Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
Otto reduziert Zahl der Partner
Otto reduziert die Zahl der Handelspartner auf seinem Online-Marktplatz drastisch, berichtet Handelsblatt.com. Um das Angebot besser an die Ausrichtung des Unternehmens anzupassen, setze das Unternehmen nun auf strengere Anforderungen an die Anbieter auf dem Marktplatz. In diesem Jahr seien bereits mehr als 1000 Dritthändler von der Plattform verschwunden, viele davon auf Initiative von Otto.
Wolt führt jetzt Alnatura
Alnatura startet laut Lebensmittelzeitung.net in Hamburg und Berlin eine Kooperation mit dem Lieferdienst Wolt. Rund 600 Alnatura-Produkte, darunter Tiefkühlkost, Milchprodukte und Getränke, können über Wolt Market bestellt und innerhalb von ca. 35 Minuten geliefert werden. Die Partnerschaft folgt auf die kürzliche Einstellung des Alnatura-eigenen Online-Shops und Lieferservices. Wolt Deutschland plant, die Zusammenarbeit mit Alnatura in Zukunft weiter auszubauen sowie einen vierten Standort in Berlin zu eröffnen.
Kartellamt nimmt auch Microsoft ins Visier
Laut Pressemitteilung hat das Bundeskartellamt nach Amazon, Google und Meta nun auch Microsoft eine „überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb“ zugesprochen, die eine verschärfte Aufsicht ermöglicht. Kartellamtschef Andreas Mundt betont die Omnipräsenz der Microsoft-Produkte und die dominante Stellung des Betriebssystems Windows. Das Kartellamt kann nun auch in Bereichen, die nicht vom DMA erfasst sind, wettbewerbswidrige Praktiken unterbinden.
Unternehmen wollen Preise nicht erhöhen
Die Preiserhöhungsabsichten der deutschen Unternehmen erreichen laut Ifo-Institut den niedrigsten Stand seit Februar 2021. Die Preiserwartungen in den konsumnahen Wirtschaftszweigen sanken im September auf 13,8 von 16,1 Punkten im August, getrieben von der Entwicklung bei den Dienstleistern und im Handel. Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser geht daher davon aus, dass die Inflationsrate auch in den kommenden Monaten unter zwei Prozent bleiben wird.
HANDEL INTERNATIONAL
Sportshoes.com wächst 22 Prozent
Der britische Online-Shop Sportsshoes.com verzeichnet laut Fashionunited.com seit März einen Anstieg der internationalen Verkäufe um 22 Prozent. Die Zahl der europäischen Kunden stieg um 17 Prozent auf 75.000 neue Käufer, während die Bestellungen aus Übersee gleichzeitig um 18 Prozent zunahmen. Das Unternehmen plant, seine Online-Präsenz in neuen Märkten wie Polen, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden auszubauen, nachdem es schon in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien aktiv ist.
Boohoo erwägt Aufspaltung
Das Management der Boohoo Group erwägt laut Thetimes.com eine Aufspaltung des Unternehmens: Einige Aktionäre drängen offenbar auf eine Ausgliederung der besser laufenden Marken wie Debenhams und Karen Millen, um den Aktienkurs zu verbessern, der in den letzten fünf Jahren um mehr als 85 Prozent gefallen ist.
Ceva Logistics entlässt 350 Mitarbeiter wegen Zalando
Der Schweizer Retourenlogistiker Ceva Logistics entlässt 212 Festangestellte und 138 temporär Beschäftigte, nachdem Zalando den Vertrag nicht verlängert hat, berichtet Handelszeitung.ch. Die Gewerkschaft Unia fordert Lösungen für einen nahtlosen Übergang der Beschäftigten in neue Arbeitsverhältnisse. Die Arbeitsbedingungen bei Ceva waren vor allem wegen der hohen Leistungsanforderungen immer wieder in die Kritik geraten. Zalando begründet den Wechsel mit der Suche nach einem geeigneteren Standort, um die Transportzeiten und -wege für Retouren zu verkürzen.
Develon startet in den Online-Handel
Develon Europe, ehemals Doosan Construction Equipment, hat eine neue E-Commerce-Plattform für den Handel mit gebrauchten Baumaschinen aller Marken eingeführt. Die Plattform richtet sich sowohl an Händler, wie auch an Endnutzer und Auftragnehmer. Die Absicht sei es laut Agg-net.com das Händlernetzwerk mit fortschrittlichen Remarketing-Tools auszustatten und den Wert gebrauchter Maschinen durch die erhöhte Sichtbarkeit zu steigern.
Schweiz: Konsumbarometer steigt weiter
Das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle KOF ist im September auf 105,8 Punkte gestiegen und hat damit die Analystenschätzungen deutlich übertroffen, berichtet Handelszeitung.ch. Fast alle Wirtschaftszweige zeigten sich optimistischer, wobei das Verarbeitende Gewerbe den stärksten Anstieg verzeichnete. Obwohl die Auslandsnachfrage weiterhin rückläufig ist, deuten die Indikatoren für die Konsumnachfrage auf eine Erholung der Schweizer Wirtschaft hin.
TRENDS & TECH
Perplexity AI: Was Händler über die KI-Suchmaschine wissen müssen
Perplexity AI mischt die Internetsuche auf: Nutzer sollen damit schnell Antworten auf komplexe Fragen erhalten, ohne selbst Suchmaschinen wie Google bemühen zu müssen. Obwohl erst 2022 gegründet, wird die KI-Suchmaschine inzwischen mit drei Milliarden Dollar bewertet. Elf Fragen und Antworten zu dem aufstrebenden Start-up – und dazu, wie SEO für Perplexity AI (vermutlich) funktioniert.
Lieber Rücksendegebühr als Preiserhöhung
Die Mehrheit der britischen Verbraucher zieht eine einmalige Rücksendegebühr einer Preiserhöhung vor, zitiert Channelx.world eine Umfrage von Zigzag. So wären 71 Prozent bereit, eine Pauschalgebühr von 2,50 Pfund für Rücksendungen zu akzeptieren. Diese Erkenntnis könnte Online-Händlern helfen, kostenintensives Käuferverhalten wie „Wardrobing“ – das Bestellen eines Modells in mehreren Größen zur Anprobe – in den Griff zu bekommen.
Kalifornien: KI-Gesetz von Gouverneur gestoppt
Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat sein Veto gegen das geplante KI-Gesetz SB-1047 eingelegt, das große KI-Modelle regulieren sollte, berichtet Heise.de. Newsom kritisiert, dass das Gesetz die unterschiedlichen Anwendungsbereiche von KI nicht ausreichend berücksichtige und möglicherweise eine falsche Sicherheit vermittle. Auch KI-Experten und einflussreiche IT-Unternehmen in Kalifornien hatten das Gesetz kritisiert, insbesondere den geforderten „Kill Switch“ für große Sprachmodelle.
70 Organisationen fordern Zerschlagung von Google, Amazon und Meta
Rund 70 internationale Organisationen fordern in einem Manifest die Zerschlagung großer IT-Konzerne wie Google, Amazon und Meta. Sie plädieren dafür, die Kontrolle über Daten und Technologien zu dezentralisieren und faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Die Unterzeichner, darunter Lobbycontrol, Wikimedia, Digitalcourage, die Universität Köln und Edri, kritisieren das derzeitige Modell der globalen digitalen Wirtschaft als dysfunktional. Sie fordern mehr Interoperabilität, eine angemessene Besteuerung und die Förderung einer öffentlichen digitalen Infrastruktur mit Open-Source-Software.
NACHHALTIGKEIT
Schweizer sind Secondhand-Europameister
Schweizer Online-Shopper sind laut ITmagazine.ch europaweit führend beim Online-Verkauf von Gebrauchtwaren. 57 Prozent nutzen Customer-to-Consumer-Plattformen für den Verkauf, der europäische Durchschnitt liegt bei 46 Prozent. Hauptmotivation für den Verkauf ist die Weitergabe statt Entsorgung nicht mehr benötigter Produkte, gefolgt vom Wunsch, Platz zu schaffen. Günstige Preise sind wiederum der Hauptgrund für den Kauf von Second-Hand-Artikeln, aber auch die Unterstützung der Kreislaufwirtschaft spielt eine Rolle.