Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
E-Commerce trotzt dem Umsatzrückgang im Einzelhandel
Der deutsche Einzelhandelsumsatz sank im März leicht um real 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, berichtet das Statistische Bundesamt. Im Jahresvergleich sei jedoch ein Wachstum von real 2,2 Prozent zu verzeichnen. Während der Lebensmittelhandel einen sanften Anstieg von real 0,3 Prozent verbucht habe, sei der Nicht-Lebensmittelbereich um 0,6 Prozent geschrumpft. Bemerkenswert robust präsentiere sich der Internet- und Versandhandel mit einem monatlichen Plus von 0,6 Prozent und einem Jahreswachstum von real 9,5 Prozent – fast fünfmal stärker als der Gesamtmarkt.
Payback bei Edeka brummt
Edeka verzeichnet beachtliche Erfolge mit dem neuen Payback-Programm, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Bereits 36 Prozent der Umsätze würden über die Bonuskarte laufen. Die Payback-Nutzer, deren Warenkörbe durchschnittlich 45 Prozent üppiger ausfielen als jene der Nicht-Nutzer, sollten das zuletzt schleppende Wachstum ankurbeln. Dank Edeka sei das Bonusprogramm um 2 Mio. auf 33 Mio. Kunden angewachsen. Verglichen mit dm und dessen 50-Prozent-Quote bestehe sogar noch Steigerungspotenzial.
Mode-Retourenbearbeitung effizienter durch KI
Die Retourenquote im Online-Modehandel verharre trotz technischer Innovationen seit mindestens zehn Jahren bei über 50 Prozent und verzehre bei vielen Anbietern die ohnehin dünne Marge, so ein neues Whitepaper von Textilwirtschaft.de. Das Kompendium enthüllt, wie führende Händler und Logistiker ihre Rücksendungen effizient bearbeiten und welches Potenzial in KI-Lösungen schlummert. Ein Interview mit EHI-Geschäftsleiter Marco Atzberger und sieben Retourenstatistiken runden das kostenlos erhältliche Dokument ab.
DIW-Konjunkturbarometer sackt ab
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ist im April dramatisch auf 82,9 Punkte abgesackt. Nach vier Anstiegen in Folge markiere dies den tiefsten Stand seit über zwei Jahren. Die sprunghafte Zollpolitik der USA und geplante EU-Gegenmaßnahmen hätten die Märkte in einen Zustand lähmender Unsicherheit versetzt. Positive Impulse wie die EZB-Zinssenkungen würden derzeit von diesem toxischen Klima ausgebremst. Die verzögerte Regierungsbildung in Deutschland schiebe zudem erwartete Wachstumsimpulse auf.
HANDEL INTERNATIONAL
Google platziert Anzeigen im KI-Chatverlauf
Google integriert laut Techinasia.com nun Werbeanzeigen in Chatbot-Gesprächen von KI-Startups. Ein Google-Sprecher bestätigte, dass „Adsense for Search für Websites verfügbar ist, die relevante Anzeigen in ihren konversationellen KI-Erlebnissen anzeigen möchten.“ Brisant sei das Timing: Während Google sich vor Gericht wegen Kartellrechtsverletzungen verantworten müsse, schaffe der Konzern bereits Fakten im aufkeimenden KI-Werbemarkt, bevor sich regulatorische Rahmenbedingungen festigen könnten.
Apple darf nicht an Zahlungen außerhalb des App-Stores verdienen
Eine US-Bezirksrichterin hat Apple untersagt, weiterhin Provisionen für Käufe zu erheben, die außerhalb des App-Stores getätigt werden, berichtet Engadget.com. Der Technologieriese habe gegen ihr Urteil von 2021 verstoßen, indem er weiterhin eine 27-Prozent-Gebühr für externe Transaktionen kassiert habe. Die Richterin habe zudem die abschreckenden Warnhinweise bei Nutzung alternativer Zahlungssysteme verboten und eine strafrechtliche Untersuchung angeordnet.
Meta rechnet bis 2035 mit 1,4 Bio. Dollar Einnahmen durch KI
Meta erwartet laut Gerichtsdokumenten bis 2035 gigantische Einnahmen von bis zu 1,4 Bio. Dollar durch sein Geschäft mit generativer KI, berichtet Techcrunch.com. Der Tech-Riese rechne bereits für dieses Jahr mit Umsätzen zwischen zwei und drei Mrd. Dollar durch verschiedene KI-Produkte. Das Unternehmen habe 2024 bereits 900 Mio. Dollar in die Entwicklung investiert und für 2025 Infrastrukturausgaben bis zu 80 Mrd. Dollar geplant. Auch sei wohl erwogen worden, bis zu 200 Mio. Dollar für Trainingsdaten auszugeben, die Hälfte für Bücher, stattdessen habe Mark Zuckerberg persönlich sein Team angehalten, sich nicht um das Urheberrecht zu kümmern.
Cloud-Boom überstrahlt Microsofts traditionelles PC-Geschäft
Microsoft verzeichnet im dritten Quartal ein Umsatzwachstum von 13 Prozent auf 70,1 Mrd. Dollar, berichtet Golem.de. Das Cloudgeschäft erweise sich mit einem Anstieg von 20 Prozent auf 42,4 Mrd. Dollar als wichtigster Wachstumsmotor. Bei Azure beispielsweise sei sogar ein beeindruckendes Plus von 33 Prozent zu verzeichnen. Im Kontrast dazu stehe der Bereich „More Personal Computing“ mit Windows und Gaming, der lediglich um 6 Prozent auf 13,4 Mrd. Dollar gewachsen sei und nur noch 19 Prozent zum Gesamtumsatz beitrage.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Visa öffnet Zahlungsnetzwerk für KI-Agenten
Visa lässt laut Pressmitteilung künftig KI-Agenten im Auftrag von Verbrauchern einkaufen und bezahlen. Das neue „Visa Intelligent Commerce“ Programm öffne das globale Zahlungsnetzwerk für KI-Entwickler und arbeite dabei mit Branchengrößen wie Anthropic, Microsoft und OpenAI zusammen. Die Lösung setze auf tokenisierte Kartendaten für erhöhte Sicherheit und erlaube Nutzern, präzise Ausgabenlimits für ihre digitalen Einkaufshelfer festzulegen.
Ebay enthüllt seine Second-Hand-Modetrends
Ebay hat mit seiner „Watchlist“ einen datengetriebenen Trendbericht zur Second-Hand-Mode veröffentlicht. Der Report nutze Echtzeit-Daten der knapp 134 Mio. Nutzer und belege den Aufstieg von Second-Hand zur Kulturnorm – fast 40 Prozent aller Modeartikel seien 2024 bereits „pre-loved“ gewesen. Besonders gefragt seien vier aufstrebende Stilrichtungen: „Modern Bohemia“ mit einem Plus von 41 Prozent bei Fransen-Taschen, „Well Suited“ mit 209 Prozent mehr Suchen nach taillierten Blazern, der Utilitarian-Look „Function First“ sowie pastellige „Dyed in Dusk“-Töne mit buttergelben Kleidern als 656-Prozent-Überflieger.
Drei Viertel der Firmen setzen auf digitale Weiterbildung
Drei Viertel der deutschen Unternehmen bilden ihre Beschäftigten zu Digitalthemen weiter, berichtet der Bitkom. Bei der Mehrheit kämen solche Angebote allerdings nur vereinzelt zum Einsatz; lediglich 11 Prozent ermöglichten sie fast allen Beschäftigten. Durch diese Qualifizierungsmaßnahmen wollten 70 Prozent der Firmen ihre Mitarbeiter für neue Aufgabenbereiche fit machen. Als größte Hürden erwiesen sich die mangelnde Motivation der Belegschaft, unübersichtliche Angebote sowie fehlende Zeit- und Geldressourcen.
NACHHALTIGKEIT
KI und Handelskrieg treiben den Second-Hand-Markt
Der 256-Mrd.-Dollar schwere globale Second-Hand-Markt tritt, getrieben durch KI und politische Veränderungen, in seine nächste Evolutionsphase, berichtet Channelx.world. Die Wiedereinführung amerikanischer Zölle auf chinesische Importe treibe die Preise für Fast-Fashion-Anbieter wie Shein und Temu in die Höhe, so dass laut einer Umfrage von Threadup 59 Prozent der Verbraucher auf Gebrauchtwaren umsteigen wollten. Der globale Wiederverkaufsmarkt solle bis 2029 auf 367 Mrd. Dollar anwachsen, auch da KI künftig die lästige Reibungspunkte im Prozess eliminiere.