Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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die Redaktion von Etailment.de.
HANDEL NATIONAL
Wie sich Fragmentierung im Zahlungsverkehr überwinden lässt
Wer Omnichannel-Geschäft will, muss Online- und stationäre Welt miteinander verbinden. Wie dieser Unified Commerce für Zahlungsprozesse aussehen kann, erklärt Christopher Henke vom Zahlungsdienstleister Mollie in seinem Gastbeitrag auf Etailment.de.
Deutsche leben drei Tage pro Woche online
Drei Tage der Woche verbringe der durchschnittliche Deutsche online – oder 72 von 168 Stunden, so die Postbank-Digitalstudie. Die Generation Ü40 halte allerdings nur 65 Stunden durch, was die 18- bis 39-Jährigen mit ihren 86 Stunden die Woche aber ausglichen. Der wichtigste Zugang ins Netz sei mit 26 Wochenstunden das Smartphone, gefolgt von Laptops mit elf Stunden. Noch vor fünf Jahren sei der Durchschnitt bei 56 Stunden gelegen, weswegen vielleicht mittlerweile 72 Prozent ihre Online-Zeit nicht mehr steigern und 20 Prozent sie bewusst reduzieren wollen würden.
Payback-App sammelt alle Kundenkarten
Die Payback-App ist jetzt in der Lage sämtliche Kundenkarten in der Anwendung zu speichern, wie Payback.group mitteilt. Seien es Programme von Ikea, der Bahn oder dem ADAC – ein Schnappschuss reiche, um die Karte in der neuen Wallet-Funktion zu hinterlegen. Payback-Partner müssten die Anbieter nicht sein. Über 16 Mio. der 34 Mio. deutschen Payback-Kunden würden bereits die App verwenden, um damit zu zahlen, Punkte sowie Coupons zu sammeln oder zu spielen.
Digitale Gesundheitsangebote zwischen Fitness und Skepsis
Knapp die Hälfte der Deutschen, die bereits digitale Gesundheitsangebote wie Apps oder Wearables nutzen, setzen diese für Prävention und Fitness (47 Prozent) oder für Ernährung und Lebensstil (45 Prozent) ein, zeigt der „Trend Check Handel“ des ECC Köln. Weit geringer sei die Nutzung für Arztkontakte (28 Prozent) oder das Medikamenten-Management (22 Prozent). 43 Prozent fühlten sich jedoch durch die Vielfalt des Angebots überfordert. Die Nicht-Benutzer wiederum könnten keine Vorteile erkennen (57 Prozent) oder vertrauten den Angeboten nicht (25 Prozent). Die Zukunft der Apps sei ungewiss: KI-Chatbots landeten bei den Jüngeren bereits auf Platz drei der bevorzugten Informationsquellen bei Gesundheitsfragen.
DHL nimmt USA-Versand wieder auf
DHL plant, den Paketversand in die USA in den kommenden Wochen wieder aufzunehmen, wie Onlinehaendler-News.de berichtet. Trumps Zollentscheidungen hätten weltweit zu massiven Logistik-Einschränkungen geführt, das Volumen internationaler Sendungen in die Staaten wäre um 81 Prozent eingebrochen. DHL-Vorständin Nikola Hagleitner erkläre, man habe konkretere Informationen zu den neuen US-Zollprozessen erhalten, es herrsche wieder mehr Transparenz vonseiten der USA.
HANDEL INTERNATIONAL
Ebay übernimmt Social-Commerce-Plattform Tise
Ebay übernimmt die norwegische Social-Marketplace-Plattform Tise für einen nicht genannten Betrag, berichtet Techcrunch.com. Die Osloer Firma bringe eine treue Community aus Gen Z und Millennials mit, die Second-Hand-Mode und Inneneinrichtung über soziale Features handele. Nutzer könnten Verkäufern folgen, Angebote kommentieren und personalisierte Empfehlungen erhalten. Ebay habe bereits 2022 in das 2014 gegründete Start-up investiert, das bisher 45 Mio. Dollar eingesammelt habe.
Amazon Pharmacy spart Kunden 100 Mio. Dollar
Amazon Pharmacy hat seinen Kunden laut Pressemitteilung mehr als 100 Mio. Dollar bei verschreibungspflichtigen Medikamenten erspart. Die größten Einsparungen erzielten GLP-1-Präparate für Gewichtsmanagement und Insulin für Diabetiker, gefolgt von Epi-Pens gegen schwere allergische Reaktionen. Eine Studie zeige, dass Patienten verfügbare Herstellercoupons nur zu 15 Prozent nutzten. Amazon Pharmacy überbrücke diese Lücke durch die automatische Verwendung der Rabatte bei Markenpräparaten. Bislang handele es sich um ein rein US-amerikanisches Angebot, doch bereits 2020 habe Amazon die Markenrechte in mehr als einem Dutzend internationaler Märkte eingereicht, so Fiercehealthcare.com.
Amazon wegen Kündigungs-Odyssee vor Gericht
Seit gestern muss sich Amazon einer Klage wegen irreführender Prime-Abonnement-Praktiken vor einem US-Gericht stellen, berichtet Japantoday.com. Die Handelskommission FTC werfe dem Konzern vor, Millionen Kunden durch sogenannte „Dark Patterns“ in das 139-Dollar-Abo gelockt zu haben. Auch wäre die Kündigung des Abonnements absichtlich erschwert worden: Kunden hätten dafür einen labyrinthischen Parcours von vier Seiten, sechs Klicks und 15 Optionen durchlaufen müssen. Verräterisch der interne Name dieses Systems: „Iliad“ – wie das Homer’sche Epos um den trojanischen Krieg, der vom kurzen Rachefeldzug zu einer zehnjährigen Belagerung wurde.
Google wegen Werbegeschäft-Dilemma vor Gericht
Google droht durch ein laufendes Monopolverfahren die Abspaltung seines lukrativen Werbegeschäfts, berichtet Heise.de. Richterin Leonie Brinkema führe in den kommenden zwei Wochen Anhörungen durch, bei denen über das Schicksal von Googles Werbemarktplatz „Ad Exchange“ entschieden werde. Das US-Justizministerium fordere den Verkauf der Plattform, da Google sowohl als Marktplatz als auch Konkurrent fungiere. Der Verdacht sei, dass der Konzern sich selbst im Real-Time-Bidding-System bevorzuge und somit Werbetreibende benachteilige.
Sephora startet hauseigenes Affiliate-System
Sephora startet im Oktober sein erstes eigenes Affiliate-Programm namens „My Sephora“, berichtet Retail-News.de. Der amerikanische Kosmetikhändler wolle damit Influencer und Kreative direkt über digitale Schaufenster der eigenen Plattform monetarisieren, ohne auf etablierte Drittanbieter wie LTK oder Shopmy angewiesen zu sein. So würden Traffic-Umleitungen über externe Plattformen verhindert sowie mehr Kontrolle über Daten und Provisionen gewonnen werden.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Jugend umarmt KI mit Samthandschuhen
Deutsche Jugendliche zwischen 18 und 24 Jahren nutzen KI-Assistenten deutlich häufiger als der Bevölkerungsdurchschnitt, so eine Yougov-Umfrage von Zendesk. 77 Prozent der Gen Z hätten die digitalen Helfer im Einsatz, während es in der Gesamtbevölkerung nur 44 Prozent seien. Die junge Generation stelle jedoch klare Bedingungen: 57 Prozent verlangten Datenschutz, bevor sie Vertrauen schenken. Bei sensiblen Themen oder KI-Fehlern griffen 67 Prozent auf menschliche Hilfe zurück – 19 Prozent zahlten für zuverlässige Systeme.
Homeoffice vielleicht, Gehaltsverzicht nein
Siebzig Prozent der Arbeitnehmer würden für die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten keine Gehaltskürzung akzeptieren, ergab eine EZB-Studie laut Manager-Magazin.de. Lediglich 13 Prozent würden Einbußen von ein bis fünf Prozent in Kauf nehmen, weitere acht Prozent wären bereit sogar sechs bis zehn Prozent zu opfern. Herausforderungen der Heimarbeit wie soziale Isolation oder die geringere Sichtbarkeit am Arbeitsplatz würden die Zurückhaltung erklären. Aktuell arbeite mehr als die Hälfte ausschließlich im Büro, während etwa 22 Prozent hybrid tätig seien.