Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
E-Rezept verhilft Shop Apotheke zu Umsatzsprung
Der Apotheken-Shop „Shop Apotheke“ steigerte seinen Umsatz in der DACH-Region um 33 Prozent auf 1,93 Mrd. Euro und trieb damit das Gesamtwachstum der Muttergesellschaft Redcare Pharmacy auf 2,4 Mrd. Euro, meldet Retail-News.de. Das elektronische Rezept habe als Wachstumsmotor fungiert und den Umsatz mit rezeptpflichtigen Medikamenten um 64 Prozent auf knapp 750 Mio. Euro gehoben. Redcare sei jetzt Marktführer in fünf europäischen Ländern: Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien und Italien. Für das laufende Jahr plane das Unternehmen ein weiteres Umsatzplus von über 25 Prozent.
Wie sich der E-Commerce neu erfinden muss
Die Erwartungen an den Kundenservice steigen seit Jahren. Im Jahr 2025 wird dies noch sichtbarer. Kevin Filz von Foundever beleuchtet in seinem Gastbeitrag auf Etailment.de zentrale Entwicklungen, die Online-Händler im Auge behalten sollten: vom Einsatz Künstlicher Intelligenz über die neue Rolle des Kundenservice bis zur notwendigen Transparenz.
Mehrwertsteuer: Digitale Echtzeitmeldung für den Online-Handel
EU-Finanzminister haben neue Mehrwertsteuerregeln für den Online-Handel beschlossen, berichtet Onlinehaendler-News.de. Die Reform solle ab 2030 grenzüberschreitende Transaktionen durch eine digitale Meldepflicht in Echtzeit transparenter machen und gleichzeitig den bürokratischen Aufwand für Händler reduzieren. Statt mehrfacher Registrierungen reiche künftig eine einmalige Anmeldung in einem zentralen, digitalen Portal. Die Neuregelung betreffe auch Vermietungsplattformen wie Airbnb, die Mehrwertsteuer direkt bei Kunden einsammeln und melden müssten.
Das „dm-Gefühl“ soll rezeptfreie Medikamente verkaufen
Die Drogeriekette dm plant, seine Online-Apotheke für Rezeptfreies im Herbst zu starten, berichtet Pharmazeutische-Zeitung.de. Dazu habe das Unternehmen eine stationäre Apotheke in Tschechien gründen müssen. Die Produkte würden über den dm-Online-Shop angeboten, der die Aufträge an die Apotheke in Tschechien weiterleite, die formal als externer Drittanbieter agiere. Als Wettbewerbsvorteil nenne dm das hohe Kundenvertrauen und seine Filialen, die als Abholstationen fungieren könnten – so wolle man sich zwischen preisaggressiven Versendern und stationären Apotheken positionieren und setze dabei auf das „dm-Gefühl“.
HANDEL INTERNATIONAL
Zara-Mutterkonzern steigert Online-Umsatz um zwölf Prozent
Modefirma Inditex verzeichnete 2024 laut Pressemitteilung einen Rekordumsatz von 38,6 Mrd. Euro. Zara (mit Zara Home) habe mit 27,8 Mrd. Euro von allen Marken den größten Anteil am Gesamtumsatz beigesteuert. Besonders eindrücklich sei auch der Online-Umsatz um zwölf Prozent auf 10,2 Mrd. Euro gestiegen. Die digitale Kundenbindung habe sich durch 218 Millionen aktive App-Nutzer und 8,1 Mrd. Online-Besuche manifestiert – ein Wachstum von zehn Prozent. In sozialen Medien verfüge der Zara-Mutterkonzern mittlerweile über 257 Millionen Follower, was die erfolgreiche Integration von digitalem und stationärem Geschäft unterstreiche.
Walmart zahlt Lieferfahrern für persönlichen Identitätsnachweis
Walmart fordert ausgewählte Fahrer seines Lieferdienstes Spark auf, ihre Identität persönlich in einem Geschäft nachzuweisen, berichtet Businessinsider.com. Die Fahrer müssten ihren Führerschein vorlegen und erhielten dafür eine einmalige Zahlung von 15 Dollar. Diese Maßnahme solle verhindern, dass Menschen unter falschen Identitäten Lieferungen durchführen – ein Problem, das durch den Verkauf von Spark-Konten in sozialen Medien und Hackerangriffe auf bestehende Konten entstanden sei. Warum? Zum einen brauche man mit einem falschen Konto keine Arbeitserlaubnis und zum anderen könnten Fahrer mit mehreren Konten auch mehr Aufträge abwickeln.
Lyft „Silver“ – eine vereinfachte App für Senioren
Der Fahrdienst-Vermittler Lyft entwickle eine vereinfachte Version seiner App speziell für Senioren, berichtet Techinasia.com. Die „Lyft Silver“ genannte Anwendung sei im öffentlich zugänglichen iOS-Code entdeckt worden und biete eine altersgerechte Benutzeroberfläche mit einfacherer Navigation. Nutzer könnten künftig Fahrdetails mit Vertrauenspersonen teilen und digitale Geschenkkarten von Familie oder Freunden einlösen. Lyft schweige bislang zu diesen Entwicklungen.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Online-Shopping-Frust: Jeder dritte Europäer meldet Probleme
Jeder dritte Online-Shopper in der EU stolperte 2023 über Probleme beim digitalen Einkauf, so das Ergebnis einer Umfrage von Eurostat. Als größter Störfaktor entpuppten sich verspätete Lieferungen, die fast ein Fünftel aller Kunden zur Weißglut trieben, gefolgt von technischen Mängeln der Website und fehlerhaften Waren. Die digitalen Einkaufshürden häuften sich mit über 55 Prozent besonders in Luxemburg und den Niederlanden, während Portugal mit nur 4,3 Prozent die wenigsten Klagenden verzeichnete.
Albanien zieht Tiktok für ein Jahr den Stecker
Albanien verbannt die Kurzvideo-Plattform Tiktok für ein Jahr aus dem nationalen Netzwerk, berichtet Spiegel.de. Die Maßnahme trete heute in Kraft. Alle Internetanbieter seien verpflichtet, den Zugang zu blockieren. Ministerpräsident Rama begründe das Verbot mit dem Jugendschutz, nachdem ein 14-Jähriger bei einer über Tiktok verabredeten Auseinandersetzung getötet worden sei. Die Opposition kritisiere den Schritt hingegen als „diktatorische Entscheidung“ gegen die Meinungsfreiheit.
Französische Verlage klagen gegen Metas KI-Datenhunger
Führende französische Verlags- und Autorenverbände haben bei einem Pariser Gericht eine Klage gegen Meta wegen Urheberrechtsverletzung und wirtschaftlichem „Parasitismus“ eingereicht, berichtet Reuters.com. Es handle sich um die erste Klage dieser Art in Frankreich, während Meta in den USA bereits mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert sei. Die Kläger werfen dem Tech-Riesen vor, ohne Genehmigung massenhaft urheberrechtlich geschützte Inhalte für das Training seiner KI-Systeme zu nutzen. Auch OpenAI steht in den USA, Kanada und Indien vor ähnlichen Klagen.
Spotify verteidigt sein umstrittenes Vergütungsmodell
Spotify versucht mit seinem aktuellen Transparenzbericht „Loud & Clear“ das Image seiner Künstlervergütung aufzupolieren, berichtet Engadget.com. Der Streaming-Gigant habe 2024 rund 10 Mrd. Dollar an Künstler ausgezahlt und behaupte, diese Summe sei zehnmal höher als vor einem Jahrzehnt. Laut einer Studie von Duetti zahle Spotify jedoch nur 3 Dollar pro 1.000 Streams – deutlich weniger als Konkurrenten wie YouTube (4,80 Dollar), Apple Music (6,20 Dollar) oder Amazon Music (8,80 Dollar). Der Unmut unter Künstlern wachse weiter, was sich auch darin zeige, dass vier der fünf für den Songwriter-Grammy nominierten Künstler bei Spotifys Grammy-Feier durch demonstrative Abwesenheit aufgefallen wären.
NACHHALTIGKEIT
Elektrorevolution bei Swiggy stärkt Indiens Klimaziele
Der indische Essenslieferant Swiggy will laut Techinasia.com bis 2030 seine gesamte Lieferflotte auf Elektrofahrzeuge umstellen. Das Unternehmen setze bereits seit 2021 auf E-Mobilität und habe im vergangenen Jahr eine Dreirad-Elektroflotte in Gurugram eingeführt. Neben der Elektrifizierung plane Swiggy auch umweltfreundlichere Verpackungen und wolle eine Million Mitarbeiter entlang der Wertschöpfungskette weiterbilden. Die Initiative unterstütze nicht nur Indiens Klimaziele, sondern verspreche dem Unternehmen auch Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen.