Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von etailment.de.
HANDEL NATIONAL
Verbraucherschützer klagen gegen Trade Republic
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat beim Landgericht Berlin II Klage gegen Trade Republic eingereicht. Der Neobroker habe mit „unbegrenzten“ Zinsen von drei Prozent auf Girokonten und vollständiger Einlagensicherung geworben, ohne ausreichend darauf hinzuweisen, dass die Zinsen variabel seien und Teile des Guthabens in nicht einlagengesicherte Liquiditätsfonds fließen können. Nach einer zurückgewiesenen Abmahnung solle nun gerichtlich geklärt werden, ob diese Werbepraxis Verbraucher in die Irre führe, erklärte Finanzexperte Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale.
Kontaktlos kassieren mit Sparkasse POS
Im Händlergeschäft wird der Kassenprozess immer flexibler. Bisher sind stationäre Kassenterminals fester Bestandteil des Einkaufserlebnisses. Diese werden jedoch immer mehr von mobilen Geräten abgelöst. Die Sparkassen bieten mit der Akzeptanz-App „Sparkasse POS“ eine Lösung für viele Branchen. Mehr
Primeup wird erster deutscher Ad-Tech-Reseller
Die Hamburger Agentur Primeup ist zum ersten Amazon Ad-Tech-Reseller in Deutschland ernannt worden und könne somit die Zugangshürden für seine Kunden zur „Amazon Demand Side Platform“ senken. Werbetreibende könnten nun ohne hohe Budgetzusagen auf mehr als 2.800 Zielgruppen zugreifen und TV-, Display- sowie Videowerbung über Prime Video und Fire TV aussteuern, erklärt Primeup-Geschäftsführer Jens Jokschat. Die Agentur biete dafür sowohl einen Self-Service-Zugang für erfahrene Teams als auch eine Komplettbetreuung an.
HANDEL INTERNATIONAL
EU macht Mehrwertsteuer fit für den E-Commerce
Die EU will den Online-Handel fairer und einfacher gestalten: Bis 2030 müssen große Online-Marktplätze selbst die Mehrwertsteuer abführen, wenn ihre Händler das nicht tun – damit ende der Preisvorteil durch Steuervermeidung. Ein neues zentrales Portal vereinfache zugleich die Mehrwertsteuer-Meldung für alle europäischen Online-Händler, die dort künftig ihre Pflichten in einer Sprache ihrer Wahl erledigen könnten. Die automatische Übermittlung der grenzüberschreitenden Rechnungen spare laut EU-Kommission Verwaltungskosten von jährlich 4,1 Mrd. Euro, während gleiche Wettbewerbsbedingungen für mehr Fairness im europäischen Online-Handel sorgen würden.
Temu reagiert auf Trumps Zölle
Der chinesische Online-Marktplatz Temu reagiert auf die verschärften US-Zölle mit einer grundlegenden Umstellung seines Geschäftsmodells, berichtet Pymnts.com. Statt wie bisher die komplette Logistik selber zu steuern, müssen nun die Händler ihre Waren auf eigene Kosten in US-Lagerhäuser liefern. Die Kauflaune ist bei Temu bereits auf den tiefsten Stand seit Juli gefallen. Man kann sich gut ausrechnen, dass die gestiegenen Logistikkosten auch zu höheren Preisen für die amerikanischen Verbraucher führen könnten.
Apples AI in China heißt Qwen
Apple entwickelt zusammen mit Alibaba neue KI-Funktionen für iPhones in China, wobei das Qwen-Modell des chinesischen Onlinehändlers zum Einsatz kommen soll. Wie die South China Morning Post berichtete, könnte die Partnerschaft Apple helfen, zu lokalen Smartphone-Herstellern wie Huawei und Oppo aufzuschließen, da die hauseigene Apple Intelligence im chinesischen Markt nicht verfügbar sei. Die Ankündigung ließ Alibabas Aktienkurs am Mittwoch in Hongkong um 8,5 Prozent auf 113,80 Hongkong-Dollar steigen – der stärkste Tagesgewinn seit März 2023. Laut Heise.de hat das iPhone nur noch einen Marktanteil von knapp über 17 Prozent in China.
JD.com rüstet im Quick-Commerce auf
Der chinesische Online-Händler JD.com steigt in den Markt für Essenslieferungen ein und bietet Gastronomen bis Ende des Jahres eine provisionsfreie Nutzung seiner neuen Plattform „JD Takeaway“ an, wenn sie sich vor dem ersten Mai registrieren. Mit diese Schritt fordert das Unternehmen laut Techinasia.com die Quick-Commerce-Marktführer Meituan und Alibabas „Ele.me“ heraus. JD.com kann dabei auf sein leistungsfähiges Logistiknetz zugreifen, das in vielen Regionen Chinas bereits Lieferungen am selben oder nächsten Tag ermöglicht.
Shein leidet unter der neuen Zollregelung. Oder nicht.
Der chinesische Modehändler Shein kämpft mit deutlichen Umsatzeinbußen, nachdem US-Präsident Trump die Zollbefreiung für seine Kleinsendungen aufgehoben hat, berichtet Scmp.com. Die US-Umsätze sanken zwischen dem 5. und 9. Februar um 16 bis 41 Prozent. Dieser Einbruch entspreche zwar dem üblichen Rückgang nach Weihnachten, kehre aber den Wachstumstrend vom Januar um.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Wix verknüpft sich mit Youtube
Der Software-Anbieter Wix ermöglicht Online-Händlern ab sofort den direkten Produktverkauf über Youtube-Videos, Shorts und Livestreams, berichtet Onlinehaendler-News.de. Händler können ihre bestehenden Produkte aus dem Wix-Shop über eine spezielle App auf der Videoplattform präsentieren, wobei Produktbeschreibungen, Bilder und Lagerbestände automatisch synchronisiert werden.
Deutsche bleiben Rosen treu, Schweizer schenken lieber Zeit
Der Valentinstag gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung: Laut Handelszeitung.ch planen in diesem Jahr 28 Prozent der Deutschen ein Geschenk für ihre Liebsten – ein deutlicher Anstieg gegenüber 17 Prozent in 2020. In der Schweiz, wo Floristen sich am Valentinstag bislang traditionell auf einen Umsatz von 40 Mio. Franken freuen durften, zeigt sich dagegen ein Wandel: Die Schweizer verschenken verstärkt Zeit – von romantischen Dinner-Abenden bis hin zu Kurzreisen.
Elon Musk will einen Teil von OpenAI kaufen
Elon Musk hat mit einem Investorenkonsortium ein Übernahmeangebot in Höhe von 97 Mrd. Dollar für den gemeinnützigen Teil von OpenAI vorgelegt, berichtet das Wall Street Journal. Branchenbeobachter vermuten, dass Musk damit weniger an einer tatsächlichen Übernahme interessiert ist, sondern vielmehr versucht, die geplante Umwandlung von OpenAI in ein gewinnorientiertes Unternehmen zu erschweren und seinen Rivalen Sam Altman unter Druck zu setzen. Der potenzielle Deal könnte die Bewertung der Non-Profit-Organisation beeinflussen und damit auch einen geplanten Finanzierungsdeal über 300 Mrd. Dollar verkomplizieren.
NACHHALTIGKEIT
DPD versendet mit Hey Circle
DPD Deutschland, der zweitgrößte Versanddienstleister des Landes mit über 350 Mio. Paketen pro Jahr, kooperiert laut Pressemitteilung künftig mit dem Münchner Unternehmen „Hey Circle“ für nachhaltigeren Paketversand. Die wiederverwendbaren Versandboxen und -taschen von Hey Circle können bis zu 50 Mal zwischen Unternehmen, Kunden und Partnern zirkulieren und versprechen sowohl Kosteneinsparungen als auch Abfallreduzierung.