocs oder NIVEA sowie lokalen Händlern und biete Rabatte von bis zu 40 Prozent. Nach den „Early Deals“ Ende Oktober folge nun die Hauptphase vom 21. November bis 1. Dezember, anschließend die „Christmas Deals“ bis zum 18. Dezember.
Briten planen 14 Mrd. Pfund für Black Friday ein
Britische Konsumenten wollen an diesem Black Friday fast 14 Mrd. Pfund ausgeben – vier Mrd. mehr als im Vorjahr, zitiert Bournemouthecho.co.uk eine Umfrage für die E-Commerce-Plattform Omnisend. Ein Drittel der Befragten plane höhere Ausgaben als im vergangenen Jahr; der durchschnittliche Warenkorb steige auf 299 Pfund. Für 76 Prozent bleibe Amazon das Ziel der Wahl, doch gewännen chinesische Marktplätze wie Temu, Shein und Tiktok Shop an Bedeutung. Nur 17 Prozent planten Buy-Now-Pay-Later-Optionen zur Finanzierung zu nutzen.
HANDEL INTERNATIONAL
Amazon bringt FBM Ship+ nach Europa
Amazon hat „FBM Ship+“ in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien gestartet, berichtet Ecommercenews.eu. Die Versandoption richte sich zunächst an Händler, die aus China verschicken und ihr eigenes Fulfillment nutzen. Sie könnten damit ähnlich schnelle Lieferversprechen abgeben wie mit Amazons FBA-Dienst, allerdings ohne Zusatzkosten. Händler müssten sich registrieren, Versandlabels kaufen und binnen eines Werktags versenden. Amazon biete als Anreiz Cashback zur Deckung der Versandkosten und zusätzlichen Schutz vor Verspätungsreklamationen. Der Pilotversuch laufe parallel in den USA und Japan, später solle der Service auch für inländische Sendungen verfügbar sein.
Carlyle übernimmt The Very Group
Die US-Investmentfirma Carlyle hat die Kontrolle über den Online-Händler The Very Group übernommen, berichtet Retail-Systems.com. Nach mehr als 20 Jahren ende damit die Ära der Barclay-Familie als Eigentümer des Unternehmens. Carlyle habe mehrere hundert Mio. Pfund investiert, um die Eigentumsrechte zu sichern. CEO Robbie Feather bezeichne die Transaktion als wichtigen Meilenstein für eine neue Geschäftsphase. Das Unternehmen habe zuletzt ein bereinigtes Ebitda von 307,1 Mio. Pfund erzielt – ein Plus von knapp 16 Prozent und die höchste Marge der Firmengeschichte.
L’Oréal China setzt auf Alibaba-KI
L’Oréal China und Alibaba Cloud haben laut Pressemitteilung eine umfassende KI-Partnerschaft geschlossen. Die Kosmetikmarke wolle künftig Qwen-Modelle in Kundenservice, Marketing und Forschung einsetzen. Eine erste Anwendung unterstütze Hautpflege-Fachkräfte mit intelligenten Antworten aus einer Wissensdatenbank. Parallel nutze die IT-Abteilung von L’Oréal China bereits einen KI-Coding-Assistenten, um die Softwareentwicklung zu beschleunigen. Alibaba Cloud stelle zudem Schulungsprogramme bereit, damit die Teams schneller AI-Kompetenz aufbauen können.
JD.com startet 50 neue Ländershops
JD.com erweitert sein „National-Pavillon-Programm“ um 50 neue Ländershops, berichtet Retail-News.de. Die E-Commerce-Plattform habe die Initiative am 7. November bei der China International Import Expo in Peking vorgestellt – vor Diplomaten aus 17 Ländern. Die digitalen Pavillons sollen chinesischen Konsumenten direkten Zugang zu internationalen Marken verschaffen und fungieren zugleich als Plattformen für kulturellen Austausch. Das Programm sei Teil des im Juli gestarteten „10 Billion Giga-Growth-Plan“, der binnen drei Jahren 1.000 internationale Marken etablieren und einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro erreichen wolle.
TRENDS & TECHNOLOGIE
KI im Handel: Zwischen Euphorie und technischer Realität
Das Beratungsunternehmen Publicis Sapient warnt im „Guide to Next 2026“ vor einer gefährlichen Kluft zwischen KI-Euphorie und technischer Realität im Einzelhandel. Die Umfrage unter Entscheidungsträgern aus fünf Ländern zeige: Während alle Händler auf KI-Agenten setzten, steckten 60 bis 70 Prozent der Anwendungsfälle im „Pilot Purgatory“ fest. Fragmentierte Dateninfrastrukturen (41 Prozent), mangelnde Datenqualität (36 Prozent) und fehlende Governance-Prozesse (nur 49 Prozent etabliert) blockierten die Skalierung. Besonders symbolisch: 52 Prozent fühlten sich durchaus bereit für den Einsatz agentischer KI – obwohl die Technologie dafür tatsächlich noch nicht existiere.
Deutschland baut Rechenzentren, aber bleibt abgeschlagen
KI-Anwendungen treiben den Ausbau deutscher Rechenzentren voran, wie eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt. Die Kapazitäten für Künstliche Intelligenz sollen sich bis 2030 vervierfachen – von 530 auf 2.020 Megawatt. Insgesamt würden die Rechenzentrumskapazitäten von derzeit knapp 3.000 auf 5.000 Megawatt wachsen. Trotz Investitionen von zwölf Mrd. Euro in diesem Jahr bleibe Deutschland international abgeschlagen: Die USA verfügten bereits über sechzehn Mal mehr Leistung.
KI-Nutzung in der Schweiz springt auf 60 Prozent
Drei von fünf Schweizerinnen und Schweizern nutzen mittlerweile KI-Tools, berichtet ITMagazine.ch. Der Sprung von 40 auf 60 Prozent innerhalb eines Jahres offenbare ein Generationengefälle: Während sich 79 Prozent der 15- bis 34-Jährigen auf KI-Werkzeuge verlassen würden, bleibe die Altersgruppe über 55 mit 40 Prozent zurückhaltend. Die Anwendungen konzentrierten sich auf Textgenerierung, Übersetzungen und die Nutzung als Suchmaschinenersatz, doch die Dynamik zeige sich bereits woanders: Den größten Zuwachs würden Einkaufsberatung sowie Bild- und Videogenerierung verzeichnen.